Theophil Wurms Hirtenbrief vom 1. August 1944: „Wer unter Gott lebt und diesen Gott durch Jesum Christum seinen Vater nennen darf, muss auch in dem Toben menschlicher Lei­den­schaften und im Zerstörungswerk moderner Technik einen von Gott gewollten Sinn er­blicken. Mit derselben Bestimmtheit, mit der wir eine durch rein körperlich-materielle Ur­sachen her­vorgerufene Krankheit als einen Ruf Gottes an uns erkennen, hören wir auch im Krieg und seinen Auswirkungen Gottes Stimme an uns und alle Menschen, die in dieses Kämpfen, Lei­den und Sterben mit hineingezogen sind.“

Da stand der schwerste Bombenangriff auf die Stuttgarter Altstadt am 12. September 1944 durch die britische Royal Air Force noch aus, … Mehr

„Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ – Martin Luthers Auslegung von Galater 2,6: „Von Natur sind wir angelegt auf den Per­sonenkult. Dies Laster ist uns eingepflanzt, dass wir die Personen bewun­dern und mehr achten als Gottes Wort, während Gott doch will, dass wir hängen und haften allein am Worte selbst. Er will, dass wir den Kern und nicht die Schale erwählen sollen, dass wir uns mehr um den Hausvater, als um das Haus kümmern. Er will nicht, dass wir in Petrus und Paulus das Apostelamt bewundern und verehren, er will, dass wir Christus ehren, der in ihnen redet, und das Wort Gottes selbst, das aus ihrem Munde geht.“

„Denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ (Deus personam hominis non accipit). Auslegung zu Galater 2,6 Von Martin Luther … Mehr