Eberhard Jüngel, Predigt über Jesaja 49,13-15: „Ja, selbst vor dem wüsten Ödland des Todes schreckt sein Weg nicht zurück. Sage also niemand: der Mensch müsse einsam sterben, im Tode werde er ganz auf sich allein zurückgeworfen. Nein, Gott ist uns auch im letzten, im tödlichen Augenblick mütterlich nah. Und er wird im Augenblick des Todes nichts anderes sagen als mitten im Leben. Gott spricht zu den Sterbenden wie zu den Lebenden in der Sprache der ihre Kinder tröstenden Mutter. Die aber – jeder von uns hat das erfahren – öffnet die Arme und sagt: Komm!“

Predigt über Jesaja 49,13-15 Von Eberhard Jüngel Nun komm, der Heiden Heiland! Wer in diesen Hymnus einstimmt, liebe Gemeinde, wer … Mehr

Martin Luther, Vermahnung zum Gebet wider den Türken (1541): „Wenn wir also das Unsrige getan haben, mit Beten uns zu rüsten oder zu wehren, so lasst uns dann mit Joab sagen: Lass frisch hergehen. Es geschehe Gottes Wille, wie er es vorherbestimmt hat und wie es ihm gefällt, zum Leben oder Tod. Will er uns strafen und schlagen lassen, so sterben und leiden wir in unserem Beruf und nach seinem Befehl, dazu um seines Namens willen, und werden so seine Märtyrer.“

Vermahnung zum Gebet wider den Türken (1541) Von Martin Luther Man spricht: Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht … Mehr

Reinhold Schneider, Advent. Anruf der Wahrheit: „Und dieser Advent des Kranken erfüllt vielleicht erst den Sinn dieser Festzeit; geht es doch darum, daß das Licht in uns geboren werden, daß die Wahrheit in unser Leben kommen soll, die Wahrheit ohne Einschränkung. In dem Maße, in dem es in uns hell wird, das Licht in uns eindringt, erkennen wir die Herrlichkeit.“

Advent. Anruf der Wahrheit Von Reinhold Schneider Die Nächte sind lang und schwer. Wie oft habe ich nach der Uhr … Mehr

Arnold Angenendt, Das Opfer und seine Wandlungen: „Im Frühmittelalter kommt ein ‚sacrum commercium‘ auf: In jeder Messe mußte geopfert werden. Ja, um möglichst viele Meßfeiern zu erlangen, wurden dauerhafte Stiftungen gemacht. Dadurch kam ein Austausch von (Land-)Besitz für geistliche Sühneleistungen in Gang, die den Sündern auf Erden wie noch im jenseitigen Läuterungsort, im Purgatorium, zugute kommen sollten. Dieser Austausch setzte größte Besitzverschiebungen in Gang: für Abgabe von Besitz und speziell auch von Land die Befreiung von Sünde und die Errettung vom Ewigen Leben.“

Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
Arnold Angenendt, emeritierter Professor für Kirchengeschichte, leistet theologische Aufklärung im besten Sinne, beispielsweise über die Entstehung…

Joseph Wittig, Das geleimte Jesuskind: „Es kam der Augenblick, in dem der Großvater, wie alljährlich, das Jesuskindlein auspackte, um es zwi­schen Maria und Joseph in das Kripplein zu legen. Es scheint aber trotz der Güte des Striezels das Herz meines Großvaters nicht so ruhig gewesen zu sein, dass er hätte zart genug zugreifen können.“

Das geleimte Jesuskind Von Joseph Wittig Das helle Sonnenlicht besteht aus sieben Farben, die freilich nur der Herrgott so rein … Mehr