Hans Joachim Iwand, Die Kirche und die Juden (1951): „Es bleibt nach Römer 9-11 bestehen, dass wir als Heidenkirche die Zweige sind und das Volk Israel das Volk der Erwählung ist. Es bleibt nach diesem Abschnitt des Römerbriefes gewiss, dass jede Über­hebung der Zweige über die Wurzel diese selbst unter das Gericht Gottes bringt.“

Immer noch beachtenswert ist Hans Joachim Iwands Aufsatz von 1951 aus der „Jungen Kirche“: Die Kirche und die Juden Von … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus (1953): „Wo die Verschiedenheit der beiden Reiche im Sinne willkürlicher Grenzziehung verstanden wird, wird der eschatologische Charakter des Reiches Gottes ausgestrichen, wird er beschränkt und begrenzt auf eine Innerlichkeit, die nicht mehr die Ohnmacht des Kreuzes, sondern die Ohnmacht des Unglaubens ist, wird die Gegenwart, in der wir leben, nicht mehr im Gericht und Verheißung bezogen auf das kommende Reich und auf seinen Herrn, geraten wir in Versuchung, die Weltgeschichte zu verwechseln mit dem Weltgericht und damit Erfolg und Mißerfolg entscheidend sein zu lassen über Gut und Böse, Gerecht und Ungerecht. Wir vergessen dann, daß es Jesus Christus ist, der als der Kommende den Prüfstein in der Hand hat, dass darum unsere politische Existenz vom Jenseits des Politischen her ihr Urteil empfängt. Die Weltgeschichte als solche ist nicht das Weltgericht.“

„Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus“ heißt der Vortrag, den … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Schrift (1951): „Es führt ein Weg vom Sinai nach Golgatha, aber kein Weg von Golgatha nach Sinai. Und nur wenn man auf dem Sinai nach Golgatha hinschaut, wird man das Wort vom Sinai verste­hen. Genau so, wie man das Wort von Golgatha nur verstehet, wenn man nicht auf den Sinai zurückschaut. Das ist das Thema von Gesetz und Evangelium.“

Zum Schluss seiner Vorlesung „Theologie als Beruf“, die Hans Joachim Iwand im Sommersemester 1951 in Göttingen gehalten hat, kommt er … Mehr

Hans Joachim Iwand, Vom Primat der Christologie (1956): „Treten wir unter neuen Bedingungen an die Sache heran? Sind unsere Waffen schärfer geschliffen? Sind wir besser gerüstet für diesen Gipfelanstieg, der nicht gelingen wird, wenn wir nicht bereit sind, alles dafür einzusetzen! Omnia in Christum instaurare!“

Der Aufsatz „Vom Primat der Christologie“, den Hans Jochim Iwand 1956 für die Barth-Festschrift „Antwort“ geschrieben hatte, gilt wohl als … Mehr

Hans Joachim Iwand, Über das Wesen und die Wurzel des Bösen (1960): „Meinen Sie vielleicht, die Deutschen hätten den Nationalsozialismus deswegen gemacht, weil sie so schlecht waren? Sie haben ihn doch deswegen gemacht, weil sie gut waren! Ach, alles, was mich dazu trieb, war ach so gut, war ach so lieb. Meine Studenten sind doch nicht darum damals so begeistert gewesen für diese Dinge, weil sie die Judenmorde wollten oder weil sie die Verbrechen wollten, die dann begangen sind, sondern weil sie meinten, hier sei ein Licht, hier sei Hoffnung; sonst wäre es ja so leicht, einfach den Menschen zu sagen, tue das doch nicht! Wer tut denn eine böse Tat um des Bösen willen?“

Im Januar 1960 hielt Iwand auf dem Kongress der Vereinigung der Studierenden an den theologischen Fakultäten (VSTF) in Leiden einen … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 (Osternacht, 1947): „In dieser tiefen Nacht, da hinter dem Kreuz die dunkle, böse, regungslose Tarantel aufleuchtet in allen ihren giftigen Farben, sitzt der Engel in seinem reinen Kleid, sitzt wie nach getanem Werke, und spricht zu denen, die ins Angesicht der Tarantel schauen mußten: Fürchtet euch nicht! Freuet euch! Es ist alles nicht wahr. Wahr ist, was allein wahr sein kann. Dass Jesus nicht hier unten ist. Wahr ist, dass sich die Welt mit dieser Tat übernommen hat. Wahr ist, dass die Geschichte mit Jesus Christus weitergeht, so wie sie begonnen hat, in Galiläa und von Galiäa aus. Wahr ist, dass es heißen wird: tamen vicisti, Galilaee!“

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Matthäus 28,1-10 aus dem Jahr 1947 zeigt eine Expressivität, die sich über jegliche Textbesinnlichkeit hinwegsetzt: … Mehr

Hans Joachim Iwand, Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung (DIE ZEIT, 1946): „Die Oster­feier müsste die Siegesfeier der Christen sein, die sie erinnert an jenen Tag, da Gott Christus zum Herrn der Welt setzte und alle Mächte und Gewalten, alle Throne und Herrschaften, wie es in der Bibel heißt, ihm unterordnete. Wir müssen hier jene Freiheit des Christenmenschen geschenkt bekommen, die sich nicht beugt und fürchtet, die immun ist gegen die Waffe der Angst, mit der der Fürst dieser Welt, für den und dessen Gei­stesverwandte mit guten Gründen die Auferstehung eine schlechthin widervernünftige Ange­legenheit ist, seine Opfer blendet, gängelt und schließlich in den Abgrund stürzt.“

In den mir bekannten Iwand-Bibliographien ist Iwands Artikel „Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung“ aus der ZEIT, Nr. 9 vom 18. April … Mehr