Martin Niemöller, Der Nächste in seiner Bedeutung für das menschliche Zusammenleben: „Wir haben nicht eigenmächtig darüber zu befinden, wer unser Nächster sein soll und wer nicht; wir bestimmen nicht darüber, wie weit wir etwa unsere Solidarität, unser menschliches Zusammenleben erstrecken wollen und wo wir ihm Grenzen setzen. Das ist ja die Gefahr, die ein wirklich menschliches Zusammenleben immer wieder in Frage stellt. Und die Versuchung zu solchem Rückfall ist bedrohlich groß; denn es ist die Versuchung zur Rückkehr unter das Gesetz der Selbsterhaltung und damit zum Unglauben, das heißt zu jenem Zustand, wo jeder wieder sich selbst der «Nächste» sein zu müssen glaubt.“

Der Nächste in seiner Bedeutung für das menschliche Zusammenleben Von Martin Niemöller «Zusammenleben» ist die vorgegebene Form menschlicher Existenz über­haupt;…

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – neu weben statt alt nähen: „Zukunftsträchtig hingegen ist, wenn zwischen den beiden ein Webrahmen mit vorgespannten Kettenfäden aufgestellt wird, das heißt festgelegte Möglichkeiten der Wiederbegegnung vorgegeben werden. Und wenn dann beide als Kontrahenten nacheinander ihren eigenen Faden durch die Kette wieder und wieder durchschießen – sprich die Wiederbegegnungen wiederholbar bestehen, entsteht Faden um Faden ein neues, gemeinsames Gewand.“

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – neu weben statt alt nähen „Das Tischtuch ist zerschnitten“ heißt es, wenn zwei Menschen nach…

„Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände. Ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.“ (Jesaja 49,16; 46,4): „Die Lebenslinien in unseren Handflä­chen können wir uns nicht zu unserem eigenen Heil zurechtdeuten. Aber wir vertrauen darauf, dass sie mit der Kreuz­schrift Jesu Christi in Gottes Hand auf seine Ewigkeit hin fortgeschrieben werden.“

„Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“ Der Blick auf die Handflächen findet sie – die eigenen Lebenslinien. Vom Handballen…

Wie man als Leitung einer Organisation bzw. Einrichtung in der Öffentlichkeit einen skandalträchtigen Vorfall eingesteht: „Etwas unter der internen Decke halten zu wollen, was das Vertrauensverhältnis zu Außenste­hen­den berührt, ist ein riskantes Unterfangen. Es mag gut gehen – oder aber nicht: Sollte die Organisation von außen mit einem verschwiegenen Vorfall konfron­tiert werden, richten sich Vorwürfe gezielt an die verantwortliche Leitung. Ein „Unter-der-Decke-Halten“ wird als vorsätzliches Fehlverhalten angeprangert; man fühlt sich hinters Licht geführt.“

Wie man als Leitung einer Organisation in der Öffentlichkeit einen skandalträchtigen Vorfall eingesteht Wenn es in einem Unternehmen oder einer…

Von Pfarrern und „ihrer“ Gemeinde: „Spreche ich als Pfarrer possessiv von ‚meiner‘ Gemeinde, über die ich das Sagen habe, eigne ich mir das unter Jesus Christus gemeinsam Geteilte eigenmächtig an. Mit gutem Grund ist in der ursprünglichen Luther-Bibel von der ‚Gemeine‘ und nicht von einer untergliedrigen Organisationseinheit ‚Kirchengemeinde‘ die Rede. Mit der ‚Gemeine‘ ist – im Sinne Martin Luthers – eben das Gemeinsame bzw. Gemeinschaftliche, an dem alle Mitglieder qua Priester­tum aller Gläubigen partizipieren, hervorgehoben. Egal ob als Pfarrerin oder als ‚Laie‘ Christinnen und Christen sind zuallererst Mitglieder der örtlichen ‚Gemeine‘ Jesu Christi.“

Von Pfarrern und „ihrer“ Gemeinde „Meine Gemeinde“ heißt es aus dem Mund von Christinnen und Christen. Damit wird die eigene…