Predigt über Lukas 18,31-43 an Sonntag Estomihi, 7. Februar 1937 Von Paul Schneider Er nahm aber zu sich die Zwölf … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Jacob Fusseneggers „Mohrentaufpredigt“ und die Beurteilung von Afrikanern im Lindau des Jahres 1657: „Die Haltung der lutherischen Theologie und Kirche gegenüber den Afrikanern dokumentiert sich zunächst in Fusseneggers Afrikabild und sodann in seinem Verständnis des Christentums als für alle Völker der Erde geoffenbarte Religion. Fussenegger verglich Reals afrikanische Heimat mit dem biblischen ‚Goldland Ophir‘, das über unermeßliche Reichtümer verfüge. Allerdings unterstellt er den Afrikanern auch groben Götzendienst, ohne jedoch näher auf ihr vermeintliches ‚Jammerleben‘ einzugehen, da er keinerlei Interesse an einer systematischen Herabsetzung ihrer Kulturen zeigt. Die Tatsache, dass er sie für ‚elende verlorne Leut‘ hält, bringt er auch nicht mit ihrem Afrikanertum in Zusammenhang, sondern mit der Tatsache, daß sie keine ‚getaufften Christen‘ seien. Dafür, so können wir ergänzen, sind sie nicht verantwortlich, weil die Verkündigung der ‚Frohen Botschaft‘ bisher noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen war.“
Wie Schwarzafrikaner in der Barockzeit in Deutschland wahrgenommen wurden, darüber gibt Monika Firlas Artikel Auskunft: Jacob Fusseneggers Mohrentaufpredigt und die … Mehr
Max Josef Metzgers gottergebenes Gebet aus der Todeszell Brandenburg-Görden vom Februar 1944: „Ja, ich glaube, was immer Deine weise und gütige Vorsehung über mich verfügt, es wird mir zum Heile sein. So sage ich im voraus dazu das vorbehaltlose Ja meines Gehorsams.“
Gebet aus der Todeszelle Brandenburg-Görden Von Max Josef Metzger 1. Februar 1944 Nur noch ein Gebet: Heiliger, allmächtiger Gott!Mein Vater! … Mehr
Max Josef Metzgers gottergebenes Gebet aus dem Gefängnis 1943/44: „In Deinen guten Händen / ruht meines Lebens Los. / Die Todesdrangsal wenden / mag Deine Allmacht bloß.“
In Deinen guten Händen Von Max Josef Metzger In Deinen guten Händenruht meines Lebens Los.Die Todesdrangsal wendenmag Deine Allmacht bloß.So … Mehr
Martin Honecker über Hermann Diem: „Mit der Konzentration auf die Predigt als dem Grundgeschehen von Kirche war seine theologische Arbeit fast ausschließlich an der Kirche und ihrer Praxis orientiert. Der württembergischen Kirche war er – trotz oder vielleicht sogar wegen mancherlei Auseinandersetzungen und Konflikten – sehr stark verbunden.“
Hermann Diem (02.02.1900-27.02.1975) Von Martin Honecker Hermann Diem hat nicht nur einen bemerkenswerten Lebenslauf, sondern er führte auch eine sehr … Mehr
Max Josef Metzgers Abba-Gedicht aus dem Gestapo-Gefängnis vom 13. Oktober 1943: „Nein, nimmer laß ich Dich mir rauben: Ich rufe gläubig Abba als Dein Kind.“
Abba Herr! Hast Du meiner denn vergessen?Bin ich der Sorge nimmer wert?Hab‘ ich auf Dich vertraut allzu vermessen?Hast Du Dein … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37): „Seid barmherzig. Wer dies Gebot versteht, der wird dadurch nicht unwahr, sondern im Gegenteil, er wird wahr. Denn der barmherzige Mensch, das eben ist der Mensch, der Mensch bleibt, der nicht auf der Leiter seiner Tugenden in den Himmel steigt und von oben auf die böse Welt heruntersieht; sondern er neigt sich zu den Niedrigen, er hält Gemeinschaft mit den Irrenden und Verlorenen, er steigt von seinem Maultier und liest den Unglücklichen vom Wegrande auf, der unter die Räuber gefallen ist, er hebt nicht Steine auf, um zu steinigen, wenn einer einen Fehltritt begangen hat, er lädt sich selbst die Fehler der anderen auf seine Schulter, er deckt ihre Sünden und trägt ihre Lasten, er zerbricht lieber selbst, als dass er andere zerbricht, er steigt lieber selbst herunter als dass er andere herunter stößt – er ist nicht ein Mensch, der Gott werden möchte und zum Teufel wird, sondern er ist ein Mensch, der so herabsteigt, wie Gott zu ihm herabgestiegen ist, ein schwacher, armer, verspotteter, ja vielleicht auch seinen eigenen Sünden und Fehlern gegenüber gebrechlicher und schwacher – aber dennoch, dennoch ein wahrer Mensch.“
Seid, was Gott ist. Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37) Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater … Mehr
Max Josef Metzgers Neujahrsgebet 1944 aus der Todeszelle in Brandenburg-Görden: „Doch Segen ist in jedem Falle, / was Deine Weisheit uns erfand. / So magst DU den Kalender schreiben / für uns, die wir in deiner Hut!“
Neujahr So heb’ ich’s an in Gottes Namendas Jahr, das die Entscheidung bringt.Ich sag’ im Voraus schon mein „Amen“zu dem, … Mehr
Martin Niemöllers Predigt über Lukas 2,29-32 aus dem Konzentrationslager Dachau: „In Simeon steht vor uns nicht nur der wartende Mensch, sondern wir sehen hier den Menschen, dessen Warten Erfüllung, dessen Hoffen Wirklichkeit geworden ist, und davon zeugt sein Lobgesang.“
Predigt über Lukas 2,29-32 Von Martin Niemöller Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu; in wenigen Stunden liegt es … Mehr