Über die Toleranz Tolerant hat man zu sein und versteht dabei, dass man Meinungen, Überzeugungen und Praktiken anderer Menschen gelten…
In Gottes Händen. Ein Gebet von Joseph Wittig: „Und ist mein ganzer Glaube aus / und kann ich keinen Sprung mehr wagen, / so strecken sich zwei Hände aus, / die in ein fernes Vaterhaus / mich Ohnmächtigen weitertragen.“
In Gottes Händen Und ist mein ganzer Glaube aus und kann ich keinen Sprung mehr wagen, so strecken sich zwei…
Erik Peterson, Die Kirche (1929): „Wahre Kirche ist nur da, wo beides sich findet: die Legitimität, in Rechtsnachfolge »der Zwölfe«, die sich unmittelbar vom Herrn herleitet, und ein Glaube, der, wie bei »den zwölf Aposteln«, genötigt ist, auf Grund des Heiligen Geistes selbständige Entscheidungen zu treffen. Keines dieser beiden Merkmale darf fehlen, weder die rechtliche Legitimität noch die pneumatische Freiheit. Erst die Verbindung dieser beiden Kennzeichen macht nämlich die Kirche zur apostolischen Kirche und somit zur Kirche überhaupt. Ich bin daher der Meinung, dass eine Kirche ohne apostolisches Kirchenrecht und ohne die Fähigkeit, dogmatische Entscheidungen zu fällen, überhaupt als Kirche nicht angesprochen werden kann.“
Die Kirche Von Erik Peterson Bevor Erik Peterson im Dezember 1930 im Petersdom in die römisch-katholische Kirche in Rom aufgenommen…
Erik Peterson, Theologie des Kleides: „Das Kleid, das der gefallene Mensch trägt, ist ein «Standeskleid». Es ist ein Kleid aus den Blättern jenes Feigenbaumes, zu dem der Sohn Gottes ging, als ihn hungerte.“
Auf solch ein Thema muss man erst kommen – Theologie des Kleides. Erik Peterson hatte 1934, also nach seiner Konversion…
Dietrich Bonhoeffers Predigt zu Matthäus 16,13-18 im Juli 1933: „Hart am Abgrund des Todestales ist die Kirche gegründet, die Kirche, die sich zu Christus als ihrem Leben bekennt.“
Am 23. Juli 1933, dem Wahltag der vom NS-Staat überraschend ausgeschriebenen Kirchenwahlen, predigte der 27jährige Dietrich Bonhoeffer in Berlin über…
Abendgebet von Joseph Wittig: „Von Dir, mit Dir und in Dir bin / ich Tag und Nacht Dein Bild. / Nun geb ich mich dem Schlafe hin, / in deine Falten eingehüllt.“
Abendgebet O heilige Dreifaltigkeit mein Ewig und mein Nu, als Tag bist du mir Tätigkeit, als Nacht bist du mir…
Søren Kierkegaard, Das Erbauliche des Gedankens, dass wir vor Gott immer unrecht haben (Entweder-Oder): „Du liebtest Gott, und darum konnte deine Seele Ruhe und Freude nur in dem Gedanken finden, daß du immer unrecht haben müssest. Zu diesem Gedanken wardst du nicht gezwungen; denn wenn du in dem Reich der Liebe lebst, lebst du auch im Reich der Freiheit.“
Interessant ist, wie Søren Kierkegaard in Entweder-Oder im Hinblick auf eine Rechtfertigungslehre höherer Ordnung das Selbstverständnis als Sünder vor Gott…
Abraham Joshua Heschel, God in Search of Man: „The Bible is the perpetual motion of the spirit, an ocean of meaning, its waves beating against man’s abrupt and steep shortcomings, its echo reaching into the blind alleys of his wrestling with despair“
In his Book God in Search of Man. A Philosophy of Judaism (1955), Abraham Joshua Heschel (1907-1972) lauds the Bible…
Claus Westermanns Predigtmeditation über Hiob 14,1-6: „Dann kann man die Verse 1-6 in die Predigt aufnehmen als das, was sie sind: Worte eines Angefochtenen, der von der in sein Dasein hineinragenden Macht des Todes schwer getroffen und schwer angeschlagen ist. Man kann dann an diesen Worten Menschen unserer Zeit und unserer Welt deutlich machen, dass ein neutrales, vom Zuschauersitz aus gesprochenes Wort über die Vergänglichkeit des Menschen sehr erbaulich sein kann, aber angesichts der wirklichen Macht des Todes, wie sie hier in Hiobs Leben hineinwirkt, wertlos ist. Man kann zeigen, wie das hier vom Tod Gesagte wirklich ernst ist, und deshalb auch gefährlich und durchaus anfechtbar und rebellisch.“
Am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr ist nunmehr Hiob 14,1-6.13.15-17 die alttestamentliche Lesung. Claus Westermann hatte seinerzeit dazu eine Predigtmeditation geschrieben,…