Max Josef Metzgers Neujahrsgebet 1944 aus der Todeszelle in Brandenburg-Görden: „Doch Segen ist in jedem Falle, / was Deine Weisheit uns erfand. / So magst DU den Kalender schreiben / für uns, die wir in deiner Hut!“

Neujahr. Autograph von Max Josef Metzger

Neujahr

So heb’ ich’s an in Gottes Namen
das Jahr, das die Entscheidung bringt.
Ich sag ’ im Voraus schon mein „Amen“
zu dem, was DEINEM Rat entspringt.
Was „gut, was „bös“ für mich – für alle,
verbargst Du unserm Unverstand.
Doch Segen ist in jedem Falle,
was Deine Weisheit uns erfand.
So magst DU den Kalender schreiben
für uns, die wir in deiner Hut!
Laß nur in Deiner Huld mich bleiben!
Ja, was, DU, VATER, schickst, ist gut.

Geschrieben in der Silvesternacht 1943/44 und in einem Brief vom 13. Januar 1944 mitgeteilt. In der Druckfassung in Max Josef Metzger, Gefangenschaftsbriefe, hrsg v. Matthias Laros, Meitingen: Kyrios-Verlag 1947, S. 242, ist die Transkription fehlerhaft:

So heb ich ’s an in Gottes Namen
das Jahr, das die Entscheidung bringt.
Ich sag ’ im voraus schon mein Amen
zu dem, was Deinem Rat entspringt.
Was gut, was bös für mich – für alle! –
Verbargst Du unserm Unverstand.
Doch Segen ist in jedem Falle,
was Deine Weisheit uns erfand.
So magst Du den Kalender schreiben
für uns, die wir in deiner Hut!
Laß nur in Deiner Gnad uns bleiben!
Was, Vater, Du uns schickst, ist gut.

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