Klaus Raschzok, Textiler Klassiker. Zweihundert Jahre Talar mit Beffchen: „Die Stola auf dem schwarzen Talar dagegen besitzt für sich genommen keine überzeugende Aussagekraft und degeneriert zum persön­lichen Schmuckabzeichen. Sie wirkt wie eine unangemessene Verdoppelung dessen, was der schwarze Talar bereits aus sich heraus signalisiert: Hier agiert eine Person im Gottesdienst im amtlichen Auftrag der Kirche als ordinierte Pfarrerin oder Pfarrer. Der Talar gelangt damit bereits überall dort an seine Grenze, wo mehrere Geistliche zusam­men gottesdienstlich tätig werden. Er ist im Grunde ein Gewand für die solistisch wahrge­nommene Prediger- oder Liturgenrolle im evangelischen Gottesdienst. Überall dort, wo es stärker auf die Bewegungsdimension wie Interaktion der menschlichen Körper im Gottes­dienst ankommt, erweist sich der schwarze Talar als eher hinderlich. Insofern kommt dem gelegentlich unreflektiert artikulierten Unmut über ein zu gehäuftes Auftreten von schwarz gekleideten Talarträgerinnen und Talarträgern bei Ordinations- oder Einführungsgottesdienst durchaus ein gewisses Wahrheitsmoment zu. wahrge­nommene Prediger- oder Liturgenrolle im evangelischen Gottesdienst.“

Klaus Raschzok, Professor für praktische Theologie in Neuendettelsau, hat einen höchst instruktiven Artikel über die zweihundertjährige Geschichte des evangelischen Pfarrertalars … Mehr

David J. Bosch, The Vulnerability of Mission (1991): „A church that follows the model of the victim-missionary is one that is called to be a source of blessing to society, without being destined to regulate it. It knows that the gospel ceases to be gospel when it is foisted upon people.“

David Bosch, südafrikanischer Missionstheologe (1929-1992), dessen Grundlagenwerk „Transforming Mission“ jüngst auf Deutsch unter dem Titel „Mission im Wandel“ im Brunnen-Verlag … Mehr

Jürgen Habermas Anfrage an die akademische Theologie: Wenn es doch so sei, dass die Wahrheitsansprüche der Religion nicht nur für eine Doktrin gelten, sondern religiöse Erkenntnis sich als religiöse Sozialisation vollziehe, als Nachfolge auf einem Heilsweg – warum, entkoppelten sich dann die Theologen zunehmend von der rituellen Praxis der Gemeinde?

Schade, leider nicht dabei gewesen. Also doch nur indirekte Rede aus der Feder von Christian Geyer über das, was Habermas … Mehr