Heinrich Alt über die Kanzel- bzw. Predigtuhr (1843): „Dann begann nach dem Kanzelvers und der Vorlesung des Textes die eigentliche Predigtabhandlung, die gewöhnlich drei Teile enthielt, von denen der erste mit dem Auslaufen des zweiten Viertelstundenglases zu Ende war; das leerwerdende dritte Viertelstundenglas belehrte dann den Redner, dass es Zeit sei, den dritten Teil zu beginnen, und auch dieser wurde wieder mit der pünktlichsten Genauigkeit so lang gedehnt, dass erst mit dem letzten verrinnenden Körnlein das oft lang ersehnte ‚Amen‘ erfolgte.“

Die Sanduhr Von Heinrich Alt Häufiger noch, als das Kanzelpult, findet man auf den Kanzeln die Sanduhr, nach welcher sich … Mehr

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers ‚Der du die Zeit in Händen hast‘: „Wider die verrinnende Lebenszeit wird Christus als Mitte der Zeit bekannt: ‚Nun von dir selbst in Jesus Christ / die Mitte fest gewiesen ist, / führ uns dem Ziel entgegen.‘ Da lässt sich im Bild der alten Sanduhr auf die Lochblende verweisen, die die beiden Glas­kolben miteinander verbindet und durch die der Sand rinnt: Durch Jesus Christus entrinnt mir nicht mein Leben mit der Zeit; es wird vielmehr in Gottes Ewigkeit gefasst. So heißt es abschließend in der 6. Strophe: ‚Der du allein der Ewge heißt / und Anfang, Ziel und Mitte weißt / im Fluge unsrer Zeiten: / bleib du uns gnädig zugewandt / und führe uns an deiner Hand, / damit wir sicher schreiten.'“

Über die verrinnende Lebenszeit in der Sanduhr und Jochen Kleppers „Der du die Zeit in Händen hast“ Was wäre wenn … Mehr