Karl Barth, Gottes Geburt (Weihnachten 1962): „Ohne ihr Geheimnis kann die Weihnachtszeit die fröhliche, die selige, die gnadenbringende, von der die Kinder singen, unmöglich sein. Es geht nicht um das «Dogma». Es stünde uns zwar wohl an, mit dem Dogma nicht so leichtfertig und auch nicht so misstrauisch umzugehen, wie es oft geschieht. Man könnte sich — und das wäre besser — durch seinen Lobpreis des wahren Gottes und des wahren Menschen, von dem zum Beispiel eben alle ordentlichen Weihnachtslieder erfüllt sind, auf das Geheimnis der Weihnacht aufmerksam machen lassen. Aber es geht nicht um das Dogma, sondern um das Geheimnis der Weihnacht selbst, das im Dogma doch nur stammelnd angezeigt ist.“

Zu Weihnachten 1962 erschien von Karl Barth in dem vom Migros-Genossenschafts-Bund herausgegebenen Wochenblatt „Wir Brückenbauer“ eine Besinnung, die die Weihnachtsbotschaft … Mehr

„Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe …“ (Lukas 1,78) – eine Besinnung zum Advent: „Selbst ein noch so kleines Licht kann nicht unscheinbar aufleuchten. Ist es von Dunkelheit umgeben, wirkt es umso faszinierender. Von daher ist es nachvollziehbar, dass die biblische Botschaft im Advent und an Weihnachten immer auch Licht für sich sprechen lässt.“

„Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe …“. Eine Besinnung zum Advent Im Winter vermissen wir sie … Mehr

„Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen“ (2. Korinther 4,6) – eine Besinnung zum Advent: „Wo physikalisches Licht nur äußerlicher Schein sein kann, erhellt das göttliche Licht unsere Herzen innerlich: Jesus Christus, Gottes Sohn Mensch geworden, durchwirkt unser Leben, durchdringt die Finsternis des Todes und der Sünde. Wer ihm Glauben schenkt, für den tut sich vor dem inneren Auge der lichte Gotteshimmel auf.“

„Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen“ – eine Besinnung zum Advent „Es werde Licht!“ So heißt es ganz am Anfang der … Mehr

Friedrich Schleiermachers Predigt am Grab seines Sohnes Nathanael 1829: „Wie ich immer nur habe sein wollen ein Diener des göttlichen Wortes in freudigem Geist und Sinne: warum denn hätte ich nicht glauben sollen, daß der Segen der christlichen Gemeinschaft sich auch an ihm bewähren würde, und daß durch christliche Erziehung ein unvergänglicher Same in ihm wäre niedergelegt worden? warum sollt ich nicht auch für ihn, selbst wenn er strauchelte, auf die gnädige Bewahrung Gottes hoffen?“

Am 21. November gedenken wir des 250. Geburtstags Friedrich Schleiermachers und am 10. Dezember des 50. Todestages Karl Barths. Beide … Mehr

Karl Barths Abschiedspredigt in Safenwil vom 9. Oktober 1921 über 1. Petrus 1,24-25: „Ihr könntet mir sagen, ich sei ein allzu einsamer Mann gewesen, ich sei zu wenig in die Häu­ser und unter die Leute gegangen. Ihr könntet mir zurufen, was ja in einer Zeitung gestanden hat: Er verstand seine Gemeindegenossen nicht, und sie verstanden ihn nicht. Und ich müsste euch zugeben: ja, daran ist etwas, und ich weiss, dass es nicht so hätte sein sollen. Aber was hat mich denn in die Einsamkeit getrieben? Wer hat mir denn etwa das abgenommen, was ich sagen wollte? Wer hat, mich denn verstehen wollen, auch dann, wenn ich mir alle Mühe gab, ihn zu verstehen? Und wieder würden wir wahrscheinlich quitt und könnten nur sagen: Alles Fleisch ist wie Gras.“

Das war’s. Karl Barths gottesdienstlicher Abschied als Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde in Safenwil stand für Sonntag, den 9. Oktober 1921 … Mehr

„Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut“ – Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank: „Wer im Gotteslob und im Dankgebet den alltäglichen Dingen und Aufgaben Gottes Güte immer wieder neu zuspricht, dessen Wahrnehmung der Schöpfung verändert sich zum Positiven. Im Lobpreis lichtet sich unsere Lebenswelt, weitet sich unser Gesichtsfeld auf den Himmel zu.“

Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit … Mehr

Helmut Merkleins letzter Predigt über Matthäus 14,22-33: „Unser ganzes Leben ist eine Fahrt über das Wasser. Wir leben ständig am Rande des Chaos und des Todes. Wir bemerken das meistens nur nicht. Aber hin und wieder wird uns unser Grenzgang zwischen Tod und Leben bewusst. Wenn unsere Welt, die wir uns so schön zurechtgelegt haben, zerbricht. Wenn Krisen in den Beziehungen auftreten. Wenn wir hilflos und machtlos unser Leben nicht mehr gestalten können, wie wir es eigentlich wollen. Wenn schwere Krankheit uns überfällt.“

Da weiß der katholische Professor für die Exegese des Neuen Testaments Helmut Merklein (1940-1999), dass die Krebserkrankung ihn an das … Mehr