Gerhard von Rad, Die Konfessionen Jeremias (1936): „So wird nun — das ist bei Jeremia ein Neues — der Prophet nicht nur kraft seines Charismas, sondern in seiner Menschlichkeit ein Zeuge Gottes; aber nicht als der über die Sünde der Menschen triumphierende, nicht als der überwindende, sondern als der unter den Menschen zerbrechende Bote Gottes.“

Eine glänzende Auslegung zu den Konfessionen Jeremias stammt von Gerhard von Rad, die dieser 1936 in der Zeitschrift „Evangelische Theologie“…

Oswald Bayer über Johann Georg Hamann (1730-1788): „Das Medium, innerhalb dessen Hamann seinen Lebenslauf einschließlich der entscheidenden Wende nicht nur erzählt, in dem vielmehr diese Geschichte, verdichtet in jene Wende, ge­schah und überhaupt erst hat geschehen können, ist die Sprache der Bibel. Es sind die in ihr erzählten Geschichten, in die sich Gott selbst hineinbegeben hat.“

Johann Georg Hamann Von Oswald Bayer »… leider hängt unser Urtheil von einem Augenblick, von einem mehrentheils willkürlichen Gesichtspunkt ab,…

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16 (Kain und Abel) von 1954: „Wenn wir vor der Geschichte von Kain und Abel stehen, dann sollten wir eins wissen: nach der Absicht des Verfassers stehen wir an der Quelle, von welcher der unheimliche Blutstrom durch die Jahrhunderte hindurch fließt, der immer aufs neue durch Brudermord, Krieg, Revolution und todbringenden Haß gespeist wird, jener Strom, an dessen Ufern sich die stolzen Weltreiche erheben.“

Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16 (13. Sonntag nach Trinitatis) Von Hans Joachim Iwand Sed illud Dei praeceptum Cain sicut praevicator accepit.…

Arnold Angenendt, Das Opfer und seine Wandlungen: „Im Frühmittelalter kommt ein ‚sacrum commercium‘ auf: In jeder Messe mußte geopfert werden. Ja, um möglichst viele Meßfeiern zu erlangen, wurden dauerhafte Stiftungen gemacht. Dadurch kam ein Austausch von (Land-)Besitz für geistliche Sühneleistungen in Gang, die den Sündern auf Erden wie noch im jenseitigen Läuterungsort, im Purgatorium, zugute kommen sollten. Dieser Austausch setzte größte Besitzverschiebungen in Gang: für Abgabe von Besitz und speziell auch von Land die Befreiung von Sünde und die Errettung vom Ewigen Leben.“

Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
https://jochenteuffel.com/wp-content/uploads/2021/08/486.jpg Arnold Angenendt, emeritierter Professor für Kirchengeschichte, leistet theologische Aufklärung im besten Sinne, beispielsweise über die…