Karl Barth über den kirchlichen Verlautbarungsaktionismus in seiner Kirchlichen Dogmatik: „Der vielberufene und viel betätigte «Öffentlichkeitsanspruch» der Kirche ist an sich auch eine gute Sache. Es will aber wieder wohl überlegt sein, mit was man eigentlich an die Öffentlichkeit will? Doch nicht mit ungeprüft übernommenen alten christlichen Schlagworten und doch auch nicht mit neuen Forderungen und Programmen, die man vielleicht gar nicht darauf angesehen hat, ob sie nicht möglicherweise mehr säkular als christlich, oder mehr katholisch als evangelisch sein möchten!“

Über den kirchlichen Verlautbarungs- und Tagungsaktionismus Von Karl Barth Es gibt nämlich wenig Dinge, die der heutige, von der modernen … Mehr

Karl Barth, Extra nos — pro nobis — in nobis (1962): „Gerade eigenes Leben eines Menschen ist als christliches Leben nur möglich und wirklich in seiner Einheit mit seinem Ursprung in Jesus Christus. Wir reden von seinem Geheimnis, wenn wir sagen, daß es dort, in Ihm, seinen Ursprung hat, daß es von der dort, in Ihm geschehenen göttlichen Wendung herkommt.“

Extra nos — pro nobis — in nobis Von Karl Barth Ein Christ ist ein solcher Mensch, dem es nicht … Mehr

Karl Barth, Die christlichen Kirchen und die heutige Wirklichkeit (1946): „Man kann und muss aber auf die Erneuerung, auf die Reformation hinweisen, deren die christlichen Kirchen bedürftig, deren sie aber bestimmt auch fähig sind. Sie muß sicher auch von innen kommen: sie muss in den Kirchen selbst aus einer Sache weniger zur Sache vieler werden. Aber ich zweifle nachgerade, ob sie — menschlich geredet — gelingen und siegen kann, wenn ihre Notwendigkeit nicht auch von außen empfunden und eingesehen wird, wenn man den Kirchen nicht auch von außen, wie es im 16. Jahrhundert geschehen ist, durch einen energischen Zuruf und vielleicht auch Eingriff zu Hilfe kommt. Es gibt eine Verantwortlichkeit der Kirchen der Welt gegenüber. Es gibt aber auch eine Verantwortlichkeit der Welt über das, was die Kirchen sind und nicht sind, leisten und nicht leisten. Warum erlaubt man es den Kirchen, ihr Licht, das die Welt nötig hat, unter den Scheffel zu stellen? Die Welt wäre gut beraten, wenn sie ihnen das nicht mehr allzulange erlauben würde.“

Die christlichen Kirchen und die heutige Wirklichkeit (1946) Von Karl Barth Was heißt Wirklichkeit? Gewiß ganz einfach: all das, was … Mehr

Karl Barth, Die christliche Gemeinde in der Anfechtung (1942): „Es kann also sein, daß von irgendwelchem äußeren Druck auf die christliche Gemeinde lange Zeit weit und breit nichts zu bemerken ist und daß dann auch die Verführung in ihrer eigenen Mitte, die künstliche Verwandlung des Evangeliums in seine Expektoration des Zeitgeistes keine solche Gestalt annimmt, in der sie als Gefahr und Unheil, als An­griff auf die Substanz der Gemeinde unzweideutig zu erkennen wäre.“

Die christliche Gemeinde in der Anfechtung Von Karl Barth Das Thema dieses Vortrages ist mir vom Kirchenvorstand der St. Leonhardsgemeinde … Mehr

Karl Barth, Die wirkliche Kirche (1948): „Seht und hört — ein wahrhaft erbauliches Schauspiel, das ich hier in Ungarn nicht genug bewundern kann — wie in der Zigeunerkapelle ein jeder Einzelne seine Augen und Ohren ganz und gar beim Prim-Geiger hat und mit seinem eigenen Spiel nur dessen Inventionen zu folgen bemüht ist und eben so notwendig selbstverständlich und glücklich mit allen Anderen zu­sammen spielt. Dies heißt einander helfen in reiner Sachlichkeit. So ist man in der wirklichen Kirche beieinander.“

Die wirkliche Kirche Von Karl Barth Das Wort „Kirche“ hat in unseren Lagen wieder einen bedeutsame­ren und kräftigeren Klang bekommen. … Mehr