„Widerfahrnis“ ist kein geläufiger anthropologischer Begriff, obwohl er das aufnimmt, was in der klassischen griechischen Philosophie mit páthos bezeichnet wird. … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Jürgen Moltmann über die Auferstehung Jesu (2019): „Das Grab war leer, sonst hätten die Jünger die Auferstehung Jesu Christi nicht verkündigen können. In Jerusalem hätten die Juden darauf verwiesen: Da liegt er doch im Grab, er ist nicht auferstanden. Der Leichnam wurde auferweckt und ist wieder lebendig geworden. Jesus ist also der gleiche Mensch, der er vorher war. Sonst hätten die Jünger ihn nicht erkannt. Und sie erkennen ihn an seiner Stimme und an den Wundmalen. Jesus ist in der ersten Gegenwart den Jüngern erschienen und in der zweiten Gegenwart uns. Im Wort der Verkündigung und im Sakrament ist er gegenwärtig. Für mich bedeutet dies: im Ende der Anfang. Christi Ende war sein wahrer Anfang. Das erlebe ich mit meinen 92 Jahren immer wieder: Im Ende der Anfang. Das hab ich erlebt, als ich ohne Hoffnung war, in dem ersten Jahr meiner Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg. Da habe ich in meinem Ende den Anfang mit Christus erlebt.“
„Wage es, mit der Gewissheit der Auferstehung zu leben“ Ein Gespräch mit dem Tübinger Theologieprofessor Dr. Jürgen Moltmann über die … Mehr
Alfons Deissler über das Ethos des Alten Testaments: „Auf die bundeswillige personale Zukehr Gottes zum Menschen soll der Mensch (‚als Partner Gottes‘) antwortend sich verwirklichen in einem tätigen ‚Ja‘ zu JHWH u. damit ‚in, durch und mit JHWH‘ sich der Welt und der menschlichen Gemeinschaft zukehren in Gesinnung, Wort u. Tat. Damit werden ‚Weltdienst‘ und ‚Menschendienst‘ im Alten Testament in den Rang des ‚JHWH-Dienstes‘ erhoben.“
Ethos des Alten Testaments Von Alfons Deissler Religionsgeschichtlich wird die „Existenz Israels vor JHWH“ mit Recht als „ethische Religion“ gekennzeichnet. … Mehr
Karfreitagspredigt zu Johannes 19,16-30 und zur Frage nach einem selbstbestimmten Sterben: „Wo Menschen sich an einer selbstbestimmten Tötung versuchen, weil sie sich nicht selbst dem eigenen Sterben-Müssen überlassen wollen, verlieren sie sich in ihrer vermeintlichen Selbstbestimmung. Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im eigenen Tod verloren. Für sich selbst sterben führt in die hoffnungslose Vergangenheit: Das war’s mit mir und meinem Leben: Punkt. Aus. Ende.“
Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im Tod verloren „Es ist vollbracht“ – Jesu Schlusswort … Mehr
Markus Witte über den Dekalog (Zehn Gebote): „Aus dem Bilderverbot und dem Verständnis des Menschen als Gottesebenbild fließt die ethische Forderung, jeden Menschen gleich zu achten“
Ein schöner, knapper Lexikonartikel über den Dekalog, also die Zehn Gebote, stammt von Markus Witte aus dem Taschenlexikon Theologie und … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Brief an Eberhard Bethge über ein religionsloses „Christentum“: „Wenn wir schließlich auch die westliche Gestalt des Christentums nur als Vorstufe einer völligen Religionslosigkeit beurteilen müßten, was für eine Situation entsteht dann für uns, für die Kirche?“
Bonhoeffers Brief an seinen Freund Eberhard Bethge in Sachen religionsloses Christentum Tegel, 30. April 1944 Lieber Eberhard! Wieder ist ein … Mehr
Thomas Frings, Sind Volkskirchen wünschenswert?: „Wer immer noch eine Volkskirche wünscht, setzt sich dem Verdacht aus, dass er mehr Interesse hat an vergangener Größe, ehemaligem Einfluss denn an der Wirksamkeit des Evangeliums.“
In der heutigen Ausgabe von Publik Forum ist ein Text von Thomas Frings, Autor von »Aus. Amen. Ende. So kann … Mehr
„Wir Pfarrer haben den schönsten Beruf der Welt … Wir tragen unseren Schatz in zerbrechlichen Gefäßen (2. Korinther 4,7)“ – Thomas Bruhnke in einem Leserbrief in ideaSpektrum
Heute erschien in ideaSpektrum ein Leserbrief in Sachen Werbung für den Pfarrberuf, der mich geistlich wie auch inhaltlich angesprochen hat. … Mehr
Karl Homann über Wirtschaftsethik: „Wirtschaftsethik befaßt sich mit der Frage, wie moralische Normen und Ideale unter den Bedingungen der modernen Wirtschaft zur Geltung gebracht werden können. Da moralisch unerwünschte, empörende Zustände nicht auf moralische Defekte der Akteure, sondern auf Defizite der Ordnung zurückgeführt werden, müssen angestrebte Korrekturen bei einer Reform dieser Ordnung ansetzen; demgegenüber sind moralische Appelle eher kontraproduktiv: Bedingungswandel aufgrund von Gesinnungswandel, ist die Devise.“
Für mich ist Karl Homanns Verständnis von Wirtschaftsethik als Institutionenethik bzw. Ökonomik immer noch zielführend für eine „sündenfällige“ Gesellschaft außerhalb … Mehr