Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten: „Was nun vom Himmel kommt, ist kein göttliches Donnerwetter, auch kein Weltgericht, nur ein kleiner Eingriff: Einem jedem wird die eigene Sprache verdreht, so dass keiner mehr den anderen versteht und damit auch nichts mehr zusammengeht. Was Menschen dem Diabolos, zu Deutsch dem Teufel als Durcheinanderwerfer zuschreiben, übernimmt der HERR Gott selbst: Er schafft Uneinigkeit unter den Menschen. Mangels Verständigung muss sich die Gemeinschaft auflösen. Die Hochkultur ist am Boden gescheitert. Wer in den Himmel hinauf will, wird auf der ganzen Erde wie Saatgut verstreut.“

Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten Was für ein Menschheitstraum: Alle sprechen eine Sprache, leben zusammen und … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Epheser 3,14-21 (1942): „Eins aber bleibt dabei ‚unfasslich‘, nämlich die Liebe Christi selbst. Sie muss die Erkenntnis überragend bleiben, wenn anders nicht die Gnosis, sondern eben der Glaube das Fundament des neuen Seins bleiben soll. So ist die ‚Fülle Gottes‘ das nie erreichbare, darum gerade aber uns immer tiefer, weiter, höher treibende Ziel der Vollkommenheit, das innere Gesetz des Wachstums, das den Bau bestimmt.“

Eine umfassende und tiefsinnige Predigtmeditation über Epheser 3,14-21 hatte Hans Joachim Iwand 1942 verfasst, damals noch für den 16. Sonntag … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 zu Pfingsten 1940: „Der Heilige Geist ist nicht toter Buchstabe, sondern der lebendige Gott. So darf sich die Gemeinde in jeder Entscheidung dem Heiligen Geist anvertrauen und fest glauben, dass er gegenwärtig an ihr und in ihr wirkt und uns nicht im Dunkeln tappen lassen wird, wenn wir nur ernstlich seine Lehre hören wollen. Alle Lehre des Heiligen Geistes aber bleibt gebunden an das Wort Jesu. Das Neue steht fest auf dem Alten. So tritt zur Lehre das Erinnern. Wäre nur Erinnerung in der Kirche, so verfiele sie einer toten Vergangenheit, wäre nur Lehre da ohne Erinnerung, so wäre die Kirche der Schwärmerei ausgeliefert. So übt der Heilige Geist als der rechte Beistand der Gemeinde beides, er führt die Kirche vorwärts und er hält sie zugleich fest bei Jesus.“

Für den ersten Pfingsttag 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation über das Evangelium Johannes 14,23-31 verfasst: Predigtmeditation über Johannes 14,23-31 … Mehr

Gabriele Miller über Fridolin Stier: „Stier interessierte sich für rundweg alles, was es unter dem Himmel gibt, vor allem aber für die Rätselfragen der Welt, die ihn, je älterer wurde, desto mehr gefangen nahmen. Des­halb blieb er auch der Thematik jenes alttestamentlichen Bu­ches am meisten verpflichtet, dessen Übersetzung samt Kommentar er als erste publizierte: dem Buch Ijob. Das Ijob-Problem hat Stier ein Leben lang nicht losgelassen – am Schreibtisch nicht und nicht als Schicksal. Davon geben sei­ne Tagebücher (»Vielleicht ist irgendwo Tag« und »An der Wurzel der Berge«) beredtes Zeugnis. Sie zeigen aber auch, wie gerne der auf einem Allgäuer Bauernhof Aufge­wachse­ne die Vögel pfeifen und die Katzen schnurren hörte.“

Von Gabriele Miller (1923-2010) stammt folgende Erinnerung an Fridolin Stier: Todestag von Fridolin Stier (1902-1981)  2. März Mappe unter dem … Mehr

Predigt über Sprüche 8,22-36: „So kommt die Weisheit auf uns zu, sucht uns in die göttliche Gegenwart zu entführen, die all das, was wir in unseren eigenen Lebensblick nehmen, himmelweit übersteigt. Über den Tel­lerrand des eigenen Lebens hinaus, wo es ‚alles für mich‘ heißt, raus aus dem Tunnelblick der eigenen Lebensangst, weg von den eigenen Vorurteilen und Selbstgewissheiten lässt uns die Weisheit staunen, was außerhalb unserer selbst für uns göttlich vorgesehen ist.“

Predigt über Sprüche 8,22-36 „Ich bin doch nicht dumm“ sagt sich die Seelenverletzung. „Ich bin doch nicht dumm“ sagt sich … Mehr