Das hat Schlagzeilen gemacht, nicht nur in der BILD-Zeitung – die Abhängung eines Kruzifixes im Gerichtssaal des Miesbacher Amtsgerichts durch … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“
Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über das Erste Gebot (2. Mose/Exodus 20,2-3) im Juni 1942: „Der Götzendienst überschattet das ganze Leben“
Dass das erste Gebot eine eminent politische Bedeutung hat, zeigt Hans Joachim Iwand in seiner Predigt am 13. Juni 1942 … Mehr
Hans Urs von Balthasar wider liberalprotestantische Entmythologisierungsprogramme in ‚Komm, du Geist der Wissenschaft‘ (1964): „Welches sind die menschlichen Worte und Gebärden, die zu einer Sprache der Gottheit werden können? Es sind solche, die der Mensch kennt und versteht aus innerweltlichen Zusammenhängen, die aber, von der Gottheit her geredet und getan, ihm die Dinge schenken, die er sich selbst nicht geben kann: Rettung und Erfolg in Not und Streit, Waschung als Reinigung einer Schuld, die weder der Mensch sich selbst noch ein anderer ihm endgültig vergeben kann, Weisheit als Erleuchtung des Geistes, Einsicht in die Rätsel des Daseins von Welt und Mensch, in das Warum von Geburt und Tod, und am Rande noch eine geheimnisvolle Gebärde, die ihm zusichert, daß alles irdisch Vergebliche an einem letzten, dem Menschen unfindbaren Punkt doch nicht vergeblich war, dass im Tode selbst eine bergende, heilende Gnade, eine unsägliche Verheißung und Hoffnung liegt.“
Das war ein Aufreger Anfang der sechziger Jahre, John Robinsons Buch „Honest to God“. In der ZEIT hatte es dazu … Mehr
„Glaube ist eine über die Jahrhunderte weitergegebene innere Haltung“ – Aus dem neuen Evangelischen Elementarkatechismus zitiert
In dem jüngst erschienenen Evangelischen Elementarkatechismus, den die Kirchenleitung der VELKD in Auftrag gegeben hat, stellt Melanie Beiner vor, was … Mehr
Ich schäme mich des Evangeliums vielleicht doch – die unterschwellige Botschaft von chrismon spezial, das evangelische Magazin zum Reformationstag 2017
Ich schäme mich des Evangeliums vielleicht doch – die unterschwellige Botschaft von chrismon spezial, das evangelische Magazin zum Reformationstag 2017 … Mehr
So hat es Luther nicht gemeint – Warum das Reformationsjubiläum fragwürdig ist
Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
In der FAZ ist von mir im Dezember 2010 ein Artikel zum Reformationsjubiläum unter dem Titel…
Göttlich inspiriertes Lebenserfahrungsbuch – Was Landesbischof Bedford-Strohm sich von der Bibel verspricht
Göttlich inspiriertes Lebenserfahrungsbuch – Was Landesbischof Bedford-Strohm sich von der Bibel verspricht Was bedeutet uns Christen die Bibel und wie … Mehr
Max Horkheimer im Interview mit Helmut Gumnior, Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen: „Theologie bedeutet hier das Bewusstsein davon, dass die Welt Erscheinung ist, dass sie nicht die absolute Wahrheit, das Letzte ist. Theologie ist — ich drücke mich bewusst vorsichtig aus — die Hoffnung, dass es bei diesem Unrecht, durch das die Welt gekennzeichnet ist, nicht bleibe, dass das Unrecht nicht das letzte Wort sein möge. Theologie als Ausdruck einer Hoffnung? Ich möchte lieber sagen: Ausdruck einer Sehnsucht, einer Sehnsucht danach, dass der Mörder nicht über das unschuldige Opfer triumphieren möge.“
Helmut Gumnior hatte 1970 nicht nur für den SPIEGEL ein Interview mit Max Horkheimer geführt. Ein zweites Gespräch ist unter … Mehr