Karl Steinbauers Konfirmationspredigt in Senden/Iller über Epheser 6,10-20 von 1939: „In einer Stunde werde ich das Gefängnis hier verlassen und werde ins Konzentrations­lager Sachsenhausen verbracht. Ich danke euch allen, besonders euch lieben Konfir­manden, für eure Treue, die ihr mir wieder bezeugt habt.“

Da mag die Konfirmationspredigt mit Bezug auf Epheser 6,10-17 und Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ martialisch klingen, die … Mehr

Søren Kierkegaard, Der »Professor« der Theologie: „Der »Professor« drückt aus, dass die Religion ein gelehrtes Problem ist; der Professor ist die größte Satire auf den »Apostel«. Man ist – Professor (wes­sen?) dessen, was ein paar Fischer in die Welt gesetzt haben: oh, treffliches Epigramm. Dass das Christentum die Welt solle überwinden können: ja, das hat der Stifter selbst vorausgesagt, und das glaubten die »Fischer«. Aber das Siegeszeichen: dass das Christentum in dem Maße siegen solle, dass es Professoren der Theologie gäbe – das hat der Stifter nicht vorausgesagt.“

Der »Professor« der Theologie Von Søren Kierkegaard O fürchterliche Tiefe der Verwirrung, o fürchterliche, durch Beharrung verhärtete Irreführung. Von Generation … Mehr

Paul Schempp, Die Kirche am Scheideweg (1934): „Wie kann man behaupten, die Schrift sei unangetastet, wenn man die Möglichkeit, christlicher Pfarrer zu sein, abhängig macht von der arischen Abstammung? Gott hat es nun einmal gefallen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein, Jesus Christus ist nun einmal nach dem Fleisch von dem Samen Davids geboren, das Heil kommt nun einmal von den Ju­den, die Heiden sind nun einmal aufgepfropft auf das auserwählte Volk, Paulus verbietet nun einmal als Apostel der Heiden den Christen, die vorher Heiden wa­ren, sich zu rühmen wider die Juden.“

Im Nachlass Paul Schempps fand sich ein handschriftliches Memorandum „Die Kirche am Scheidewege“ aus dem Frühjahr 1934, in dem Schempp … Mehr

Søren Kierkegaard, Eine Ewigkeit, um zu bereuen: „Merk dir das gut! Du kannst vielleicht, klüglich, dem entgehen, was Gott nun einmal nach seinem Gefallen mit dem Christsein vereint hat, nämlich dem Leiden und der Widerwärtig­keit; du kannst vielleicht, wenn du dich klug heraushältst, zu deinem eigenen Verderben das Entgegengesetzte erreichen, erreichen, was Gott für ewig vom Christsein gesondert hat, näm­lich Genuss und alle irdischen Güter; du kannst vielleicht, betört von deiner Klugheit, dich zuletzt völlig verlieren in der Einbildung, dass gerade der Weg, auf dem du bist, der rechte sei, weil du das Irdische gewinnst: und dann – eine Ewigkeit, um zu bereuen! Eine Ewigkeit, um zu bereuen, nämlich zu bereuen, dass du die Zeit nicht zu dem genutzt hast, daran man ewig gedenken kann: in Wahrheit Gott zu lieben, was die Folge hat, dass du in diesem Leben dahin kommst, von den Menschen zu leiden.“

Eine Ewigkeit, um zu bereuen Von Søren Kierkegaard Laß mich eine Geschichte erzählen. Ich habe sie nicht in einer Erbauungsschrift … Mehr