Hans Joachim Iwand, Predigt zu Römer 5,1-11 vom 11. März 1945: „Die Hoffnung des Glaubens lebt nicht an der Wirklichkeit vorbei, sondern sie führt euch mitten da hindurch, mitten durch die Trübsale, mitten durch die Leiden. Hier erst zeigt sich, ob euer Glaube wirklich Glaube ist, ob er die Kraft hat, durchzuhalten, ob er unverwüstlich ist, unverwüstlicher als alle die Verwüstungen, die Krieg und Not, Schuld und Irrtum um euch und in euch hervorrufen. «Trübsal bringt Geduld.» Die Welt ist der Kampfplatz, auf dem euer Glaube sich bewähren muss.“

Nachdem Hans Joachim Iwand schon 1942 eine Predigtmeditation zu Römer 5,1-11 veröffentlicht hatte (wieder abgedruckt in: Hans Joachim Iwand, Predigtmeditationen. … Mehr

Mensch Adam, zeig Dich! Besinnung zum Beginn der Fastenzeit: „Aber wie soll man im eigenen Lebensversteck auf Dauer sich selbst überleben? Wer sich vor seinem Schöpfer im Verborgenen halten will und nicht als Sünder zu sich stehen kann, wird schlussendlich eingeerdet werden. Zu Beginn der Fastenzeit gilt daher der Bußruf: ‚Auf, zeig dich, tritt hervor!‘ Nackt und bloß und doch unverschämt vor dem HERR Gott dastehen kehrt uns dem Evangelium Jesu Christi zu.“

Mensch Adam, zeig Dich! Besinnung zum Beginn der Fastenzeit „Und sie hörten die Schritte des HERRN, Gottes, wie er beim … Mehr

Zweifel ist der Bruder des Glaubens (Über Glaubenszweifel): „Was sich da­bei im Bereich des Gemütes und der Empfindungen als „Trockenheit“ und „dunkle Nacht“ äußert, wird im Be­reich des Erkennens als Verunsiche­rung und Zweifel erfahren: Bisherige Gottesbilder und Glaubensvorstellun­gen, die einmal tragfähig waren, erwei­sen sich als zu vordergründig und zu eng gedacht, Wünsche und Erwartun­gen an Gott offenbaren sich als allzu menschliche „Projektionen““ (Reinhold Körner).

Glaubenszweifel sind für Protestanten weithin kein theologisches Thema, allenfalls die Anfechtung (tentatio) wird bedacht. In der RGG4 fehlt jedenfalls der … Mehr

Jürgen Moltmann, Predigt zu 2. Korinther 13,13 über die Trinität (2009): „Die Christusgemeinschaft, Abba – lieber Va­ter –, die Lebenskräfte des Geistes – das ist die Gotteserfahrung im christlichen Glauben. Das ist die ganze Dreieinigkeit. Ich erfahre Gott in seiner Nähe als Liebe und den Heiligen Geist als meine Lebenskraft. Ich beginne, in der einzigartigen Ge­meinschaft von Jesus, dem Sohn Gottes, und Gott dem Va­ter Jesu Christi und dem Heiligen Geist zu leben. Ich glau­be gar nicht »an« den dreieinigen Gott, ich lebe und sterbe »in« dem dreieinigen Gott. Mit Christus lebe ich in Gott.“

In der Vakanzzeit der Tübinger Jakobusgemeinde infolge der Emeritierung von Karlfriedrich Schaller hatte Jürgen Moltmann 2009 am Sonntag Trinitatis über … Mehr