Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia Von Erik Peterson Erik Peterson war der erste, der mit seinem Beitrag „Zur Bedeutungsgeschichte von Parrhesia“ … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Luthers Auslegung zum achten Gebot im Großen Katechismus: „Man soll seine Zunge dazu gebrauchen und dienen lassen, von jedermann das Beste zu reden, seine Sünde und Gebrechen zudecken, entschuldigen und mit seiner Ehre beschönen und schmücken“
Jochen Hörisch hat jüngst in Perlentaucher einen Essay „So müssen wir es kitten“ veröffentlicht, der es mit den sprachlichen Absurditäten … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, Entwurf zu einem Rundbrief zum 1. Advent 1942: „Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift Geist, Seele und Leib, und wo diese Freude einen Menschen gefasst hat, dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt sie verschlossene Türen. Es gibt eine Freude, die von Schmerz, Not und Angst des Herzens garnichts weiß; sie hat keinen Bestand, sie kann nur für Augenblicke betäuben. Die Freude Gottes ist durch die Armut der Krippe und die Not des Kreuzes gegangen; darum ist sie unüberwindlich, unwiderleglich. Sie leugnet nicht die Not, wo sie da ist, aber sie findet mitten in, gerade in ihr, Gott; sie bestreitet nicht die ernste Sünde, aber sie findet gerade so die Vergebung; sie sieht dem Tod ins Auge, aber sie findet gerade in ihm das Leben.“
Entwurf eines Rundbriefs zum 1. Advent 1942 Von Dietrich Bonhoeffer Lieber Bruder …! Am Beginn eines Briefes, der Euch in … Mehr
Über die christliche Toleranz: „Kein hoffnungsloses Hinnehmen von Unveränderlichem“
Über die Toleranz Tolerant hat man zu sein und versteht dabei, dass man Meinungen, Überzeugungen und Praktiken anderer Menschen gelten … Mehr
Erik Peterson, Die Kirche (1929): „Wahre Kirche ist nur da, wo beides sich findet: die Legitimität, in Rechtsnachfolge »der Zwölfe«, die sich unmittelbar vom Herrn herleitet, und ein Glaube, der, wie bei »den zwölf Aposteln«, genötigt ist, auf Grund des Heiligen Geistes selbständige Entscheidungen zu treffen. Keines dieser beiden Merkmale darf fehlen, weder die rechtliche Legitimität noch die pneumatische Freiheit. Erst die Verbindung dieser beiden Kennzeichen macht nämlich die Kirche zur apostolischen Kirche und somit zur Kirche überhaupt. Ich bin daher der Meinung, dass eine Kirche ohne apostolisches Kirchenrecht und ohne die Fähigkeit, dogmatische Entscheidungen zu fällen, überhaupt als Kirche nicht angesprochen werden kann.“
Die Kirche Von Erik Peterson Bevor Erik Peterson im Dezember 1930 im Petersdom in die römisch-katholische Kirche in Rom aufgenommen … Mehr
Erik Peterson, Theologie des Kleides: „Das Kleid, das der gefallene Mensch trägt, ist ein «Standeskleid». Es ist ein Kleid aus den Blättern jenes Feigenbaumes, zu dem der Sohn Gottes ging, als ihn hungerte.“
Auf solch ein Thema muss man erst kommen – Theologie des Kleides. Erik Peterson hatte 1934, also nach seiner Konversion … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Predigt zu Matthäus 16,13-18 im Juli 1933: „Hart am Abgrund des Todestales ist die Kirche gegründet, die Kirche, die sich zu Christus als ihrem Leben bekennt.“
Am 23. Juli 1933, dem Wahltag der vom NS-Staat überraschend ausgeschriebenen Kirchenwahlen, predigte der 27jährige Dietrich Bonhoeffer in Berlin über … Mehr
Søren Kierkegaard, Das Erbauliche des Gedankens, dass wir vor Gott immer unrecht haben (Entweder-Oder): „Du liebtest Gott, und darum konnte deine Seele Ruhe und Freude nur in dem Gedanken finden, daß du immer unrecht haben müssest. Zu diesem Gedanken wardst du nicht gezwungen; denn wenn du in dem Reich der Liebe lebst, lebst du auch im Reich der Freiheit.“
Interessant ist, wie Søren Kierkegaard in Entweder-Oder im Hinblick auf eine Rechtfertigungslehre höherer Ordnung das Selbstverständnis als Sünder vor Gott … Mehr
Martin Niemöller, Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969: „Wenn dort auf dem Hügel vor den Toren der Stadt Jerusalem der Mann aus Nazareth, als sie ihn dort an den Galgen nagelten, seine Henker und Mörder so angebrüllt hätte: »Ihr Verbrecher, wartet nur! Es ist noch ein Gott im Himmel, der wird es euch schon zeigen!« Wir wissen, was dann passiert wäre: Es wäre gar nichts passiert. Ein anständiger Mensch mehr wäre unrechtmäßiger Weise am Galgen hingerichtet worden wie Tausende vor ihm und Tausende nach ihm. Sonst wäre nichts geschehen. Es gäbe keinen Sohn Gottes, keinen, in dem Gott selber uns begegnet in seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit; es gäbe keine Erlösung und keine Versöhnung und keine Vergebung und keine Gemeinde dieses Mannes von Nazareth und keine christliche Kirche. Seine Vergebung ist sein Gericht, und sein Gericht heißt Vergebung: »Vater, vergib ihnen!« Weil sein Gericht über seine Widersacher Vergebung heißt und weil er sich dazu bekennt, darum und nur darum sind wir hier, gibt es eine christliche Gemeinde, gibt es eine Christenheit, gibt es eine Frohe Botschaft, und da hören wir die wirkliche Bußpredigt, die christliche Bußpredigt.“
Predigt über Römer 2,1-11 zum Buß- und Bettag 1969 Von Martin Niemöller Verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und … Mehr