Eberhard Jüngel, Predigt über Jesaja 49,13-15: „Ja, selbst vor dem wüsten Ödland des Todes schreckt sein Weg nicht zurück. Sage also niemand: der Mensch müsse einsam sterben, im Tode werde er ganz auf sich allein zurückgeworfen. Nein, Gott ist uns auch im letzten, im tödlichen Augenblick mütterlich nah. Und er wird im Augenblick des Todes nichts anderes sagen als mitten im Leben. Gott spricht zu den Sterbenden wie zu den Lebenden in der Sprache der ihre Kinder tröstenden Mutter. Die aber – jeder von uns hat das erfahren – öffnet die Arme und sagt: Komm!“

Predigt über Jesaja 49,13-15 Von Eberhard Jüngel Nun komm, der Heiden Heiland! Wer in diesen Hymnus einstimmt, liebe Gemeinde, wer … Mehr

Martin Luther, Tröstung an die Christen zu Halle über Herrn Georgen, ihres Predigers, Tod (1527): „Es will sich nicht leiden, dass unser Haupt, Christus, am Kreuz stirbt, und die Dornenkrone trägt, und wir sollten mit Lust und Freuden ohne alles Leiden selig werden. Soll es also ja gelitten sein, so lasst es das sein, was uns Gott zufügt, und nicht, was wir selbst erwählen; denn er weiß am besten, welches uns dient und nütze ist; unser Wählen taugt nicht, und ist kein Nutzen.“

Nachdem der Prediger Georg Winkler aus Halle am 23. April 1527 auf dem Heimweg von einem Verhör noch in der … Mehr

Georg Schwaiger über Johann Michael Sailer (1751-1832): „Sailer wird heute nicht nur als einer der wichtigsten Väter der neueren katholischen Theologie gesehen. Viele seiner zukunftweisenden Ansätze haben im Zweiten Vatikanischen Konzil, wenn auch nicht im bewußten Rückgriff, ihre Entfaltung und Bestätigung gefunden.“

Johann Michael Sailer (1751-1832) Von Georg Schwaiger Johann Michael Sailers langes Leben – fast auf das Jahr genau die Lebenszeit … Mehr

Stanely Hauerwas, Die Bergpredigt, gerechter Krieg und das Streben nach Frieden (1985): „Unsere Uneinigkeit und deren Folge, dass wir einander als Christen töten, verurteilt die Welt zu noch verheerenderen Konflikten und Morden. Somit wird die Einigkeit der Kirchen – und wir müssen uns daran erinnern, dass unsere tiefste Uneinig­keit nicht die zwischen Katholiken und Prote­stanten, sondern die zwischen Rassen, Klassen, Nationalitäten, Hemisphären usw. ist — zur Vorbedingung dafür, dass wir als Gottes friedliche Gemeinde der Welt dienen. Ein Grund mehr, um eindringlich zu bitten: «Dein Reich komme!»“

Die Bergpredigt, gerechter Krieg und das Streben nach Frieden Von Stanley Hauerwas «Ein bescheidener Vorschlag für den Frieden:Alle Christen der … Mehr

Karl Barth über Jesu Seligpreisungen (Kirchliche Dogmatik IV/2): „Die Seligkeit jener anderen Täter und jener anderen Leidenden ist gewissermaßen kumuliert die dieser Menschen, der um Jesu willen Verfolgten, die ja beides sind: Leidende um ihres Tuns willen und ganz besonders Tätige gerade in ihrem Leiden. Es geht um das Lob der Situation derer, die das Martyrium erleiden, weil sie Märtyrer, d. h. aber Zeugen des Reiches, Jesu selbst, sein und als solche sich bewähren und erst recht betätigen dürfen.“

Über Jesu Seligpreisungen Von Karl Barth Wir schließen unsere Überlegungen zu diesem vierten Punkt mit einem Blick auf das eigentümliche … Mehr

Albrecht Goes über das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“: „»Das Schiff geht still im Triebe« —. »Schiff«, »still«, »im Triebe«: die I-Laute sind lauter Innigkeit, lauter nach innen weisende Botschaft. Wohl, der Wind Gottes ist da, der mächtige Liebeshauch, der die Segel treibt, das Brausen des Geistes, Richte und Rückhalt in vielverwirrter Welt.“

Es kommt ein Schiff – Von Albrecht Goes »Ein alter Gesang, so unter des Herrn Tauleri Schriften funden, etwas verständlicher … Mehr

Edith Stein, Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten (1931): „Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch. Das Geheimnis der Menschwerdung und das Geheimnis der Bosheit gehören eng zusammen. Ge­gen das Licht, das vom Himmel herabgekommen ist, sticht die Nacht der Sünde umso schwärzer und unheimlicher ab.“

Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten Von Edith Stein Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in … Mehr

Eberhard Jüngel, Predigt über Lukas 21,25-30: „Wenn es unwiderrufbar dunkel wird in unserem Leben, in unserer Welt, dann wird Gott selber das Licht sein, das uns leuchtet und wärmt. Das ist gemeint, wenn es heißt, dass der Menschensohn kommen wird mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und wie das Sonnenlicht die Pflanze dazu bringt, sich aufzurichten und dem Licht entgegenzuwachsen, so wird der in Gottes Licht erscheinende Men-schensohn uns aufrichten: äußerlich und innerlich aufrichten. Er wird aus dem krummen Holz, das wir nach dem Urteil des unbestechlichen Immanuel Kant alle sind, endlich, endlich aufrechte Menschen machen.“

Predigt über Lukas 21,25-30 Von Eberhard Jüngel Liebe Gemeinde! Ziel oder Ende – das ist hier die Frage: Lang er­sehntes … Mehr