Über die Philosophie und Metaphysik Von Martin Luther Zu Römer 8,19 (Nam Expectatio Creature) Der Apostel philosophiert über die Dinge … Mehr
Kategorie: Philosophie
Jacob Taubes, Der Messianismus und sein Preis (1982): „Wenn man unwiderruflich in die Geschichte eintreten will, muß man sich unbedingt vor der Illusion hüten, die Erlösung (ja selbst die Anfänge der Erlösung, atchalta di geulah!) fände auf der Bühne der Geschichte statt. Denn jeder Versuch, die Erlösung ohne Verwandlung der messianischen Idee auf der Ebene der Geschichte zustande zu bringen, führt direkt in den Abgrund.“
Der Messianismus und sein Preis Von Jacob Taubes I Die innere Dynamik der messianischen Idee im Judentum zu untersuchen, was … Mehr
Ernst Troeltsch, Meine Bücher (1921): „Die Philosophie als solche war in ihrem damaligen Zustande wenig verlockend; Medizin interessierte mich nur theoretisch. Also wurde ich Theologe. In der Theologie hatte man damals so ziemlich den einzigen Zugang zur Metaphysik und äußerst spannende historische Probleme zugleich. Mit dem Praktischen mochte es dann nachher werden wie es wollte. Ein urwüchsig starker religiöser Drang schien dafür zu bürgen, daß das schon irgendwie möglich sein würde.“
Meine Bücher (Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellung) Von Ernst Troeltsch Selbstanzeigen größten Stiles, wie sie diese Blätter aufweisen, … Mehr
Hermann Diem über Søren Kierkegaard (1937): „Kierkegaards erste Einsicht war, dass man in Christi Nachfolge ein Einzelner werden muss, der sich um gar nichts im Himmel und auf der Erde so sehr bekümmern darf wie darum, dass er sein eigenes Leben in der Wahrheit lebt; ein Leben in der Wahrheit aber ist nur jenes, das die eigene und die vererbte Schuld trägt im Glauben an die Vergebung Gottes in Christo Jesu.“
Kierkegaard, Sören, 1813-1855, dänischer Theologe Von Hermann Diem 1. Der Weg Kierkegaards Der Vater K.s hatte als armer Hütejunge in … Mehr
Dieter Henrich, Die Trinität Gottes und der Begriff der Person (1979): „Jede christliche Verständigung über die Einigkeit der Trinität wird daher nicht primär dem Bestand einer Identität von zu Unterscheidendem gelten können. Ihre erste Aufgabe ist es zu denken, was es heißt, dass aus dem einigen göttlichen Wesen jener Prozess der Schöpfung, Sendung und Erlösung anhebt, der mit der Vereinigung im Geiste in sein Ende kommt.“
Die Trinität Gottes und der Begriff der Person Von Dieter Henrich Die patristischen und die mittelalterlichen Kirchenlehrer haben sich angestrengt, … Mehr
Leszek Kolakowski, Der mythische Sinn der Liebe (Die Gegenwärtigkeit des Mythos): „Die Liebe ist das Verlangen nach vollkommener Überwindung der Distanz zu dem, was geliebt wird, das heißt, das Verlangen nach vollkommener Vereinigung. Sie enthält also die Erfahrung der unerträglichen Separierung, die Hoffnung auf Abschaffung der Separierung und das Bedürfnis, sich bis zur Auflösung aufzuopfern.“
Der mythische Sinn der Liebe Von Leszek Kolakowski 1. Die verstehende Erhellung der Welt der Dinge ist ein Werk des … Mehr
Jürgen Habermas, Ziviler Ungehorsam – Testfall für den demokratischen Rechtsstaat (1983): „Ziviler Ungehorsam ist ein moralisch begründeter Protest, dem nicht nur private Glaubensüberzeugungen oder Eigeninteressen zugrunde liegen dürfen; er ist ein öffentlicher Akt, der in der Regel angekündigt ist und von der Polizei in seinem Ablauf kalkuliert werden kann; er schließt die vorsätzliche Verletzung einzelner Rechtsnormen ein, ohne den Gehorsam gegenüber der Rechtsordnung im Ganzen zu affizieren; er verlangt die Bereitschaft, für die rechtlichen Folgen der Normverletzung einzustehen; die Regelverletzung, in der sich ziviler Ungehorsam äußert, hat ausschließlich symbolischen Charakter – daraus ergibt sich schon die Begrenzung auf gewaltfreie Mittel des Protests.“
Ziviler Ungehorsam – Testfall für den demokratischen Rechtsstaat. Wider den autoritären Legalismus in der Bundesrepublik Von Jürgen Habermas Das tonangebende … Mehr
Martin Buber, Ich und Du: „Gott nimmt – so dürfen wir nun sagen – seine Absolutheit in die Beziehung mit auf, in die er zum Menschen tritt. Der Mensch, der sich ihm zuwendet, braucht sich daher von keiner andern Ich-Du-Beziehung abzuwenden: rechtmäßig bringt er sie alle ihm zu und läßt sie sich »in Gottes Angesicht« verklären.“
Ich und Du Von Martin Buber Erster Teil Die Welt ist dem Menschen zwiefältig nach seiner zwiefältigen Haltung. Die Haltung … Mehr
Friedrich Nietzsche über die Sünde des Sitzens aus Ecce Homo: „So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung – in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern. Alle Vorteile kommen aus den Eingeweiden. – Das Sitzfleisch – ich sagte es schon einmal – die eigentliche Sünde wider den heiligen Geist.“
„So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung, — … Mehr