Für den von Kurt Ihlenfeld 1939 herausgegebenen Band „Das Buch der Christenheit. Betrachtungen zur Bibel“ verfasste Jochen Klepper den Beitrag … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Martin Luther, Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29 – Isaaks Segen an Jakob): „Dieser Segen aber ist nicht nur ein leerer Schall von Worten oder ein Glückwunsch, mit dem einer dem anderen etwas Gutes zu wünschen pflegt. Zum Beispiel, wenn ich sage: „Gott gebe dir schöne und gehorsame Kinder.“ Das sind nur Worte, mit denen man einem anderen etwas Gutes wünscht, ohne ihm tatsächlich etwas zu geben – es bleibt lediglich ein Wunsch, ein Segen, der ungewiss ist und noch vom Erfolg abhängt. Der Segen des Patriarchen Isaak hingegen zeigt ein gegenwärtiges Gut und ist für immer gewiss. Es ist kein bloßer Wunsch, sondern eine tatsächliche Gabe des Guten, wenn er spricht: ‚Siehe, nimm die Gaben hin, die ich dir mit Worten verspreche.‘ In der Heiligen Schrift sind Segen nicht allein Segenswünsche, sondern wirkliche Segen, die das wirklich schenken und mit sich bringen, was die Worte besagen.“
Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29) Von Martin Luther In seiner Genesis-Auslegung zu 27,28f – Erstgeburtssegen, den … Mehr
Peter Brunner, Der Segen als dogmatisches und liturgisches Problem: „Das Segenswort gibt, was es sagt. Es ist kein leeres Wort. Gottes Treue und Macht bewirken die Präsenz der im Segenswort intendierten Heilsgabe.“
Was Peter Brunner 1964 auf einer Pfarrkonferenz in Freiburg i.Br. in Sachen gottesdienstlicher Segen gesagt hat, ist in seiner Prägnanz … Mehr
Martin Luther über die Erbsünde in seiner Auslegung zu Psalm 51,7: „Dieser Spruch von der Erbsünde ist einer der herrlichen Sprüche, die die Vernunft nicht versteht. Man lernt ihn aber, gleichwie andre Stücke, aus dem Gesetz und den Verheißungen Gottes. Von den Aposteln ist es aber allein Paulus, der diesen Spruch ausdrücklich und ausführlich mit großem Ernst behandelt hat. […] Und diese Lehre ist in der Kirche Gottes auch höchst nötig.“
In seine Vorlesung über Psalm 51 von 1532 skizziert Martin Luther bei der Auslegung von Vers 7 die evangelische Lehre … Mehr
Tränenglaube, Tränengabe und Tränengebet: „Tränen sind das ‚Grundwasser der Seele‘ (Gotthard Fuchs), das uns auf Gottes Wort hin ihm nahekommen lässt. Wenn die eigene Tränen Gott zufließen, gerät unser Leben heilsam in Fluss.“
Tränenglaube, Tränengabe und Tränengebet „Warum weinst du und warum isst du nichts? Und warum ist dein Herz so traurig?“ fragt … Mehr
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte“ – Wie wir uns in der Bibel selbst wiederfinden: „Nur wo die Heilige Schrift tatsächlich gelesen wird, ist sie uns im Sinne einer „Lektionalpräsenz“ wirklich gegenwärtig.“
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte“. Wie wir uns in der Bibel selbst wiederfinden Der Psalmvers „Dein Wort ist meines Fußes … Mehr
Martin Niemöller im Gericht mit seiner Kirche: „Wenn der Prophet Jona der Ansicht war, die Stadt Ninive müsse auf alle Fälle zugrundegehen, ob sie Buße tue oder nicht (Jona 3,4), so meinte ich oft, im Blick auf die alt-preußische Landeskirche mit guten – theologischen und moralischen – Gründen der gleichen Ansicht sein zu müssen.“ (Gedanken über den Weg der christlichen Kirche)
Als Martin Niemöller 1938 im Konzentrationslager Sachenshausen in Isolationshaft genommen wurde und er vom Evangelischen Oberkirchenrat (EOK) die Entfernung von … Mehr
Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert: „Ich glaube, dass ich nicht glauben kann. Mit diesem Paradoxon wird menschlicher Heilsglaube als göttliches Werk bestimmt. Der Heilige Geist wirkt durch das Evangelium den Heilsglauben. Damit ist keine menschliche Heilsentscheidung, sondern ein menschliches Heilsvertrauen angesprochen. Man könnte dabei sagen: Gottes Wort vertraut sich uns durch den Heiligen Geist an – das ist unser Glaube. Das Evangelium schafft das Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit zu unserem Heil.“
Rechtfertigungslehre und Glaube im Anschluss an den Römerbrief erläutert Wenn es in der evangelischen Lehre um die Rechtfertigung des Sünders … Mehr
Friedrich Mildenbergers Vortrag „Die Gegenläufigkeit von historischer Methode und kirchlicher Anwendung als Problem der Bibelauslegung“ (1972): „Schrift wirkt Glauben – das unsere Voraussetzung, unter der allein wir sinnvoll nach Anwendung der Bibel fragen können.“
Mein theologischer Lehrer Friedrich Mildenberger hatte auf dem Weg zu seiner Biblischen Dogmatik 1972 den Beitrag „Die Gegenläufigkeit von historischer … Mehr