Gustav Radbruch, Gerechtigkeit und Gnade von 1949: „Nur ein Altarbild, das 1506 im Braunschweiger Dom aufgestellt wurde, zeigt einzigartig unter dem Altan, auf dem Christus dem Volke zur Begnadigung dargestellt wird, drei Gestalten im Halseisen, die bei­den Schächer, welchen die Legende die Namen Dismas und Gismas ge­geben hat, und neben ihnen Barabbas. Ihm werden die Fesseln gelöst, und er nimmt die Befreiung entgegen“

Gerechtigkeit und Gnade (1949) Von Gustav Radbruch Während der Katholizismus eine großartige christlich fundierte Lehre von Recht und Gerech­tigkeit entwickelt … Mehr

Karl Barth im Gespräch über Mozart und Gnade (1968): „Und ’s letscht Wort, wo-n-ich au als Theolog und letschtlig als Politiker z’sage ha, isch nit eso-n-e Begriff wie «Gnad», sondere isch e Name: Jesus Christus. Är isch d’Gnad, nit wohr? Und är isch ’s Letschte, jänsyts vo Wält und Kirche und au vo Theologie. Mer könne-n-en nit yfange, aber hend’s mit ihm z’tue. Und was ich mi bemüeht ha i mym lange Läbe, isch in zuenähmendem Maass das gsi: dä Name uuse-z’hebe und z’sage: dört! «Es isch in keinem Namen Heil als in däm Name» [Act. 4, 12]. Und dört isch denn au d’Gnad und dört isch denn au dr Aatriib zur Arbet, au dr Aatriib zum Kampf, au dr Aatriib zur Gmainschaft, au dr Aatriib zum Mitmensch, — alles, was ich in Schwachheit und in Torheit probiiert ha i mym Läbe, aber dört isch’s.“

Das letzte Radio-Interview mit Karl Barth hatte Roswitha Schmalenbach am 10. November 1968 im Schweizer Radio im Rahmen der Sendereihe … Mehr