Ein Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff. Hendrik Kurt Carlsen und der Untergang der ‚Flying Enterprise‘ 1952: „Carlsen verweigert sich jedoch einer weiteren Glorifizierung. In einem Interview sagt er: ‚Ich hatte einen Vertrag unterschrieben. Es war meine Pflicht, mein Schiff um die Welt zu führen. Es wäre moralisch falsch gewesen, von Bord zu gehen. Ich möchte nicht, dass der ehrliche Versuch eines Seemanns, sein Schiff zu retten, zu kommerziellen Zwecken benutzt wird.‘ Folgerichtig lehnt er ein 250.000 $-Angebot für eine Exklusivgeschichte im British Daily Express wie auch eine Hollywood-Verfilmung seiner Lebensgeschichte für 500.000 $ ab. Stattdessen fährt er als Kapitän auf dem Nachfolgeschiff Flying Enterprise II weiterhin zur See.“

Ein Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff. Hendrik Kurt Carlsen und der Untergang der Flying Enterprise 1952 Der Kapitän…

Martin Luther über den Beruf des Christen. Aus der Auslegung von Johannes 21,19b-24 (1521): „Daher kommt’s, dass eine fromme Magd, wenn sie nach ihrem Befehl hingeht und nach ihrem Amt den Hof kehrt oder Mist hinaus bringt, oder ein Knecht, der in gleicher Mei­nung pflügt und fährt, auf der richtigen Straße stracks auf den Himmel zugehen, während ein anderer, der nach Santiago wallfahrtet oder zur Kirche geht, aber sein Amt und Werk liegen lässt, stracks zur Hölle geht.“

Über den Beruf des Christen. Aus der Auslegung von Johannes 21,19b-24 (1521)[1] Von Martin Luther 1. [306,17-307,12] Ohne Rücksicht auf…

Karl Rahner, Dimensionen des Martyriums. Plädoyer für die Erweiterung eines klassischen Begriffs (1983): „Wir dürfen uns das passive Erdulden des To­des nicht einfach nur in der Weise vorstellen, wie wir uns die altchristlichen Märtyrer vor einem Richterstuhl und ihre gerichtliche Verurteilung zum Tod anschaulich zu machen pflegen. Das passive, aber in willentlicher Entscheidung an­ge­nommene Erdulden des Todes kann in ganz anderen Weisen geschehen. Die modernen «Christenverfolger» werden den Christen von heute gar keine Gelegenheit geben, ihren Glau­ben im alten Stil der ersten christlichen Jahrhun­derte zu bekennen und einen Tod durch Ge­richtsbeschluß anzunehmen. Aber ihr Tod kann dennoch in diesen anonymeren Formen heutiger Christenverfolgung ebenso wie bei den Märty­rern alten Stiles vorausgesehen und angenommen werden.“

Dimensionen des Martyriums. Plädoyer für die Erweiterung eines klassischen Begriffs Von Karl Rahner Hier soll der Versuch unternommen werden, für…

Gustav W. Heinemanns lamettafreie Weihnachtsansprache 1971: „Wir alle wissen es: auch an dieser Weihnacht als dem Fest des Friedens zwischen Gott und den Menschen wird Krieg geführt und Gewalt geübt. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat; Kinder rufen nach einem Stück Brot. Menschenrechte werden missachtet. Es steht nicht in unserer Macht, die Kriege draußen in der Welt zu beenden. Um so mehr bleiben wir gerufen, uns in unse­rem Lebensbereich um den Abbau von Konflikten und die Be­wahrung des Friedens zu bemühen.“

Bürgermut Von Gustav W. Heinemann Liebe Mitbürger! Wir alle wissen es: auch an dieser Weihnacht als dem Fest des Friedens…

Walter Lüthis Predigt über Lukas 2,11: «Euch ist heute der Hei­land geboren», der Heiland meint nicht allein den einzelnen, sondern immer auch die Gemeinschaft. Dieses weihnachtliche «Euch» ist als Tisch in unsere Mitte gestellt. Wenn jetzt auch in der evangelischen Christenheit wieder Christnachtfeiern aufkommen, dann sollte deren Mitte nicht ein Krippenspiel sein, sondern das Abendmahl: «für euch gebrochen, für euch vergossen», für euch! «Euch ist heute der Heiland geboren.»

Christ, der Retter, ist da. Predigt über Lukas 2,11 Von Walter Lüthi Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher…