In seiner Zeit als Pfarrverweser in Senden/Iller 1938/39 wurde Karl Steinbauer in den Gottesdiensten regelmäßig polizeilich überwacht. Folgender Bericht wurde … Mehr
Kategorie: Predigten
Karl Steinbauers Passionsbesinnung von 1939: „Da ist der Herr stehen geblieben, hat sich umgedreht und sie zur Besinnung gerufen und gesagt: Ihr guten Leut, überlegt ihr euch auch, was das heißt mir nachfolgen? Ihr meint, das Nachlaufen ist Nachfolge. So einfach ist’s nicht. Ihr wisst alle gut, ein Haus bauen, das ist leicht, solange man nicht daran denkt, was das Bauen kostet. Hinter mir drein laufen ist leicht, solange es nichts kostet. Der Christenglaube, die Christusnachfolge kostet, und kostet gar nicht wenig: Es kostet das Kreuz!“
Da war Karl Steinbauer schon einmal für sechs Monate im Gefängnis in Weilheim/Oberbayern inhaftiert, bevor er 1938 als Pfarrverweser nach … Mehr
Christoph Blumhardt, Predigt über die Nachfolge nach Lukas 9,57-62 (1908): „Die ganze Welt – ohne dass sie es weiß – wird schließlich in das Netz gezogen, das als Reich Gottes in Jesus Christus um die Völkerwelt gezogen wird. So möchte ich fast das kühne Wort aussprechen: Heute ziehen alle Menschen hinter dem Heiland her oder besser: sie werden hinter ihm hergerissen, sie können sich nicht entziehen.“
Predigt über die Nachfolge nach Lukas 9,57-62 Von Christoph Blumhardt Als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über Matthäus 12,43-45 von 1952: „Unglückselige Götter sind wir geworden, wir haben den Trennungsstrich nicht beachtet, den Gott zwischen sich und uns gezogen hat.“
Predigt über Matthäus 12,43-45 Von Hans Joachim Iwand Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er … Mehr
Gerhard von Rads Predigtmeditation zu Jeremia 29: „In diesem Aufruhr von ungläubiger Niedergeschlagenheit und ebenso ungläubiger Hoffnung atmet die Stimme des Propheten einen Realismus und eine Nüchternheit“
Im Hinblick auf den alttestamentlichen Predigttext für den 21. Sonntag nach Trinitatis Jeremia 29,1.4-7.10-14 hier eine Predigtmeditation von Gerhard von … Mehr
Ernst Käsemanns Predigt über Jesaja 26,13 (1937): „So aber bekennt die Christenheit unter dem Kreuz voll Freude und Frieden: ‚Herr, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns denn du, aber wir gedenken doch allein dein und deines Namens.’“
Nach der Verhaftung Martin Niemöllers wurde am 15. August 1937 in Gelsenkirchen-Rotthausen ein Bittgottesdienst gefeiert, bei dem Ernst Käsemann folgende … Mehr
Karl Steinbauers Konfirmationspredigt in Senden/Iller über Epheser 6,10-20 von 1939: „In einer Stunde werde ich das Gefängnis hier verlassen und werde ins Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Ich danke euch allen, besonders euch lieben Konfirmanden, für eure Treue, die ihr mir wieder bezeugt habt.“
Da mag die Konfirmationspredigt mit Bezug auf Epheser 6,10-17 und Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ martialisch klingen, die … Mehr
Hans Ehrenbergs judenchristliche Predigt über Lukas 10,25-37 (Barmherziger Samariter) von 1933: „Wer seiner Liebe irgend eine Grenze setzt, bleibt ohne Nächsten und liebt überhaupt nicht wirklich.“
Hans Ehrenbergs Predigt über den barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) verdient besondere Beachtung. Schließlich hatte er sie als jüdischstämmiger Pfarrer 1933 … Mehr
„Tritt frisch auf, tu’s Maul auf, hör bald auf!“ Martin Luther über den rechten Prediger in seiner Auslegung der Bergpredigt (1532): „Das zweite ist, dass er seinen Mund auftut. Das gehört – wie gesagt – auch zu einem Prediger, dass er nicht den Mund zuhält und nicht nur das Amt öffentlich führt, damit jeder schweigen muss und ihn als den, der das göttliche Recht und den Auftrag hat, auftreten lasse. Vielmehr gehört dazu, dass er den Mund frisch und getrost auftut, um die Wahrheit und was ihm aufgetragen ist zu predigen, nichts verschweigt oder nur murmelt.“
Bekannt ist der Lutherspruch „Tritt frisch auf, tu’s Maul auf, hör bald auf!“ Wörtlich hat das Luther selbst nicht gesagt, … Mehr