Martin Luther, Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29 – Isaaks Segen an Jakob): „Dieser Segen aber ist nicht nur ein leerer Schall von Worten oder ein Glückwunsch, mit dem einer dem anderen etwas Gutes zu wünschen pflegt. Zum Beispiel, wenn ich sage: „Gott gebe dir schöne und gehorsame Kinder.“ Das sind nur Worte, mit denen man einem anderen etwas Gutes wünscht, ohne ihm tatsächlich etwas zu geben – es bleibt lediglich ein Wunsch, ein Segen, der ungewiss ist und noch vom Erfolg abhängt. Der Segen des Patriarchen Isaak hingegen zeigt ein gegenwärtiges Gut und ist für immer gewiss. Es ist kein bloßer Wunsch, sondern eine tatsächliche Gabe des Guten, wenn er spricht: ‚Siehe, nimm die Gaben hin, die ich dir mit Worten verspreche.‘ In der Heiligen Schrift sind Segen nicht allein Segenswünsche, son­dern wirkliche Segen, die das wirklich schenken und mit sich bringen, was die Worte besagen.“

Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29) Von Martin Luther In seiner Genesis-Auslegung zu 27,28f – Erstgeburtssegen, den … Mehr

Martin Luther über die Erbsünde in seiner Auslegung zu Psalm 51,7: „Dieser Spruch von der Erbsünde ist einer der herrlichen Sprüche, die die Vernunft nicht versteht. Man lernt ihn aber, gleichwie andre Stücke, aus dem Gesetz und den Verheißungen Got­tes. Von den Aposteln ist es aber allein Paulus, der diesen Spruch ausdrücklich und aus­führ­lich mit großem Ernst behandelt hat. […] Und diese Lehre ist in der Kirche Gottes auch höchst nötig.“

In seine Vorlesung über Psalm 51 von 1532 skizziert Martin Luther bei der Auslegung von Vers 7 die evangelische Lehre … Mehr

Martin Niemöller im Gericht mit seiner Kirche: „Wenn der Prophet Jona der Ansicht war, die Stadt Ninive müsse auf alle Fälle zugrundegehen, ob sie Buße tue oder nicht (Jona 3,4), so meinte ich oft, im Blick auf die alt-preußische Landeskirche mit guten – theologischen und moralischen – Gründen der gleichen Ansicht sein zu müssen.“ (Gedanken über den Weg der christlichen Kirche)

Als Martin Niemöller 1938 im Konzentrationslager Sachenshausen in Isolationshaft genommen wurde und er vom Evangelischen Oberkirchenrat (EOK) die Entfernung von … Mehr

Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert: „Ich glaube, dass ich nicht glauben kann. Mit diesem Paradoxon wird menschlicher Heils­glaube als göttliches Werk bestimmt. Der Heilige Geist wirkt durch das Evangelium den Heilsglauben. Damit ist keine menschliche Heilsentscheidung, sondern ein menschliches Heilsvertrauen angesprochen. Man könnte dabei sagen: Gottes Wort vertraut sich uns durch den Heiligen Geist an – das ist unser Glaube. Das Evangelium schafft das Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit zu unserem Heil.“

Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert Wenn es in der evangelischen Lehre um die Rechtfertigung des Sünders … Mehr