Lebens- und Sterbensgebet des Frankfurter Arztes Johann Christian Senckenberg im Nachlass Johann Wolfgang von Goethes: „Ich weiß, wie Du mich bis hierher in Deinem Sohn Jesu Christo geliebt hast; so wirst Du auch ferner mich lieben, beraten, leiten und führen bis an mein Ende und in der Zeit, also auch in der Ewigkeit, wohl versorgen. Denn Du kannst nichts anderes als Gutes tun. Fahre nun hin, meine Seele, in vollem Glauben und Vertrauen auf eine gewisse selige Ewigkeit. Denn Du hast einen guten Herrn, der alles vermag, der unendlich gütig ist, der sein Wort hält, und den Du vor langen Jahren her kennst und dessen Güte Du geschmeckt und erfahren hast. Er kann, er will, er wird Dich nicht verlassen. O, wie ruhig, o, wie fröhlich verlasse ich diese elende Welt, da ich weiß, dass mir etwas Besseres beigelegt ist in dem Lande der Lebendigen. Da werde ich meinen Gott und Herrn näher kennen lernen.“

Lebens- und Sterbensgebet Von Johann Christian Senckenberg Drei Jahre vor seinem Tod hatte der bekannte, pietistisch geprägte Frankfurter Arzt Johann … Mehr

Girolamo Savonarolas Barmherzigkeitsgebet: „Habe Erbarmen mit mir, Herr, nicht mit jener kleinen Barmherzigkeit der Menschen, sondern mit deiner großen unbegreiflichen, die in ihrer Unendlichkeit größer ist denn alle Schuld. Neige dich zu mir, Herr, mit jenem großen Erbarmen, mit dem du die Welt so sehr geliebt, dass du deinen eingeborenen Sohn für uns dahingabst.“

Dem italienischen Dominikaner und Bußprediger Girolamo Savonarola (1452-1498) wird folgendes Barmherzigkeitsgebet zugeschrieben: Habe Erbarmen mit mir, Herr Habe Erbarmen mit … Mehr

Liturgie als Wortspiel: „Der Gottesdienst selbst hat keinen Werkcharakter. Seine Wirklichkeit will nichts außer sich selbst bewirken und ist daher nur spielerisch zu erlangen. Kirche als liturgische Spielgemeinschaft enthält eine Absage an subjektive Sinnentwürfe wie auch an einen weltanschaulichen Universalanspruch des Christentums. Stattdessen wird die Partikularität eines eigensinnigen Spiels mit all den damit verbundenen Begrenzungen betont. Regeltreue und Können sind unabdingbar, andern­falls steht das heilige Spiel vor dem Aus. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“

Liturgie als Wortspiel „Alles nur ein Spiel.“ Wer so redet, fügt in Gedanken hinzu: Was da vor sich geht, also … Mehr

Gebet für die eigenen Träume: „Dein Wort steht über unseren Nachtträumen, Dein Geist durchdringt unser Seelendunkel. Dir vertrauen wir unsere Traumbilder an. Zeige uns, was Du von uns willst, damit nicht eigenes Wunschdenken uns bestimmt. Zeige uns, wo Du uns haben willst, damit wir uns nicht in Lebensträumen verlieren.“

Gebet für die eigenen Träume Himmlischer Vater,Dein Wort steht über unseren Nachtträumen,Dein Geist durchdringt unser Seelendunkel.Dir vertrauen wir unsere Traumbilder … Mehr