Einige Leitsätze zur christlichen Beteiligung am politischen Leben (Zum Abschluß einer Vorlesung über „Christliche Ethik des Politischen“) Von Helmut Gollwitzer … Mehr
Schlagwort: Helmut Gollwitzer
Helmut Gollwitzer über Weihnachten 1945-1948 in russischer Kriegsgefangenschaft: „Was aber ist ein Weihnachtsgeschenk? Doch ein Erinnerungszeichen an den schenkenden, lebendigen Gott, der uns aus dem Kerker des Todes errettet. Als wir in der Nacht ganz überraschend und ohne weitere Erklärung aus unserem Keller heraufgeholt wurden, waren wir uns selbst zum Gleichnis der Weihnacht geworden: »Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los.«“
Weihnachten 1945-1948 in russischer Kriegsgefangenschaft Von Helmut Gollwitzer 24.12.1945 Wenn die dünne Abendsuppe ausgelöffelt war, saßen sie noch eine Zeitlang … Mehr
Helmut Gollwitzer, Miteinander und füreinander leben. Predigt über das Vierte Gebot: „Ehren heißt: dem Schwächeren seine Würde lassen, oft auch: dem in Unehre Gefallenen seine Würde wiedergeben, ohne die er nicht Mensch sein kann. Wer ehrt, der nützt nicht die eigene Stärke zur Entwürdigung und zur Erniedrigung des Schwächeren aus. Altern ist mit vielen Entwürdigungen verbunden, mit vielen entwürdigenden Diensten, deren ein alter Mensch bedarf, je schwächer er wird. In der Behandlung bei Alten, besonders auch in der Pflege der Alten, wenn sie senil geworden sind, nicht der Versuchung zur Entwürdigung nachzugeben, sondern ihnen bis zu ihrem letzten Atemzug die Würde geben, auf die jeder Mensch Anspruch hat, er sei, wer er sei, und was er auch getan habe, das heißt ehren. Indem wir die Alten ehren lernen, lernen wir, alle die Schwächeren um uns zu ehren, die Kranken, die Schwachsinnigen – und auch die Kinder!“
Miteinander und füreinander leben. Predigt über das 4. Gebot Von Helmut Gollwitzer „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine … Mehr
Helmut Gollwitzer in seinem Geleitwort zu Hans Joachim Iwands Predigtmeditationen: „Ich habe selten einen Menschen getroffen, der so frei von Eitelkeit und Neigung zu Intrige war, überhaupt von Ichbezogenheit, frei zu Sachlichkeit und unbekümmerter Ehrlichkeit“
Über Hans Joachim Iwand. Geleitwort zu seinen Predigtmeditationen Von Helmut Gollwitzer Wo konnte ein Mann, der über das Geschehen und … Mehr
Helmut Gollwitzers Predigt über Lukas 9,57-62 von 1939: „Wo ein Mensch pflügt, da muß er voraus aufs Ziel sehen, auf das Ende des Ackers, und wenn er sich umwendet und zurückwinkt und an einen denkt, der hinter ihm am Ende des Ackers steht, dann wird die Furche krumm, und der Pflug gräbt nicht tief genug. Ihr, sagt Jesus, seid Pflüger im Reich Gottes, Eure Furche muss gerade und tief werden, die ihr aufpflügt in dem Volk, das euch hört. Darum, eben darum darf kein Mensch, dem die Verkündigung Christi aufgetragen ist, darf also kein Christ nach links oder nach rechts sehen oder sich umwenden. Darum ist das Volk, das wir pflügen sollen, nicht Maßstab. Grenze und Ziel, sondern Raum, darin die große Ackerarbeit des Evangeliums geschieht. Einfältige Herzen braucht es, deren Augen einfältig auf das Ziel gerichtet sind.“
Nachdem Martin Niemöller am 1. Juli 1937 verhaftet worden war, übernahm Helmut Gollwitzer dessen Predigtdienst in Berlin-Dahlem. Von ihm stammt … Mehr
Helmut Gollwitzer, Friedenspredigt zu Weihnachten 1939 über Epheser 2,17-18: „Jesus ist die Verkündigung an uns, an dich und mich, Gott habe sich nicht abgefunden mit diesem Kriegszustand, er sei nicht Partei geblieben, die gegen uns geht, Gott habe sich aufgemacht und seine rechte Hand eingesetzt, die alles ändern kann. Der Frieden sei nicht an unserer Welt vorübergegangen und in Regionen geblieben, die näher sind am Leben Gottes und die nicht in einem Kriege mit ihm leben, er sei hereingekommen in unsere Welt. Wer von euch mit seinen neugekauften Geschenken vorübergeht, etwa am Alexanderplatz oder am Gefängnis in Moabit, der geht mit seiner ganzen Freude vorüber, aber er kann zu den Menschen, die da freudlos und wartend und unglücklich darin sitzen, nichts hineinbringen vom Frieden. Der Friede Gottes geht am Gefängnis dieser Welt nicht vorüber, er begibt sich hinein.“
Nachdem Martin Niemöller im Juli 1937 inhaftiert worden war, übernahm Helmut Gollwitzer Prediger- und Pfarrdienste in dessen Gemeinde in Berlin-Dahlem. … Mehr
„Können wir denn überhaupt anders als diese entsetzliche Schuld unseres Volkes gemeinsam vor Gott tragen und gemeinsam bekennen?“ Elisabeth Schmitz im Brief an Helmut Gollwitzer 1938
Als Helmut Gollwitzer nach den Novemberpogromen am Buß- und Bettag, 16. November 1938 in Berlin-Dahlem die Geschehnisse indirekt in seine … Mehr
Helmut Gollwitzer über Hans Joachim Iwand: „Die Verkündigung und die Kirche gehören also in das eschatologische Geschehen hinein; aber sie können sich nicht selbst hineinstellen. Der gleiche Theologe, der der Predigt Außerordentliches zutraut, dem Predigen inmitten eines zusammengebrochenen, dem äußeren und dem inneren Nihil ausgesetzten Volkes das sinnvollste und unerläßlichste Tun ist, und der einen großen Teil seiner letzten Kraft an die Erneuerung der Predigt wendet, ist jedem Besitzbewußtsein der Kirche, jeder sich selbst aufblähenden Amtstheologie, jeder hierarchischen Verfestigung bitter feind. Von daher wird er schärfster Kritiker einer glaubenslos sich in der Welt einrichtenden und den Schutz weltlicher Macht sich erkaufenden Kirche.“
Eine anspruchsvolles und sympathisches theologisches Porträt von Hans Joachim Iwand hatte Helmut Gollwitzer 1966 verfasst: Hans Joachim Iwand Von Helmut … Mehr
Helmut Gollwitzers Bußtagspredigt nach den Novemberpogromen 1938 über Lukas 3,3-14: „Wer soll denn heute noch Buße predigen? Ist uns nicht allen der Mund gestopft an diesem Tage?“
Nach den Novemberpogromen 1938 hatte Helmut Gollwitzer an Buß- und Bettag, 16. November in Berlin-Dahlem die Geschehnisse indirekt in seine … Mehr