Über das Predigtamt/Der rechte Prediger Von Martin Luther Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und…
Hans G. Ulrich über das Eigentum: „Eigentum begründet sich nicht nach Maßgabe dessen, was Menschen sich anzueignen vermögen, sondern was ihnen gemeinsam als Lebensgrundlage zukommt“
Was Hans G. Ulrich 1986 in seinem Artikel „Eigentum“ für die dritte Auflage des Evangelischen Kirchenlexikons (EKL3) geschrieben hat, ist…
Vom Segen des Segens: „Unter der Bedingung des Glaubens versagt sich der Segen einer eigenmächtigen Wortmagie. Nur im Glauben an den dreieinigen Gott kann der zugesagte Segen wirklich wahr werden. Das Ja-Wort des Segens – wie es im Kreuzzeichen (signa crucis) sinnfällig wird – ist Jesus Christus, ist er doch „das Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2Korinther 1,20). Im Zeichen des Kreuzes hat diese Ja-Wort auch dort Bestand, wo eigene Lebenserfahrung durch Leid, Schmerz oder Verlust sich nicht im Segen wiederfinden kann.“
Vom Segen des Segens Die evangelische Liturgie zeigt sich in ihrer formulierten Sprache im Vergleich zur katholischen Messe eher wortkarg…
Friederike Popp über die Angebote einer Spiritualität für Menschen von heute: „In der Einfachheit und Unvollkommenheit sind Lernende und Lehrende, Fragende und Begleiter unterwegs unter dem weiten Zelt Gottes. Als herausfordernde Anfrage an glaubwürdiges geistliches Leben in der heutigen mobilen Welt ist auch heute die Antwort: Wir bleiben.“
In ihrer Zeit als Priorin der Communität Casteller Ring (2008-2014) hatte Friederike Popp (1961-2020) einen Text geschrieben, der das, was…
Zum Gedenken an Friederike Popp (1961-2020): „Statt vieler guter Wünsche, verdichtet der Segen das, was wir brauchen, wenn wir Abschied nehmen und uns und andere der Zukunft in Gott anvertrauen“
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der…
Karl Barth, Die Theologie und die Mission in der Gegenwart (1932): „Mission könnte bekanntlich auch ein Instrument religiöser oder zivilisatorischer Propaganda oder gar wirtschaftlich-politischer Machtwünsche sein und Theologie eine Spielart, vielleicht sogar eine besonders gefährliche Spielart eigenmächtiger Spekulation und intellektueller Selbstsicherung und Selbstüberhebung. Welche Mission und welche Theologie könnten sich rühmen, mit ihrem Tun nicht in diesem Zwielicht zu stehen? Welche Mission und welche Theologie vermöchte es, sich auch nur den Aspekt zu geben, der sie gegen diesen oder jenen Verdacht solcher Art einigermaßen schützen würde? Wo ihre wahre Intention sichtbar wird, wo sie also als Werke des Glaubens kenntlich werden, da ist es sicher nicht ihr Verdienst, da geschieht es gegen den Schein, den sie sich selbst geben und zu geben vermögen, da hat etwas Anderes als sie selbst, etwas Höheres als ihre menschliche Werkgestalt für sie und durch sie gesprochen. Ihre menschliche Werkgestalt als solche wird gewiss nicht mehr als eben ein Versuch kirchlichen Gehorsams sein und zu sein beanspruchen können.“
Die Theologie und die Mission in der Gegenwart (1932) Von Karl Barth Wenn ich die heute an mich gestellte Anforderung…
Hans Joachim Iwand über das Wort Gottes und die Predigt 1948: „Wo also das Wort Gottes wieder unter uns mächtig sein sollte, würde nicht nur eine Rekonstruktion des Alten erfolgen, sondern da müsste das aus dem Vergangenen ganz und gar nicht ableitbare Neue geschehen. Es müsste geschehen, dass dies Wort als ein versöhnendes Wort mächtig und kräftig wurde mitten in einer hoffnungslosen Entzweiung der Menschen, es müsste geschehen, dass mit diesem Worte eine Macht des Friedens mitten unter uns aufstünde, die alle, welche sich ihr beugen, nun zu rechten Werkzeugen dieses Friedens, zu rechten eirēnopoiētaí machte; es müsste geschehen, dass dies Wort der Vergebung uns frei machte von aller, auch der größten und der geheimsten Schuld, die heute unbeweglich, wie ein Berg, den keine Macht der Welt versetzen kann, jedem Fortschritt in ein besseres Morgen im Wege steht. Es müsste geschehen, dass das Wort vom Kreuz uns unser eigenes Kreuz und Leid, das uns schier unaussagbar dünkt und dazu verführt, nur um uns selbst zu kreisen, tragbar macht in jener Geduld der Heiligen, zu der uns die Schrift ermahnt.“
Vorwort zum zweiten Heft der Predigtmeditationen 1947/48 Von Hans Joachim Iwand Immer bedrängender, immer bewußter wird die Klage um die…
Segen zum Abschied bzw. Verabschiedung (Abschiedssegen): „ER sei dir gnädig und halte dein Leben mit den anderen verbunden. Der HERR hebe sein Angesicht über dich auf ein Wiedersehen in seiner Gegenwart.“
Der folgende Segen sucht in den aaronitischen Segen (4.Mose/Numeri 6,22-24) die Situation des Abschieds bzw. der Verabschiedung einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters…
„Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ – Martin Luthers Auslegung von Galater 2,6: „Von Natur sind wir angelegt auf den Personenkult. Dies Laster ist uns eingepflanzt, dass wir die Personen bewundern und mehr achten als Gottes Wort, während Gott doch will, dass wir hängen und haften allein am Worte selbst. Er will, dass wir den Kern und nicht die Schale erwählen sollen, dass wir uns mehr um den Hausvater, als um das Haus kümmern. Er will nicht, dass wir in Petrus und Paulus das Apostelamt bewundern und verehren, er will, dass wir Christus ehren, der in ihnen redet, und das Wort Gottes selbst, das aus ihrem Munde geht.“
„Denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ (Deus personam hominis non accipit). Auslegung zu Galater 2,6 Von Martin Luther…