„Eritis Sicut Dii“. Yuval Noah Hararis Homo Deus und die Hoffnungslosigkeit des liberalistischen Theologieprojekts „Homo Deus“ – was für ein … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Friedrich Mildenberger über Gottes Heilsplan unter biblischen Vorzeichen: „Da ist es der Herr selbst, der den Mose in der Nacht überfällt und ihn töten will. Seine Frau Zippora schafft es, mit der Beschneidung ihres Sohnes den Zorn dieses Gottes oder bösen Dämons zu besänftigen, so dass er von seinem Vorhaben absteht. Das ist seltsam archaisch und passt weder zu dem Gottesverständnis noch zu dem Erzählfluß, der doch davon redet, wie Mose seiner Beauftragung nachkommt. Aber es gehört anscheinend zur Eigentümlichkeit des biblischen Redens von Erwählung, dass da auch immer wieder von einer Bedrohung der Erwählten die Rede ist, die von dem erwählenden Gott ausgeht.“
In seinem Beitrag zu den von Ernstpeter Maurer herausgegebenen Grundlinien der Dogmatik, einer Festgabe aus Anlass des 70. Geburtstags von … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Galater 2,16-21: „Die Juden haben uns die Türe aufgetan, damit wir Gottes Gnade finden. Sie, ausgerechnet sie, die Juden, haben die Welt herausgehoben aus dem Gefängnis der Werkgerechtigkeit, sie haben – durch die Berufung und Gnade Gottes – der Welt das Heil gebracht.“
In seiner eindrücklichen Predigt zu Galater 2,16-21 von 1954 hat Hans Joachim Iwand ganz bewusst Vers 15 „Wir sind von … Mehr
Max Horkheimer im Interview mit Helmut Gumnior, Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen: „Theologie bedeutet hier das Bewusstsein davon, dass die Welt Erscheinung ist, dass sie nicht die absolute Wahrheit, das Letzte ist. Theologie ist — ich drücke mich bewusst vorsichtig aus — die Hoffnung, dass es bei diesem Unrecht, durch das die Welt gekennzeichnet ist, nicht bleibe, dass das Unrecht nicht das letzte Wort sein möge. Theologie als Ausdruck einer Hoffnung? Ich möchte lieber sagen: Ausdruck einer Sehnsucht, einer Sehnsucht danach, dass der Mörder nicht über das unschuldige Opfer triumphieren möge.“
Helmut Gumnior hatte 1970 nicht nur für den SPIEGEL ein Interview mit Max Horkheimer geführt. Ein zweites Gespräch ist unter … Mehr
Johann Baptist Metz, Erinnerung des Leidens als Kritik eines teleologisch-technologischen Zukunftsbegriffs: „Das christliche Gedächtnis des Leidens ist nämlich in seinem theologischen Gehalt eine antizipatorische Erinnerung; es enthält die Antizipation einer bestimmten Zukunft der Menschheit als einer Zukunft der Leidenden, der Hoffnungslosen, der Unterdrückten, der Beschädigten und der Nutzlosen dieser Erde.“
Theoretisch hoch verdichtet und doch anspruchsvoll geschrieben ist, was Johann Baptist Metz bereits 1972 in Sachen memoria passionis geschrieben hatte: … Mehr
Lesslie Newbigin – The Gospel as Public Truth
Eine der letzten öffentlichen Vorlesungen hielt Lesslie Newbigin am 24. Juni 1997 an der Beeson Divinity School, Samford University, Birmingham, … Mehr
Lesslie Newbigin über die Mission in der Nachfolge Christi (1986): „Der Kernpunkt des Evangeliums ist das gekommene Reich Gottes, aber es war nun eben anders gekommen als die Menschen, und besonders die religiösen Menschen das erwartet hatten. Es ist Jesus, der als Mensch seinen Weg vom Stall in Bethlehem zum Kreuz auf Golgatha in Demut ging, der diese Gegenwart Reiches wirklich ist. Von daher können wir über Gottes Herrschaft nun nicht mehr einfach unsere eigenen Ideen entwickeln. Das ist nun nicht mehr eine Lehre oder ein Programm, das wir nach Gutdünken formen können. Das Reich Gottes, seine Königsherrschaft, hat nun ein menschliches Gesicht und einen menschlichen Namen – Name und Gesicht des Jesus von Nazareth.“
Lesslie Newbigin (1909-1998) hatte im Januar 1986 auf der Tagung der Synode der Kirche von Südindien (CSI) mehrere Bibelarbeiten gehalten, … Mehr
Gott und das schöne, schreckliche Leben – Klaus-Peter Jörns gnostische „Glaubensreformierung“ des Christentums
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Kurt Flasch und Klaus-Peter Jörns – die Ehrlichkeit zu sich selbst. Weil der vormals … Mehr
Reinhart Kosellecks Begriffsgeschichte zum Geschichtsbegriff und der Verlust der Historia Magistra Vitae: „Die Geschichte selbst wurde, sprachlich gewendet, zu ihrem eigenen Subjekt.“
Reinhart Koselleck hat in seiner instruktiven Begriffsgeschichte zum Geschichtsbegriff erzählt, wie das „geschichtliche“ Geschichtskonzept mit seinen Konnotationen von Fortschritt und … Mehr