Samuel Butler, Über den Tod (Kapitel 13 aus dem Roman Erewhon, 1872): „Die Gewissheit, sagen sie, dass wir eines Tages sterben werden, macht uns nicht sehr unglücklich; niemand bildet sich ein, dass er dem Tod entgeht, und so wird auch niemand enttäuscht. Es macht uns auch nicht viel aus, wenn wir wissen, dass wir nicht mehr lange zu leben haben; das einzige, was uns ernstlich zu schaffen machen würde, wäre, genau zu wissen – oder, besser gesagt, zu glauben, wir wüssten es –, in welchem Augenblick es uns dereinst trifft.“

In seinem satirischen Roman »Erewhon« – Anagramm des englischen Wortes nowhere (nirgendwo) -, dessen Handlung in einem gleichnamigen fiktiven Land … Mehr

Paul Ludwig Landsberg über den Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens (Die Erfahrung des Todes, 1935): „So enden wir alle hienieden mit dem Tode. Jeder Kampf gegen ihn ist im voraus verloren. Der Glanz eines solchen Kampfes kann nie in seinem Ausgang liegen, sondern nur in der Würde der Handlung selbst. Das Definitive ist das Unvermeidliche.“

Vom Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens Von Paul Ludwig Landsberg Von Mai 1934 bis Juli 1936 unterrichtete Paul Ludwig Landsberg … Mehr

Eberhard Jüngel, Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen: „Eine Hoffnung kennt die Bibel, eine einzige. Gewachsen ist der tödlichen Beziehungslosigkeit nach biblischem Urteil nur die schöpferische Liebe, die selbst da, wo die irdischen Lebensverhältnisse zerbrechen, der Ödnis des Todes neues Leben abringt.“

Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen Von Eberhard Jüngel Von zweierlei Kreativität – Theologische Bemerkungen zum Aphrodite-Projekt und … Mehr

Jürgen Roloff über den Tod im Neuen Testament: „Theologisch qualifiziert ist Tod im Sinne der Tren­nung des Menschen von Gott, des Ausschlusses aus der Sphäre heilvoller Gemeinschaft mit ihm, zu ver­stehen. Gott ist selbst das Leben und darum Gott der Lebenden, nicht der Toten (Mk 12,27); ihm dank Jesus Christus angehören heißt, das Leben haben.“

Über den Tod im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1. Als Tod wird zunächst, gemäß der allgemei­nen, theologisch nicht qualifizierten … Mehr

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers „Der du die Zeit in Händen hast“: „Da lässt sich im Bild der alten Sanduhr auf die Lochblende verweisen, die die beiden Glas­kolben miteinander verbindet und durch die der Sand rinnt: Durch Jesus Christus entrinnt mir nicht mein Leben mit der Zeit; es wird vielmehr in Gottes Ewigkeit gefasst.“

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers „Der du die Zeit in Händen hast“ Was wäre wenn … Mehr

Jörg Zink, Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort: „In früheren Zeiten bat man Gott um Bewahrung vor dem ‚jähen Tod‘, der eine bewusste Erfahrung des Sterbens verhindert wie auch die notwendige Reflexion darüber, was denn am Ende herausgekommen sei, was man noch in Ordnung bringen könne und womit man beste­hen könne vor sich selbst und der letzten Instanz. Heute bittet man allenfalls um einen schnellen, schmerzlosen Tod, einen Tod, der nicht ins Bewusstsein tritt; man regrediert in den Wunsch nach bloßem Einschlafen. Die ernsthaftere Huma­nität lag bei unseren Voreltern, die den Abschied wünschten, die Einsicht, das Schuld­bekenntnis und den Segen. Ich persön­lich möchte es mir in aller Form verbeten haben, dass mich je ein Arzt um den bewussten Abschied bringen sollte.“

Der Tod und seine Rückseite. Ein Geleitwort Mit dem Thema „Tod“, das lange Zeit aus dem öffentlichen Ge­spräch ausgeklammert war, … Mehr

Hans Joachim Iwand im Brief an Karl Barth über den Tod seiner Frau Ilse (1951): „Als Ilse starb, saßen Anemone, meine älteste Tochter und ich am Tisch, der Atem wurde leicht wie Flocken, die zergehen, dann ging Ilse still und sanft hin­aus und was eben noch letzte Ahnung ihrer Erscheinung unter uns war, lag da, wie ein Gewand, das sie abgeworfen hatte. Wir lasen noch 1. Korinther 15 an ihrem Bett und gingen dann heim, der letzte, schwerste Dienst in diesem schön­sten Abschnitt meines Lebens war getan. Nun ist sie eingestiegen – und ich bin am Ufer zurückgeblieben, wie ein armer Bettler, der nicht mitgenommen wurde auf die große Fahrt.“

Brief an Karl Barth nach dem Tod seiner Frau Ilse Als seine Frau Ilse (geb. Ehrhardt, 1901-1950) kurz vor Weihnachten … Mehr