Jacob Fusseneggers „Mohrentaufpredigt“ und die Beurteilung von Afrikanern im Lindau des Jahres 1657: „Die Haltung der lutherischen Theologie und Kirche gegenüber den Afrikanern dokumentiert sich zunächst in Fusseneggers Afrikabild und sodann in seinem Verständnis des Christentums als für alle Völker der Erde geoffenbarte Religion. Fussenegger verglich Reals afrikanische Heimat mit dem biblischen ‚Goldland Ophir‘, das über unermeßliche Reichtümer verfüge. Aller­dings unterstellt er den Afrikanern auch groben Götzen­dienst, ohne jedoch näher auf ihr vermeintliches ‚Jammerleben‘ ein­zugehen, da er keinerlei Interesse an einer systematischen Her­absetzung ihrer Kulturen zeigt. Die Tatsache, dass er sie für ‚elende verlorne Leut‘ hält, bringt er auch nicht mit ihrem Afrikanertum in Zusammen­hang, sondern mit der Tatsache, daß sie keine ‚getaufften Christen‘ seien. Dafür, so können wir ergän­zen, sind sie nicht verantwortlich, weil die Verkündigung der ‚Frohen Botschaft‘ bisher noch nicht bis zu ihnen vorgedrun­gen war.“

Wie Schwarzafrikaner in der Barockzeit in Deutschland wahrgenommen wurden, darüber gibt Monika Firlas Artikel Auskunft: Jacob Fusseneggers Mohrentaufpredigt und die … Mehr

Trutz Rendtorff, Die christliche Freiheit als Orientierungsbegriff der gegenwärtigen christ­lichen Ethik: „Freiheit ist auf dem Boden des Christentums durchaus und elementar die Freiheit des Indi­viduums, der Person. Die Würde des Menschen besteht letztlich darin, dass ihm als armem, abhängigem, elendem Menschen die Fülle dessen zu­kommt, wovon der christliche Glaube spricht.“

Will man nachvollziehen, auf welcher Grundlage protestantische Ethik (unter Absehung von Römer 14,7-9) argumentiert – so wie beispielsweise in dem … Mehr

Karl Barth, Wer ist mein Nächster? Auslegung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37): „Auch der Samariter hat empfangen: von dem unter die Räuber Gefallenen empfangen, indem er ihm gab. Es war dies: dass er ihm der barmherzige Nächste wurde, nur das Zeugnis, dass er selbst in dem Halbtoten den barmherzigen Nächsten gefunden hatte. Und wer es ihm gleichtut, indem er selbst der Nächste ist, der Barmherzigkeit übt – und also solchen Nächsten als den Seinigen auch selber sieht und hat – der kennt das zweite und das erste Gebot.“

Eine höchst aufschlussreiche und feinsinnige Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter findet sich in Karl Barths Kirchlicher Dogmatik, wo dieser … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 4: „Was können wir Menschen tun? Du bist nicht einsam, denn Er ist der Verbündete und sammelt die Zerstreuten zu seiner Herde und zur guten Weide seines Wortes. Du bist nicht Produkt der Verhältnisse, sondern in Tod und Leben das Eigentum dessen, der für uns gestorben und auferstanden ist. Auferstehung und Leben heißt das Licht, das schon in der Nacht des Predigers der Nichtigkeit leuchtet.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 3: „Die ganze Weltgeschichte ist nun doch die Geschichte seiner Herrschaft, auch die Gottlosen, auch die Judasse sind da mit dabei und müssen erfüllen, was Gottes Rat und geheimer Weg ist. Die Juden und die Heiden, die Gerechten und die Gottlosen stehen gleich da vor ihm und haben keinen Grund, so zu tun, als ob sie nicht in der gleichen Wirklichkeit stünden, wo ein jegliches seine Zeit hat. „

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 2: „Wenn wir aber Gottes Urteil gehört haben, das Wort der Weisheit Gottes: Alles ist vergeblich — wenn wir das gehört haben, weil wir das Wort vom Kreuz, das Wort vom Bankrott Jesu Christi an der Welt der Juden und Heiden, das Wort vom Bankrott der Juden und Heiden am Kreuz Christi gehört haben, wenn wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesu Chri­sti selig werden, wenn wir das Sorgen für den andern Morgen uns versagen, weil es ein ver­gebliches Bemühen ist, dann erkennen wir uns durchaus als die Genossen derer, die wohl leben und gute Tage haben möchten.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 1: „Wir haben genug verzweifelte Menschen, genug zerbrochene Herzen um uns und unter uns, wir haben genug Leichtsinn und genug Schwermut in unserer bitteren Gegenwart und wohl auch genug von beidem in unserem eigenen Herzen, als dass wir diesen Prediger zur Rechtfertigung unserer Stimmungen, ja zum Bundesgenossen unserer Haltlosigkeit machen dürften.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr