An Sonntag Quasimodogeniti ist in der Predigtreihe V 1. Mose 32,23-32 als Predigttext vorgesehen. Dazu eine Predigtmeditation von Walther Zimmerli:…
Franz Overbeck über die Theologen: „Dass die Theologen die Dümmlinge der menschlichen Gesellschaft sind, ist in dieser öffentliches Geheimnis“
In seinem aus dem Nachlass veröffentlichten Kirchenlexicon findet sich von Franz Overbeck folgender Eintrag: Theologen (Dummheit) Einen Schriftgelehrten von so…
Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive: „Erhebt solchermaßen ein Höherrangiger das Angesicht des Niederrangigen, begegnen sie sich auf Augenhöhe. Der Höherrangige selbst wird damit beobachtbar. Sein eigenes Ansehen hängt fortan davon ab, was ihm die Angesichtserhobenen zuerkennen werden. In der Öffentlichkeit seines Ansehens lässt sich das eigene Handeln nicht länger verbergen.“
Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive In der theologischen Ethik wird „Ansehen“ nicht eigens als Terminus bedacht. Dabei kommt…
Franz Overbeck über Theologen: „Die Theologen sind überh. bedauernswerthe gedrückte Wesen in der Welt, in ihrem grossen Leben, Bildgsphilister, soweit sie seine Bildung mitmachen, höchst subalterne Wesen im Organism. der menschl. bürgerlichen Gesellschaft überh.“
In seinem aus dem Nachlass veröffentlichten Kirchenlexicon findet sich von Franz Overbeck folgender Eintrag, datiert vom 20. Dezember 1902: Theologen…
Predigt über Micha 7,18-20: „Das Beste, was mir passieren kann, ist dieser Gnadenblick in Jesus Christus, der mein ganzes Leben einnimmt. Im Anblick seines Sohnes ist Gott nicht länger auf sein eigenes Ansehen bedacht. Gott sieht mich vielmehr in der Unansehnlichkeit seines Sohnes am Kreuz. Jesu unansehnliches Ansehen vor seinem Vater lässt mich als Sünder vor Gott bestehen. In diesem Aufsehen kann ich – durchaus selbstbewusst – vor anderen Menschen bestehen, egal wie sie mich ansehen. Er lässt mich schuldbewusst und zugleich unverschämt zu Gott aufsehen.“
Predigt über Micha 7,18-20 „Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld…
Wenn Moral und Natur nichts miteinander zu tun haben. Vom Unterschied zwischen westlicher und nicht-westlicher Wirklichkeitswahrnehmung (Flaw of the Excluded Middle)
Wenn Moral und Natur nichts miteinander zu tun haben. Vom Unterschied zwischen westlicher und nicht-westlicher Wirklichkeitswahrnehmung In unserer westlichen, nachaufklärerischen…
Jizchak Katzenelsons „Dos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk“ von 1943/44 in der Nachdichtung von Wolf Biermann: „Zähl die Millionen Schädel, Finger zeigen auf mich. Gott, mir grinst Der Tod. Gesichter, Lippen, im Gebet erstarrt, im Schrei. Walpurgisnacht“
Wohl eines der beeindruckensten Lebenszeugnisse über die Massenvernichtung von Juden durch das deutsche NS-Regime ist das Jizchak Katzenelsons „Dos lied…
Ernst Fuchs, Neues Testament und Wort Gottes (1972): „Gott in seiner Gnade ist die Alternative zum Selbst des Menschen. Gott ist Gott in der Wahrheit des Evangeliums, Gott ist Gott im Bezug zum sich selbst sowohl negativ als auch positiv entzogenen Menschen. Gott in seinem Wort, in Christus, das ist nun der Friede in allem Streit der Existenz (Phil 3,7). Eben dieser Friede war und ist paulinisch gesehen die Übersetzung der Christologie in die Anthropologie, die neue Zwischenbestimmung menschlicher Existenz.“
Wie hatte Ingolf Dalferth über Ernst Fuchs geschrieben: „Fuchs’ Texte muss man schwäbisch lesen, sonst erschließen sie sich kaum. […]…
Upton Sinclair über das Töten von Schweinen im Schlachthaus (Der Dschungel, 1906): „Sollte es wirklich nirgendwo auf der Erde oder über der Erde einen Himmel für Schweine geben, wo sie für all ihre Leiden entschädigt werden? Jedes dieser Schweine stellte doch ein Geschöpf für sich dar; manche waren rosa, andere schwarz oder braun, wieder andere gefleckt; manche waren alt, manche jung, manche waren rank und schlank, manche dick und fett. Und jedes hatte seine Individualität, seinen eigenen Willen, seine Wünsche und Hoffnungen; jedes besaß Selbstgefühl und Würde. Vertrauensvoll und stark im Glauben war es seinen Geschäften nachgegangen, während die ganze Zeit ein schwarzer Schatten über ihm schwebte und ein schreckliches Verhängnis seiner harrte. Und jetzt schlug dieses Schicksal plötzlich zu, kam wie ein Raubvogel herabgestürzt und packte es am Bein.“
Über die Zustände der Chigagoer Schlachthöfe zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Upton Sinclair 1905/06 seinen Roman Der Dschungel (The…