Was ist Geld? Von Leo Tolstoi Geld! Was ist Geld? Geld ist ein Äquivalent für Arbeit. Ich habe gebildete Leute … Mehr
Kategorie: Philosophie
Max Horkheimers Gedanke zur Religion (1935): „Im Gottesbegriff war lange Zeit die Vorstellung aufbewahrt, daß es noch andere Maßstäbe gebe als diejenigen, welche Natur und Gesellschaft in ihrer Wirksamkeit zum Ausdruck bringen. Aus der Unzufriedenheit mit dem irdischen Schicksal schöpft die Anerkennung eines transzendenten Wesens ihre stärkste Kraft. Wenn die Gerechtigkeit bei Gott ist, dann ist sie nicht im selben Grade in der Welt. In der Religion sind die Wünsche, Sehnsüchte und Anklagen zahlloser Generationen niedergelegt.“
Gedanke zur Religion (1935) Von Max Horkheimer Im Gottesbegriff war lange Zeit die Vorstellung aufbewahrt, daß es noch andere Maßstäbe … Mehr
Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit. Über die evangelische Parrhesia: „Wenn Parrhesia im Neuen Testament mit ‚Freimut‘ bzw. ‚Zuversicht‘ wiedergegeben wird, hat dies eine eschatologische Ausrichtung. Das freimütige Reden gründet sich in der eschatologischen Christusgemeinschaft.“
Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit. Über die evangelische Parrhesia „Es gilt ein frei Geständnis / in … Mehr
Was ist Freiheit (in Anlehnung an Hannah Arendt): „Freiheit heißt für uns Menschen miteinander etwas anfangen können, was andere Menschen für uns nicht vorgesehen haben, so dass sich daraus jenseits vorübergehender Erlebnisse ein dauerhaftes Gemeinwesen ergibt.“
Wird das Wort „Freiheit“ ins Spiel gebracht, kommen all die solipsistischen Vorstellungen auf – ungebunden zu sein; tun und lassen … Mehr
Hannah Arendt, Es gibt nur ein einziges Menschenrecht von 1949: „Vor allem findet der Raub der Menschenrechte dadurch statt, dass einem Menschen der Standort in der Welt entzogen wird.“
Hannah Arendts Aufsatz „Es gibt nur ein einziges Menschenrecht“ erschien 1949 in der von Dolf Sternberger herausgegebenen Zeitschrift „Die Wandlung“ … Mehr
Hannah Arendt über Freiheit und Politik (1958): „Will man die Menschen daran hindern, dass sie in Freiheit handeln, so muß man sie daran hindern, zu denken, zu wollen, herzustellen, weil offenbar all diese Tätigkeiten das Handeln und damit Freiheit in jedem, auch dem politischen Verstande mit implizieren. Daher glaube ich auch, dass wir das Phänomen der totalen Herrschaft durchaus missverstehen, wenn wir meinen, dass in ihr eine totale Politisierung des Lebens erfolgt, durch die Freiheit zerstört wird. Das gerade Gegenteil ist der Fall; wir haben es mit Phänomenen der Entpolitisierung zu tun, wie in allen Diktaturen und Despotien, nur daß diese Entpolitisierung hier so radikal auftritt, dass sie das politische Freiheitselement in allen Tätigkeiten vernichtet und sich nicht nur damit zufrieden gibt, das Handeln, also die politische Fähigkeit par excellence, zu zerstören.“
„Freiheit und Politik“ heißt der Vortrag, den Hannah Arendt 1958 im Rahmen des Vortragszyklus »Erziehung zur Freiheit« im Schweizerischen Institut … Mehr
Richard Schaeffler, Christlicher Glaube – Hoffnung aus Erinnerung (1978): „Wir erinnern uns an das Ende dieser Unheilswelt, in der wir heute noch leben, obgleich sie im Tode Jesu schon an ihr Ende geraten ist. Und deshalb erwarten wir eine kommende Welt, die für uns noch Hoffnung ist, gerade weil sie in Jesu Auferstehung schon begonnen hat. Unsere Erinnerung ist Danksagung, weil die Vergangenheit, an die wir uns erinnern, die von Gott her schon gewirkte Zukunft ist, die sich für unsere Erwartung auftut.“
Der jüngst verstorbene katholische Philosoph Richard Schaeffler (1926-2019) hat als Sohn einer jüdischstämmigen Mutter eine besondere Sensibilität für eine anamnetische … Mehr
Hannah Arendt über die Lüge in der Politik: „Unser tägliches Leben ist immer in Gefahr, von einzelnen Lügen durchlöchert oder durch das organisierte Lügen von Gruppen, Nationen oder Klassen in Fetzen gerissen oder verzerrt zu werden.“
Als 1971 Teile des sogenannten Pentagon-Papiere, ein Geheimdokument des US-Verteidigungsministeriums durch die New York Times veröffentlich wurden, zeigte sich, dass … Mehr
Wilhelm Kamlah über die Widerfahrnis (Philosophischen Anthropologie, 1972): „Unser aller Leben ist eingespannt zwischen den Widerfahrnissen Geburt und Tod. Gleichsam das erste und das letzte Wort hat für uns nicht unser eigenes Handeln. Aber auch, wenn wir handeln, widerfährt uns stets etwas. Es gibt Widerfahrnisse ohne Handeln, aber es gibt kein pures Handeln. Auch ein so mächtiges Handeln wie das sogenannte ’schöpferische‘ ist doch stets auf vorgegebene Bedingungen angewiesen und Störungen ausgesetzt, so dass es mehr oder weniger oder gar nicht ‚gelingt‘. Handlungen führen zum Erfolg oder zum Mißerfolg oder auch zu unerwarteten Nebenfolgen.“
„Widerfahrnis“ ist kein geläufiger anthropologischer Begriff, obwohl er das aufnimmt, was in der klassischen griechischen Philosophie mit páthos bezeichnet wird. … Mehr