Alfred Delp, Den Engel in der Todesfinsternis sehen (Advent 1944, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Die Welt ist mehr als ihre Last und das Leben mehr als die Summe seiner grauen Tage. Die goldenen Fäden der echten Wirklichkeit schlagen schon überall durch. Lasst uns dies wissen und lasst uns selbst tröstender Bote sein. Durch den die Hoffnung wächst, der ist ein Mensch selbst der Hoffnung und der Verheißung. Advent ist Zeit der Verheißung, noch nicht der Erfüllung.“

Den Engel in der Todesfinsternis sehen (1944) Von Alfred Delp Den diesjährigen Advent sehe ich so intensiv und ahnungsvoll wie … Mehr

Claus Westermann über Engel (Gottes Engel brauchen keine Flügel): „Der den Menschen erscheinende Engel Gottes verkörpert das die Erde berührende Handeln und Reden Gottes und ist nicht eigentlich eine Gestalt neben oder unter Gott. In den betreffenden Geschichten kann für den Engel Gottes auch Gott selbst stehen. Der Zweck seines Kommens ist die Ankündigung einer Rettung oder der Geburt eines Kindes. Der Engel Gottes handelt in Gottes Auftrag: Er geleitet und behütet einen einzelnen. Er geleitet das Volk. Er kann auch Verderben bringen.“

Zeitgleich zu seinem Buch Gottes Engel brauchen keine Flügel hatte Claus Westermann für das Evangelische Kirchenlexikon den instruktiven Artikel über … Mehr

Michael Welker über Engel: „Während Menschen sich durch Boten gleichsam vervielfachen, an mehreren Orten zugleich präsent werden können, bedeutet Gottes Gegenwart in den Engeln eine Selbstzurücknahme, eine Selbstverendlichung. Der allgegenwärtige Gott zieht sich in die­ser Offenbarung zusam­men, konzentriert sich auf eine geschöpfliche Situation. Diese Selbstverendlichung Gottes wird nie auf Dauer gestellt und nie konkret wiederholt. Deshalb ist es den Engeln wesentlich, zu verschwinden und nicht wiederzukom­men. Engel werden nicht sesshaft und sterben nicht. Sie sind nicht »natürlich« im Sinne von naturwissenschaftlich faßbaren und meßbaren Sachverhalten. Ihre Realität ist die des einmaligen Ereignisses.“

Das dürfte wohl immer noch der klügste Lexikonartikel in Sachen Engel sein, den Michael Welker im Anschluss an seinen Aufsatz … Mehr

Predigt zu Lukas 1,26-38 (Ankündigung der Geburt Jesu): „Das Leben des eigenen Sohnes soll ganz von göttlichem Willen bestimmt sein. Maria kann ihn auf Dauer nicht für sich selbst beanspruchen: Als König aus dem Hause Davids wird er das Geschick der Menschheit auf alle Zukunft hin bestimmen. Was für eine Ansage für ein unbedarftes Mädchen weitab in Galiläa im verrufenen Nazaret? Wer spinnt hier solche Lebensfäden, die kein Mensch in der eigenen Hand zu halten weiß?“

Predigt zu Lukas 1,26-38 (Ankündigung der Geburt Jesu) Das Wunder, das Himmel und Erde auf den Kopf stellt Da nimmt … Mehr