Martin Buber, Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ (1928): „Die Ganzheit seines Weltlebens Gott zuwenden und es dann in all seinen Augenblicken bis auf den letzten sich auftun und abfolgen las­sen, das ist Wirken des Menschen an der Erlösung. Wir leben in einer unerlösten Welt. Aber aus jedem willkürlos weltverbundnen Menschenleben fällt in sie ein Samen der Erlösung, und die Ernte ist Gottes.“

Geleitwort zu „Die chassidischen Bücher“ Von Martin Buber Franz Rosenzweig gewidmet Ehe ich dieses Buch in die Weh gehen lasse, … Mehr

Karl Rahner über die unverzichtbare Gottesrede: „Wenn wir von Gott sprechen, als ob er der Nothelfer in unseren Lebenssi­tuationen auf die Weise sein müsse, wie wir es gerne haben möchten, dann können wir natürlich nur noch feststellen, dass ein solcher Gott in der Welt nicht vorkommt und vermutlicherweise gestorben ist. Aber dieser Gott, der es uns erspart, vor seiner Unbegreiflichkeit zu kapitulieren, um selig zu werden, war noch nie der Gott des Christentums dort, wo es sich selber recht verstand.“

Von Gott muß geredet werden Von Karl Rahner Nur wenn der Mensch weiß, daß er unendlich mehr ist, als unmittelbar … Mehr

Trutz Rendtorff, Zum ethischen Sinn evangelischer Theologie. Ein Diskussionsbeitrag (1982): „Leben als Handeln heißt, in die kommunikative Grundstruktur des Lebens eintreten, die der Sache nach genau das ist, was den Inhalt des Glaubens bildet, dass nämlich unser Leben, das wir zu führen haben, immer das Leben ist, das wir empfangen und das uns deswegen zu einer Stellungnahme fordert, die uns über eigene Ziele und Lebensregeln hinaus in Anspruch nimmt für die Bewe­gung dieses Lebens, das sich mitteilt, gibt und insofern im Geben von Leben verwirklicht.“

Zum ethischen Sinn evangelischer Theologie. Ein Diskussionsbeitrag[1] Von Trutz Rendtorff I. Die kritische Funktion der Ethik für die evangelische Theologie … Mehr

Paul Schempp, Der Einzelne und die Gemeinschaft in Christus (1950): „Du hast es nicht nötig, Angst zu haben, und hast es auch nicht nötig, Angst zu machen, denn du bist nur Knecht als Knecht des Herrn, nicht weil so viele Herren faktisch über dir sind. Und du bist nur Herr als der Herr, dem Christus sich als Herr zum Knecht macht und ihm die Macht und Aufgabe gibt, so als Herr und nicht als menschlicher Knecht anderen, eben den dir untergebenen Menschen zu dienen.“

Da war noch kein Teilband der Versöhnungslehre in Karl Barths Kirchliche Dogmatik erschienen, als Paul Schempp 1950 mit seinem Text … Mehr

Biographisches zu Paul Schempp von Siegfried Hermle: „Schempps kompromißlose, an der Theologie Luthers orientierte Haltung machte den Umgang mit ihm nicht eben leicht. Neben seinen bis heute beispielhaften Predigten bleiben seine leidenschaftlichen Appelle an die Kirche, sich ganz an Jesus Christus auszurichten, und seine bohrenden Fragen nach der christlichen Freiheit bis heute herausfordernd konkret und sollten immer wieder neu zu Gehör gebracht werden.“

Paul Schempp Von Siegfried Hermle Aus einer vom württembergischen Pietismus geprägten Handwerkerfamilie stammend, erhielt Schempp am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart eine … Mehr

Karl Heinz Neufelds Rezensionen von Friedrich Mildenbergers „Biblische Dogmatik“: „„Wird also nach Gott gefragt, dann ist mit dem Namen zu antworten, der wieder auf die Geschichte Gottes verweist“ (393). Wenn es stimmt, daß nur in der Partikularität einzelner Geschichten zu sagen ist, wer dieser Gott ist, dann entscheidet sich die Frage an der Geschichte Jesu, und hier bleibt die Frage, warum denn nicht zuerst diese Geschichte und von ihr aus die Gottesfrage behandelt wurde.“

Es war der katholische Fundamentaltheologie Karl Heinz Neufeld SJ, der kurz nach Erscheinen die einzelnen Bände der Biblischen Dogmatik Friedrich … Mehr

Jürgen Moltmanns Rede ‚Theologie der Hoffnung im 21. Jahrhundert‘ aus Anlass des 100. Todestages von Christoph Blumhardt (2019): „Die Kirche Christi ist auf die Menschheit ausgerichtet, darum steht sie auf für Versöhnung zwischen Nationen für das Überleben der Menschheit. Christen fragen bei einzelnen Menschen in Not oder auf der Flucht nicht nach der Religion oder Nationalität, Rasse oder Geschlecht, sondern sehen den Menschen: »Ecce Homo!«. »Sehet den Menschen!«“

Als von 2. bis 4. August 2019 in Bad Boll die Gedenkveranstaltungen zum 100. Todestag von Christoph Blumhardt stattfanden, hielt … Mehr

Eilert Herms über Friedrich Mildenbergers „Gotteslehre“: „Obwohl also Welten zwischen Barth und seinem Enkelschüler liegen, beerbt dieser jenen doch an einem wichtigen Punkte: Auch Barths Offenbarungsbegriff schließt das Verbot ein, die Subjektivität des Glaubens zu begreifen. Mildenberger hält an die­sem Verbot fest und macht seine Konsequenzen sichtbar.“

In der Sammelrezension Wilfried Härle/Eilert Herms, Deutschsprachige protestantische Dogmatik nach 1945 (Verkündigung und Forschung 1982/83) hat Eilert Herms unter der … Mehr