Edmund Schlink über die Doxologie bzw. den Lobpreis in seiner Ökumenischen Dogmatik: „Sowohl in den alttestamentlichen Psalmen als auch in den neutestamentlichen Doxologien und in der Geschichte der kirchlichen Liturgie kommt der Lobpreis Gottes in einer immer neuen Plerophorie zum Ausdruck, in der die Uner­schöpflichkeit der göttlichen Vollkommenheit gepriesen wird. Die Unerschöpflichkeit des durch den Namen aussagbar gewordenen Gottes drängt zum Überschwang der Aussagen. Darum braucht es keineswegs eine Entartung des Lobpreises zu sein, wenn er z. B. in man­chen afrikanischen Gemeinden vom wortlosen Jubel und Tanz umgeben ist.“

Was Edmund Schlink 1983 in seiner Ökumenischen Dogmatik in Sachen Lobpreis und Doxologie geschrieben hat, ist immer noch lesenswert: Der … Mehr

Über die Anrede und das Bitten im Gebet: „In unserem Beten sind wir bezüglich der rechten Anrede herausgefordert. Werden auf den Namen ‚Jesus‘ oder die Antonomasie ‚Gott‘ hin eigene Bitten und Anliegen unvermittelt vorgebracht, kann daraus eine selbstbezogene Beanspruchung ‚Gottes‘ für die eigenen Bedürfnisse und Lebenswünsche erwachsen. Der Gott hat sich in seiner Zuwendung dem Leben des Betenden zu fügen, um als Geber guter Gaben anerkannt zu werden. Die Doxologie mit hymnischen Prädikationen und titularen Beinamen, wie wir sie aus den Psalmen kennen, ist erforderlich, dass unser Beten den Angerufenen nicht für uns selbst zu vereinnahmen sucht. Der Lobpreis lässt uns dem Angerufenen zuwenden, so dass wir uns mit unsren Anliegen bei ihm wiederfinden.“

Über die Anrede und das Bitten im Gebet „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ Das ist der zudringliche Notruf … Mehr

Über das Gotteslob: „Wer Gott mit eigener Stimme lauthals lobt, lässt Seelentrübnis hinter sich. Das Gotteslob zündet in uns ein Freudenfeuer an. Mit jedem Halleluja drängt die Seele nach draußen, will ganz bei Gott sein. Wie eine Blüte, die sich dem Licht zuwendet und mit jedem Blütenblatt selbst erstrahlt, so blühen Menschen im Gotteslob auf.“

Über das Gotteslob „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem … Mehr

„Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut“ – Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank: „Wer im Gotteslob und im Dankgebet den alltäglichen Dingen und Aufgaben Gottes Güte immer wieder neu zuspricht, dessen Wahrnehmung der Schöpfung verändert sich zum Positiven. Im Lobpreis lichtet sich unsere Lebenswelt, weitet sich unser Gesichtsfeld auf den Himmel zu.“

Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit … Mehr