Gerhard Schoenauer über Wilhelm Löhe als Seelsorger: „An diesem Vorfall wird deutlich, wie ernst Löhe seine seelsorgerliche Aufgabe nahm und wie wenig er einer kirchenleitenden Behörde das Recht einräumte, geistliche und seelsorgerliche Dinge seiner Ge­meinde zu beurteilen. Seelsorge und Zucht war für ihn Sache der einzel­nen Gemeinde.“

Ein schönes Porträt über Wilhelm Löhe als Seelsorger stammt von Gerhard Schoenauer: Wilhelm Löhe Von Gerhard Schoenauer I. Biographie Wilhelm…

Matthias Laros über Max Josef Metzger (1947): „Kein Priester und keiner seiner Freunde und Bekannten durfte bei der Hinrichtung und Einsargung dabei sein. Er starb völlig allein, auch ohne die Möglichkeit, ähnlich seinem alten Freund Thomas Morus, gerade im Tode ein weithin leuchtendes und wirkendes Fanal seines Glaubens aufzurichten. Auch darauf mußte er verzichten. Gottes Wege sind immer wieder ganz anders, als wir sie uns denken.“

In seiner Einleitung zu Max Josef Metzgers Gefangenschaftsbriefe schrieb Matthias Laros (1882-1965), Freund und Nachfolger Metzgers in der Leitung der…

Friedrich Mildenberger über Karl Steinbauer 1936 in Penzberg: „Weiter verweigerte Steinbauer die zum 1. Mai als nationalem Feiertag des Deutschen Volkes angeordnete Beflaggung der Kir­chengebäude. Schon am Morgen des 1. Mai 1936 wurde er des­wegen von einem Polizeibeamten zur Rede gestellt, der von der Gestapo in München beauftragt worden war, nachzuprüfen, ob Steinbauer der Anordnung zur Beflaggung nachge­kommen war. Obwohl dieser mit seiner sofortigen Verhaftung rechnete, er­folgte zunächst nichts. Steinbauer vermutet, dass er damals durch Drohungen gefügig gemacht werden sollte. In einem am 2. Mai von ihm aufgesetzten polizeilichen Vernehmungsproto­koll begründete er sein Verhalten ausführlich mit seiner seelsorgerlichen Verantwortung unter Berufung auf sei­ne Ordina­tion.“

Damit die Kette des Gehorsams nicht abreißt! Fragen der kirchlichen Rechtsordnung, an einem konkreten Fall erläutert Von Friedrich Mildenberger Am…

Wenn das Fehlen ökonomi­scher Anreize einen „volkskirchlichen“ Protestantismus perspektivlos macht: „Man kann in der Kirche nichts bewirken, was man für sein Leben auf Dauer als vorteilshaft wertzuschätzen vermag. Kirche gibt einem nichts.“

Wenn das Fehlen ökonomi­scher Anreize einen „volkskirchlichen“ Protestantismus perspektivlos macht Ruinös – anders lässt sich religionsökonomisch die evangelische Rechtfertigungslehre nicht…

Max Josef Metzger 1919 auf dem »Achten Deutschen Pazifistenkongress« in Berlin: „Die Friedensbewegung muß das System der internationalen Diplomatie, den Machiavellismus überwinden, als ethischen Grundsatz aufstellen, dass das gleiche Sittengesetz gilt für die Beziehungen der Völker wie der einzelnen Menschen, dass Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit auch im Verhältnis der Völker zueinander sittliche Pflicht ist.“

Vom 13. bis 15. Juni 1919 fand der »Achte Deutsche Pazifistenkongress« in Berlin im Preußischen Herrenhause statt. Max Josef Metzger…