Hans G. Ulrich, Gottes Reich — der widerständige Trost seiner Verheißung: „Die Verheißung des kommenden Gottesreiches hat ihre Pointe ja gerade darin, dass nicht irgendein Reich in Aussicht steht, sondern dass Gott selbst — in der Einheit mit Christus — regiert. Die Hoffnung richtet sich auf den Gott, der schon bekannt und präsent ist, und auf ein Gottes-Reich, das bereits begonnen hat. Sein Fundament ist gelegt.“

Von meinem theologischen Lehrer Hans G. Ulrich habe ich evangelische Ethik in göttlicher Verheißung gelernt, die einem religionistischen Autismus biblisch … Mehr

Im Machtraum göttlicher Liebe. Noch einmal das Gleichnis vom verlorenen bzw. wiedergefundenen Sohn (Lukas 15,11-32): „Und genau da zeigt sich für den älteren Sohn, dass auch für ihn die väterliche Liebe bislang unwirklich gewesen ist: ‚Siehe, so viele Jahre knechte (douleúō) ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre.‘ Wer durch eigene Knechtschaft sich beim Vater in eine wohlgefällige Stellung bringen will, vermag nicht als Sohn zu leben. Er versäumt, was ihm der Vater ‚alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn’ all mein Verdienst und Würdigkeit‘ (Luther) schon längst gewährt hat.“

Im Machtraum göttlicher Liebe. Noch einmal das Gleichnis vom verlorenen (bzw. wiedergefundenen) Sohn (Lukas 15,11-32) Jedes Mal, wenn ich im … Mehr

Heinrich Schlier über Mächte und Gewalten im Neuen Testament (1958): „Diese Auslegung von Welt und Dasein durch die Mächte, die sie verborgen beherrschen, geschieht aber in einer bestimmten Intention. Man kann auch sagen: die Mächte legen Welt und Dasein nach bestimmten Kategorien fest, die ihre Grundintention verraten. Die eine Kate­gorie ist der Tod. Sie bemächtigen sich eines Menschen oder seines Geistes in der Weise, dass sie ihn zum Tod ermächtigen, d. h. dass er, selbst durch sie zerstört, anderen zur Zerstörung wird. Darin und überhaupt im Verstören, Vereiteln, Verderben, Vernichten, Verwesen erfüllt und erweist sich die Tendenz ihres Wesens.“

Ausgerechnet ein Bultmannschüler, nämlich Heinrich Schlier (1900-1978), hat sich an einer „dämonologischen“ Interpretation des Neuen Testaments versucht. Sein Aufsatz „Mächte … Mehr

Johann Christoph Blumhardt über die Heilung von Besessenen (1873): „Die Besessenen oder Dämonischen in der Schrift stellen sich als solche dar, die von einem fremden Wesen, das in ihnen ist, beherrscht und geplagt werden, teils leiblich, teils geistig. […] Wenn denn auch in unserer Zeit sollte wieder Macht über die Dämonen gegeben werden, so müsste das als eine Erscheinung von der größten Tragweite anzusehen sein, und ein sicheres Zeichen von der Nähe des Herrn und der kommenden Vollendung Seines Reiches.“

Von Dämonen und Besessenheit zu reden scheint in der Kirche kein Thema zu sein. Auch Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) wusste, … Mehr

Gerhard von Rad, Christliche Weisheit? (1971): „Das Schöpfungsgeheimnis spielt mit dem Menschen, es liebt ihn, lädt ihn in seine innersten Gemächer ein, ja, es sitzt schon vor seiner Türe! Hier vollzieht sich eine ans Mystische grenzende Auslieferung des Menschen an die Herrlichkeit des Seins. Hier wirft sich der Mensch mit Lust einem Sinn entgegen; er entdeckt ein Geheimnis, das schon auf dem Weg ist, sich ihm zu schenken.“

Christliche Weisheit? Von Gerhard von Rad Wer sich mit der Weisheit des alten Israel befaßt, wird zunehmend von der Frage … Mehr

Zur Ethik und Durchführung eines Abistreichs: „Der Abistreich ist eine Aktion vormaliger Schülerinnen und Schüler (Abiturienten), die nicht länger der schulischen Disziplinargewalt unterstehen. Der Streich suspendiert symbolisch die schulische Disziplin bzw. Hierarchie zur Freude der verbleibenden Schüler­innen und Schülern, indem Schulleitung wie auch dem Lehrerkollegium ’subversive‘ Dinge und Handlungen zugemutet werden. Ein Abistreich hat nicht nett und harmlos zu sein. Er darf Zumutungen und Herausforde­rungen enthalten, die uns alle daran erinnern sollen, dass Menschen, die sich an einer Schule in definierten Rollenverhältnissen begegnen, letztendlich in ihrer je eigenen Würde einander ebenbürtig sind und keiner von uns das letzte Wort über einen anderen Menschen hat.“

Zur Ethik und Durchführung eines Abistreichs Der Abistreich ist eine Aktion vormaliger Schülerinnen und Schüler (Abiturienten), die nicht länger der … Mehr