Ludwig Schlaich über das vermeintlich lebensunwerte Leben (1941): „Schließlich aber sind wir Menschen weder be­rechtigt, von Gott gesetztes Leben eigenmächtig zu zerstören, noch befähigt, den von Gott gewollten Sinn eines solchen Lebens zu erkennen, sondern haben uns an Jesu Wort zu erinnern: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matth. 25, 40)“

Da mögen manche Formulierungen gegenwärtig schwer erträglich sein. Und doch war es der Verfasser, Ludwig Schlaich, der sich als Leiter … Mehr

Walter Jens, Der arme Jesus. Über die Notwendigkeit einer verfremdenden Betrachtung biblischer Texte: „Wie nüchtern und wie prall von Wirklichkeit nimmt sich, was hier beschrieben wird, aus, wer­den sie denken, die drei, und werden sich Wüste und Tempel, Mücken und Netze so genau vorstellen können, als läge Jerusalem nah bei Seoul, mitten in Afrika oder auf Ceylon: Bäuerliche Gleichnisse, Fischerge­schichten, Fangfragen, wie sie die Intellektuellen lieben, die Worteverdreher im Schulhaus und den Gemeindezentren der Partei – alles lebensnah und mühelos vom Einst ins Jetzt übertragbar.“

Der arme Jesus. Über die Notwendigkeit einer verfremdenden Betrachtung biblischer Texte Von Walter Jens Die Füchse haben Gruben, und die … Mehr

Karl Barth, Über „Euthanasie“ und ärztliche Sterbehilfe (KD III/4): „Wo kämen wir aber hin, was würde des Menschen Verhältnis zu Gott und was würde der gebotene Schutz des Lebens noch bedeuten können, wenn es über eine willkürliche Erfüllung solcher Wünsche alle Augenblicke zu Selbstgesprächen und anderen Gesprächen kommen, wenn die Möglichkeit eigenmächtiger Leidensverkürzung durch Lebensverkürzung als eine Diesem und Jenem zu erweisende «Wohltat» wirklich zur Diskussion stehen dürfte?“

Über „Euthanasie“ und ärztliche Sterbehilfe (KD III/4) Von Karl Barth «Euthanasie» in diesem Sinne ist eine spezifische Frage der ärztlichen … Mehr

Karl Barth, Fürchtet Euch nicht! Ein Brief zum Hromadka-Brief und zum Ost-West-Konflikt (1950): „Eine besondere christliche Ermahnung könnte eines Tages wieder sehr nötig werden: wenn es plötzlich darum gehen sollte, von all der jetzt vorbereiteten Rüstung unter Einsatz von Gut und Blut Gebrauch zu machen und also aus all den Aufregungen Taten werden zu lassen. Wir werden ja sehen, wer dann am klarsten und entschiedensten zu reden weiß.“

Fürchtet Euch nicht! Ein Brief (1950) Von Karl Barth Lieber Herr Pfarrer! [Wolf-Dieter Zimmermann] Soso, nun ist also in Westdeutschland … Mehr

Martin Luther, Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei (1523): „Die Christen kann man nicht anders als allein mit Gottes Wort regieren. Denn Christen müssen im Glauben regiert werden, nicht mit äußeren Werken. Glaube kann aber durch kein Menschenwort, sondern nur durch Gottes Wort kommen.“

Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei (1523) Von Martin Luther Dem durchlauchtigen, hochgebornen Fürsten und Herrn, … Mehr

Martin Luther, Ein Sermon in der Kaufmannskirche zu Erfurt gepredigt vom Kreuz und Leiden eines rechten Christenmenschen (1522): „Wenn ich im Bett liege und krank bin oder wenn einer um seines Verbrechens willen durch Feuer, Wasser oder Schwert getötet wird, ist das nicht das Kreuz Christi, sondern das Kreuz Christi ist die Schande und die Verfolgung um der Gerechtigkeit willen. Darum müssen die wahrhaftigen Christen als Ketzer und Übeltäter beschuldigt werden.“

Ein Sermon in der Kaufmannskirche zu Erfurt gepredigt vom Kreuz und Leiden eines rechten Christenmenschen (1522) Von Martin Luther Meine … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Die Bekennende Kirche und die Ökumene (1935) : „Ob sich die Hoffnung auf das Ökumenische Konzil der evangelischen Christenheit erfüllen wird, ob ein solches Konzil nicht nur in Vollmacht die Wahrheit und die Einheit der Kirche Christi bezeugen wird, sondern ob es Zeugnis wird ablegen können gegen die Feinde des Christentums in aller Welt, ob es ein richtendes Wort sprechen wird über Krieg, Rassenhass und soziale Ausbeutung, ob durch solche wahre ökumenische Einheit aller evangelischen Christen in allen Völkern einmal der Krieg selbst unmöglich wird, ob das Zeugnis eines solchen Konzils Ohren finden wird, die hören, – das steht bei unserem Gehorsam gegen die uns gestellte Frage und dabei, wie Gott unseren Gehorsam gebrauchen will.“

Die Bekennende Kirche und die Ökumene Von Dietrich Bonhoeffer Der Kampf der Bekennenden Kirche ist von Anfang an unter stärkster … Mehr

Martin Luthers Sendbrief an Hartmut von Cronberg zum Trost an die Verfolgten (1522): „Sie drohen uns mit dem Tod. Wenn sie so klug wären, wie sie töricht sind, sollten sie uns mit dem Leben drohen. Es ist ein törichtes, schimpfliches Drohen, Christus und seine Christen mit dem Tod schrecken zu wollen, wo sie doch Herren und Besieger des Todes sind.“

Sendbrief an Hartmut von Cronberg (1522) Von Martin Luther Ein Missive allen denen, die wegen des Wortes Gottes Verfolgung leiden … Mehr

Gerhard Sauter, Wie frei ist unser Wille wirklich?: „Das servum arbitrium dient dem, dem wir uns anvertraut haben. Wir werden zu dem, wofür wir uns entschieden haben, weil über uns entschieden worden ist – wobei unsere Entscheidung keine Wil­lensfrage ist, sondern eine Glaubenswirklichkeit. Die Befreiung des Wollens ist die Erkenntnis einer Wil­lensrichtung, die allen unseren Taten und unserem Unterlassen zugrunde liegt – ein Bewegtsein, ohne das wir weder leben noch handeln können.“

Wie frei ist unser Wille wirklich? Von Gerhard Sauter „Gottes Wille ist die Freiheit des Menschen“: auf diese einprägsame Formel … Mehr