Sigmund Freud, Warum Krieg? Brief an Albert Einstein (1932): „Die Endabsicht des Kampfes bleibt die nämliche, der eine Teil soll durch die Schädigung, die er erfährt, und durch die Lähmung seiner Kräfte gezwungen werden, seinen Anspruch oder Widerspruch aufzugeben. Dies wird am gründlichsten erreicht, wenn die Gewalt den Gegner dauernd beseitigt, also tötet.“

Warum Krieg? Brief an Albert Einstein Von Sigmund Freud Wien, im September 1932 Lieber Herr Einstein! Als ich hörte, daß … Mehr

Johann Georg Hamann, Metakritik über den Purismum der Vernunft (1785): „Je länger man nachdenkt; desto tiefer u inniger man verstummt und alle Lust zu reden verliert. „Weh den Tyrannen, wenn sich Gott um sie bekümmern wird! Wozu fragen sie also nach Ihm? Mene, mene, tekel den Sophisten! ihre Scheidemünze wird zu leicht gefunden und ihre Wechselbank zubrochen werden!!“

Metakritik über den Purismum der Vernunft Von Johann Georg Hamann Sunt lacrumae RERUM – o quantum est in REBUS inane! … Mehr

Alexander Tsipko, Russland kann das Ideal des Leidens der Menschen nicht loswerden. Die unbändigen Fantasien der russischen Idee: „Keine einzige europäische Nation hat so etwas wie unseren Messianismus, der im Leiden den Sinn der Existenz seines Volkes sieht. Und meiner Meinung nach gibt es dafür eine Erklärung: Das russische Volk existiert, aber die russische Nation existiert nicht. Daher haben diejenigen, die über den Menschen stehen, kein Mitgefühl für die Schmerzen und Nöte der Menschen.“

Aufschlussreich ist, was der 80-jährigen russische Politikwissenschaftler Alexander Tsipko jüngst in Nesawissimaja Gaseta über die Ideologie der russischen „Armutsseele“ geschrieben … Mehr

Über Freimut und Zuversicht nach Michel Foucault: „Die parrhesia widersetzt sich dikatorischer Verstummung, ideologischer Bevormundung, narzisstischer Selbstgerechtigkeit, populistischer Verdummung, suprematischer Hassrede wie auch fatalistischer Untergangsbeschwörung. Nur dort wo eine eschatologische Zuversicht vorhanden ist, lässt sich auf Dauer freimütig reden.“

Über Parrhesia Parrhesia, auf Deutsch „Freimut“ bzw. „Zuversicht“ ist ein neutestamentlicher Begriff, der für die politische Ethik eine besondere Relevanz … Mehr

Hartmut Ruddies über das Leben und das Werk Hans-Georg Geyers (1929-1999): „Es hat sehr weh getan, den geliebten und verehrten Lehrer, der uns allen weite Horizonte öffnete und uns eine lebendige Theologie gelehrt hat, der uns ein Mittler intellektueller Autonomieanmutung und ein glaubwürdiger Zeuge des Evangeliums gewesen ist, so enden zu sehen.“

Hans-Georg Geyer: Leben und Werk. Ein Porträt in Perspektive* Von Hartmut Ruddies Im Zentrum unseres Zusammentreffens stehen das Leben und … Mehr

Eugen Rosenstock-Huessy über Namen und Gedanken (Der Atem des Geistes): „Der Name ist der Schnitt­punkt von drei Sprechakten. Erstens: Ich rede dich mit ihm an. Zweitens: Ich rede von dir bei deinem Namen. Drittens: Nun aber kommt die wichtigste Zufahrtsstraße zu dem Wegekreuz, das der Name darstellt: Ich selber erkenne mich bei diesem Namen und in diesem Namen.“

Über Namen und Gedanken Von Eugen Rosenstock-Huessy Endlich haben wir das Stockwerk der Sprache betreten, das der Schulgrammatik unverständlich bleibt: … Mehr

Max Horkheimer über Psalm 91: „Den Gegensatz zwischen der Güte Gottes und dem Unrecht, der Niedertracht, dem Grauen in der Realität, hat moderne Theolo­gie zu mildern ver­sucht. Göttliche Hilfe, Erlösung sei nicht wörtlich, sondern sym­bolisch aufzufassen. Von der logischen Problematik des Begriffs Symbol in solchen Zusammenhängen ganz abgesehen, scheint es mir entscheidend, daß die Psalmen ein Bedürfnis, eine Hingabe an das Gute bezeugen, die selbst wahrlich nicht symbolisch ist.“

Psalm 91 (1968) Von Max Horkheimer »Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schat­ten des Allmächtigen bleibt,der … Mehr