Über die Sprachkraft der Psalmen In seiner Vorrede zum Psalter in der Deutschen Bibel weiß Martin Luther über die Sprachkraft … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Lob der Apokalypse. Zum zehnten Jahrestag des 11. September 2001 (2011): „Der ‚apokalyptische Blick‘ (Johann Baptist Metz) vermag sich nicht mit einem monumentalen Totengedächtnis abzufinden, bei dem gewaltsam hintergangenes Leben versteinert bleiben muss. Er unterscheidet sich von einer politischen Utopie, die nur für Nachgeborene etwas in Aussicht zu stellen vermag. Im Pascha-Mysterium des Lammes wird vielmehr leibliches Leben mit seiner unheilvollen Vergangenheit eingeholt und auf die erlösende Gottespräsenz ausgerichtet: ‚Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!‘ So verweigert sich das Gotteslob der Erlösten einer religiösen Metaphysik, wo leibloses Seelenheil in zeitlosem Gottdenken beschworen wird. Apokalyptisches Leidensgedächtnis kann abgrundtiefe Katastrophen aufnehmen, wo jeder selbstsichere Glaube an göttliche Vorsehung im Fatalismus enden muss. Im ‚Leiden an dem Gott‘ (Metz) verliert sich nicht die Hoffnung. Was dabei als Christusheil gesichtet wird, ist weder billiger noch billigender Trost; am Weltgericht scheint kein Weg vorbeizuführen. Aber gerade dazu muss der Tod die Toten herausrücken.“
Lob der Apokalypse. Zum zehnten Jahrestag des 11. September 2001 „Die Welt geht unter!“ Der toderschrockene Ausruf eines Auszubildenden am … Mehr
Predigt zum Gedenkgottesdienst aus Anlass der Terroranschläge vom 11. September (2011): „‚Wohlan, es ist noch eine kleine Weile.‘ Im Buch der Offenbarung findet sich ein himmlisches Gotteslob, das die Prophetie des Jesaja aufnimmt: ‚Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!‘ Der ‚apokalyptische Blick‘ (Johann Baptist Metz) des Seher Johannes lässt zu Tode gekommene Menschen noch einmal im Himmel gegenwärtig werden, ‚eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen.‘ Da, wo das Lamm gegenwärtig ist, wo sein Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung wirklich ist, bleibt gewaltsam hintergangenes Leben nicht länger vernichtet.“
Ich weiß noch, dass ich am Nachmittag dieses Dienstags mich im Aufgang zu meiner Wohnung in Wasserburg am Inn befand, … Mehr
Warum Diskretion statt Hermeneutik angesagt ist: „Biblische Hermeneutik ist der unglaubliche Versuch, verheißungsvolles Erzählgeschehen in anspruchslose Vernunftwahrheit zu überführen. Sie kommt einer ideologischen Schriftallegorese gleich. An Stelle eines ‚Hermeneutismus‘ (Gottfried Bachl) gilt es, sich auf die discretio, die Kunst des regelgeleiteten Unterscheidens zu besinnen. Dabei steht die Frage nach der situativen Geltung des Gesagten im Vordergrund: Wie kann ich heute dem (Zu-)Gesagten folgen?“
Warum Diskretion statt Hermeneutik angesagt ist „Hermeneutik ist die Kunst, aus einem Text herauszukriegen, was nicht drinsteht: wozu – wenn … Mehr
Hoffnung für Sarrazin – Deutscher Pfarrer predigt Deutsch, zumindest an Ostern!
Am letzten Samstag ist von Thilo Sarrazin ein Leserbrief in der FAZ bezüglich meiner Passionsandacht „Man höre doch mal auf … Mehr
Handgreifliche Liebe – eine Predigt zu Gründonnerstag (Johannes 13,1-15.34-35): „In einem weiteren Sinne fordert uns Jesus heraus, aus eingenommenen Positionen auszusteigen, ohne damit von der Rolle zu fallen. Wir dürfen befremdlich handeln, wenn dies anderen Menschen in unerwarteter Weise gut tut. Wer es Jesus nachmacht, kann sein eigenes Gesicht in den Augen des Gottes nicht verlieren.“
Handgreifliche Liebe – eine Predigt zu Gründonnerstag (Johannes 13,1-15) Da ist sie nun, die Revolution, die Umwälzung der Verhältnisse: Beziehungen … Mehr
Man höre doch mal dem Heiland zu. Wider die symbolpolitische Verwertung des Kreuzes: „Das ‚Wort vom Kreuz‘ (1 Korinther 1,18) ist für Christen eine kaum erträgliche Zumutung. Mit ihm lässt sich in der eigenen Gesellschaft kein Staat machen. Die kruziforme Dialektik einer göttlichen Herrschaft in weltlicher Ohnmacht versagt sich jeglicher Staatsräson. Genau darin aber erschließt sich für Christen die Legitimität des säkularisierten Staates.“
In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist folgender Artikel von mir erschienen: Man höre doch mal dem Heiland … Mehr
Judas Ischariot – verteufelt und verloren? „Judas, der geborene Verräter, findet selbst keine Erlösung. Aber sollte Christus, der geborene Heiland aller Menschen, nicht auch für ihn gestorben sein?“
Judas Ischariot – verteufelt und verloren? Zwei Bilder des Judas sind mir vor Augen, beide zeigen ihn in einer Begegnung … Mehr
Predigt über die Versuchung Abrahams bzw. über das Opfer Isaaks (1.Mose/Genesis 22,1-19): „Der HERR selbst hat das Opfer ersehen, das Abraham mit seinem Sohn Isaak leben lässt. In der Tat, der HERR vermag von Menschen wie Abraham Unmögliches verlangen, weil IHM selbst nichts unmöglich ist.“
Predigt über die Versuchung Abrahams bzw. über das Opfer Isaaks (1.Mose/Genesis 22,1-19) Kann ich dir wirklich vertrauen? Was wäre, wenn … Mehr