Kierkegaards letzte publizistische Unternehmung war seine Abrechnung mit dem organisierten Christentum und insbesondere mit der lutherischen Staatskirche in Dänemark, die … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Martin Luther über das sacrificium intellectus in seiner Auslegung zum Brief an die Galater 3,6: „Der Glaube schlachtet die Vernunft und tötet jenes Tier, das die ganze Welt und alle Kreaturen nicht töten können.“
Der liberale Protestantismus weiß Martin Luther als vermeintlichen Ahnherr des eigenen subjektiven Glaubensbewusstseins zu feiern. Dabei ist es gerade Luther, … Mehr
Søren Kierkegaard, Das Christentum des Neuen Testaments, das Christentum der »Christenheit«: „Pfarrer — dieser in lange Kleider gehüllte Inbegriff des Nonsens“
Kierkegaards letzte publizistische Unternehmung war seine Abrechnung mit dem organisierten Christentum und insbesondere mit der lutherischen Staatskirche in Dänemark, die … Mehr
Søren Kierkegaard – Christentum hospitalisiert. Die Einschätzung des Arztes (1855): „Denk Dir ein Krankenhaus. Die Patienten sterben wie Fliegen. Die Methoden werden auf die eine und die andere Weise geändert: hilft nichts. Woran kann es dann liegen? Es liegt am Gebäude, das ganze Gebäude hat Gift in sich; dass die Patienten als an einer Krankheit gestorben verzeichnet werden, der eine an dieser, der andere an jener, ist eigentlich nicht wahr; denn sie sind alle an dem Gift gestorben, das im Gebäude ist. So im Religiösen. Dass der religiöse Zustand jämmerlich ist, dass sich die Menschen religiös in einem erbärmlichen Zustand befinden, das steht fest. Einer meint dann, wenn man ein neues Gesangbuch, ein anderer, wenn man eine neue Liturgie, ein dritter, wenn man Gottesdienst mit Musik bekäme usw. usw., würde das helfen. Vergeblich; denn es liegt am: Gebäude. Das ganze Gerümpel mit einer Staatskirche, wo, geistig gesprochen, seit unvordenklichen Zeiten nicht gelüftet worden ist, die eingesperrte Luft in diesem Gerümpel hat Gift entwickelt. Und deshalb ist das religiöse Leben krank oder ausgestorben, ach, denn eben das, was Weltlichkeit als Gesundheit ansieht, ist, christlich, Krankheit, ebenso wie, umgekehrt, das christlich Gesunde von Weltlichkeit als krankhaft angesehen wird.“
Kierkegaards letzte publizistische Unternehmung war seine Abrechnung mit dem organisierten Christentum und insbesondere mit der lutherischen Staatskirche in Dänemark, die … Mehr
Martin Luther, Die drei Symbole oder Bekenntnisse des Glaubens Christi, in der Kirche einträchtiglich gebraucht (1538): „Es müssen wahrlich alle drei Stücke geglaubt sein, nämlich: dass er Gott sei; ebenso, dass er Mensch sei; ebenso, dass er für uns solcher Mensch geworden sei, das ist, wie das erste Symbol sagt: empfangen vom heiligen Geist, geboren von Maria der Jungfrau, gelitten, gekreuziget, gestorben und auferstanden usw. Fehlets an einem Stücklein, so fehlen alle Stücke. Denn der Glaube soll und muß ganz und vollkommen sein. Ob er wohl schwach sein und angefochten werden kann, soll und muß er dennoch ganz und nicht falsch sein. Schwach sein tut den Schaden nicht, aber falsch sein, das ist der ewige Tod.“
Im Protestantismus gilt das Sittengebot: Jede/r ordinierte Amtsträger/in darf in der Kirche zur Sprache bringen, wie er oder sie für … Mehr
„You’ll Never Walk Alone“. Was der Fußball dem christlichen Glauben lehrt (Predigt über Matthäus 19,27-30): „Ob Torjubel und Siegesrausch, ob Elfmeter-Bangen, ob Gegentor in der letzten Spielminute oder deprimierende Niederlage, ob Meisterschaft und Aufstieg oder gnadenloser Abstieg, ob unbeschreibliche Freude oder Trauer und Verzweiflung – als Fan man macht alles mit, was unten auf dem Platz mit der eigenen Mannschaft geschieht, und das nicht allein für sich, sondern in der Gemeinschaft mit den anderen. Egal woher man kommt, was auch immer man verdient, welche Pläne man im eigenen Leben hat, wenn es um das Spielgeschehen geht, gibt es kein Entkommen. Jedes Wochenende gilt es auf ein Neues. Wahre Fußballfans zeichnen sich durch ganze Hingabe und Treue aus. Da wird für uns Christen etwas sichtbar, was Glaube einem zu bedeuten hat. Eben keine religiöse Weltanschauung, kein abstrakter Gottesgedanke, auch keine Sinnsuche oder Seelentrost, sondern persönliche Hingabe und eigenes Bekenntnis.“
„You’ll Never Walk Alone“. Was der Fußball dem christlichen Glauben lehrt (Predigt über Matthäus 19,27-30) Was für ein Spiel – … Mehr
Helmuth James Graf von Moltke, Abschiedsbriefe an seine Frau Freya vom Januar 1945: „Freisler sagte zu mir in einer seiner Tiraden: »Nur in einem sind das Christentum und wir gleich: Wir fordern den ganzen Menschen!« Von der ganzen Bande hat nur Freisler mich erkannt, und von der ganzen Bande ist er auch der einzigste, der weiß, weswegen er mich umbringen muss.“
Helmuth James Graf von Moltkes Abschiedsbriefe an seine Frau Freya Helmuth James Graf von Moltke (1907-1945) war Jurist, der sich … Mehr
Hans Joachim Iwand, Zur Versöhnungslehre (nach 2. Korinther 5,18-22): „Nun stoßen wir auf das Höchste und Tiefste, auf die eigentliche Goldader der Heiligen Schrift: ‚Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir würden die Gerechtigkeit Gottes in ihm.‘ Das ist einer der Sätze, auf die man sterben kann, weil sie einen Trost bieten, der stärker ist als der Tod. Und wenn man in seinem ganzen Leben nichts anderes begriffen hätte als dies — und diese Sache ist gar nicht so einfach zu begreifen, einmal ist man ihr näher und dann wieder weiter von ihr entfernt, man muß immer tiefer und inniger darum ringen, in ihre Mitte zu gelangen, sich dort festzuhalten, mit seinem ganzen Sein und Leben — dann hätte man nicht umsonst gelebt.“
Da hat Hans Joachim Iwand in seinem Vortrag zur Versöhnungslehre die „Goldader der Heiligen Schrift“ freigelegt – mit seiner Auslegung … Mehr
Klaus Mertes, Widerspruch aus Loyalität (2015): „Der aus tieferer Loyalität heraus Widersprechende, wie ich ihn verstehe, ist zum Beispiel nicht jener Typ des Querdenkers, der den Mainstream deswegen gegen den Strich bürstet, weil er es aus Gründen seines Selbstverständnisses nicht aushält, auch einmal mit dem Mainstream übereinzustimmen. Diesem Typ fehlt der letzte Ernst, die Bereitschaft, das Risiko der Stigmatisierung und Anfeindung wirklich einzugehen; oder es fehlt ihm Sensibilität dafür zu begreifen, was er auslöst, so dass die Anfeindungen erst gar nicht bei ihm ankommen.“
Es war der Jesuitenpater Klaus Mertes, der Anfang 2010 als damaliger Rektor des katholischen Gymnasiums „Canisius-Kolleg“ in Berlin die Aufklärung … Mehr