Die „Aktivität“ der Kirche. Rundfunkvortrag 1962 Von Walter Kreck Vergleichen wir die Situation der Kirche im Dritten Reich mit der … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Anweisung für die Kandidaten zur Vorbereitung auf das Pfarramt in der Bekennenden Kirche von 1936: „Die besondere Aufgabe des Lehrvikariats ist es, dem Kandidaten eine erste Einführung in das kirchliche Gemeindeleben und in die pfarramtliche Tätigkeit zu vermitteln. Die Arbeit zwischen Pfarrer und Lehrvikar kann nicht recht getan werden, wenn nicht beide in der Beugung unter die Heilige Schrift und in der Fürbitte miteinander verbunden sind. So wird der Vikar im Pfarrer einen Seelsorger und Bruder finden.“
Basierend auf einer Vorlage von Dietrich Bonhoeffer wurde vom Bruderrat der Altpreussischen Union 1936 folgende Ordnung für den Vorbereitungsdienst von … Mehr
Helmut Gollwitzers Predigt zum 20. Juli 1963 über Hosea 13,4: „Die Freiheit der innerlich an Gott Gebundenen konnten wir dann auch voll Dank rühmen als die Freiheit der äußerlich Gebundenen, die Freiheit der Gefangenen in der Zelle, vor dem Richter und auf dem letzten Wege zur Hinrichtung, die Freiheit des Gewissens gegenüber den äußerlich Freien, den Bütteln und Gläubigen des Systems, die ihr Gewissen verraten, verkauft und dem Befehl von Menschen unterworfen hatten.“
Die Freiheit der „Sieger in Fesseln“. Predigt über Hosea 13,4 Von Helmut Gollwitzer Ich bin aber der Herr, dein Gott, … Mehr
Karl-Wilhelm Dahm über Reinhold Niebuhr: „Er hat der Theologie, der Kirche und der Gesellschaft insgesamt unüberhörbar und unwiderlegt ins Bewußtsein gerückt, dass die Härte des sozialen Schicksals ebenso unerbittlich sein kann wie die des Sterbens und dass der einzelne Mensch diesem Schicksal oft genauso wenig entgehen kann wie dem des Todes.“
Reinhold Niebuhr Von Karl-Wilhelm Dahm I Reinhold Niebuhr (1892-1971) sei die einflußreichste religiöse Führergestalt im öffentlich-politischen Leben (»on public policy«) … Mehr
Albrecht Goes, Erstes Sterben (1938): „Der Vikar weiß plötzlich, wovor er sich gefürchtet hat vorhin; er hat gefürchtet, seine eigene Stimme zu hören, hier im gleichen Raum, wo schon der Tod zuhört. Er hat sich gefürchtet, aber nun ist es nicht furchtbar; nichts dünkt ihm glaubwürdiger, nichts wirklicher als diese von weit her kommende Stimme: „Bitte, beten.“ Er weiß nicht, daß es seines Amtes ist, bei Sterbenden zu beten; er kommt sich nur vor wie ein Kind, das aufgerufen ist.“
Eindrücklich, wie Albrecht Goes von seinen ersten Erfahrungen als Pfarrvikar in einer Landgemeinde zu erzählen weiß: Erstes Sterben Von Albrecht … Mehr
Hans Walter Wolff, Der Tag der Theologen (1952): „Der Teufel ist scharf auf Theologen. Er liebt es, die theologische Wissenschaft zu seiner Munitionsfabrik und Theologenansammlungen zur Zielscheibe seiner Heckenschützenkunst zu machen. Keiner, der sich getroffen sieht, meine, er müsse sich gerade dann allein durchhelfen. Man kann von vornherein nicht genug mit der satanischen Taktik der Isolierung rechnen.“
Der Tag des Theologen Von Hans Walter Wolff Unser Thema ist verdächtig. Was für ein Genitivverhältnis liegt hier vor? Sollen … Mehr
Johannes Hamel über Julius Schniewind (1949): „Als wieder ein Anfall kam und er vor Schmerzen stöhnte und wimmerte, stieß er heraus: ‚Ich will doch zuletzt meinem Gott keine Schande machen.‘ Und kurz vor seinem Tode sagte er mir, es war das letzte Gespräch: ‚Ich kann nicht mehr beten, der Schmerz ist zu groß. Aber ich klammere mich an den, der allezeit für mich betet.‘ Und dann ließ er sich Psalmworte vorsprechen, in denen er so oft für einen anderen gebetet hatte.“
Julius Schniewind Von Johannes Hamel „Wenn Sie Exegese des Neuen Testaments lernen wollen, gehen Sie zu Schniewind nach Königberg“, sagte … Mehr
Gertrud Staewens Anfrage an Helmut Gollwitzers „Selbstmordbrief“ von 1942: „Ich schreie dann zu Gott – leise in mir drinnen – Gott, du hast zu Hiob gesagt: Bis hierher und nicht weiter. Hier sollen sich legen deine stolzen Wellen. Aber ich muss sie dann in die Illegalität, in der solche meist schon lange untergetaucht sind, wieder hinausschicken ohne Hilfe, ohne Hilfe, ohne Hilfe.“
Der „Selbstmordbrief“ Helmut Gollwitzers, ein Antwortschreiben an Georg Hamburger, der in der Dahlemer Gemeinde kursierte, fand nicht überall volle Zustimmung. … Mehr
Helmut Gollwitzers „Selbstmordbrief“ an Georg Hamburger von 1942: „Viele haben das erlebt und bezeugen es uns so deutlich und nachdrücklich, dass wir wohl wagen dürfen, es damit zu wagen und also wieder und wieder Nein zu sagen zur Verzweiflung, den letzten Schritt nicht zu tun, nicht ins Nichtsein zu fliehen aus der Hölle des Seins, sondern zur Last des heutigen Tages auch die noch viel grösser scheinende Last des morgigen Tages uns auflegen lassen und Ihn aus der Tiefe loben.“
Als sich in Berlin 1942 die Suizide unter Juden angesichts der bevorstehenden Deportationen in Ghettos bzw. Vernichtungslager häuften, wandte sich … Mehr