Paul Schempp wider das Konfirmationsgelöbnis 1937: „Es gehört zum eindeutigen Bestandteil christlicher Unterweisung in allen reformatorischen Kirchen, dass der Glaube Geschenk und Werk des Heiligen Geistes ist und dass das kleinste Zugeständnis an eine aktive Beteiligung des Menschen hinsichtlich des Ereignisses der Offenbarung Gottes in Christus eine Preisgabe des sola gratia, eine Entehrung Christi, einen Abbruch an der Totalität der Gnade als Befreitwerden von der anders unbe­zwinglichen Macht der Sünde, des Todes und der Hölle, also schlechthin Werkgerechtigkeit bedeutet.

Das ist eine theologische Frage, die es zu bedenken gilt: Darf bei der Konfirmation von den Konfirmanden ein Versprechen bzw. … Mehr

Rudolf Bohren, Die Hauskirche Johann Christoph Blumhardts. Anmerkungen zur seelsorgerlichen Funktion des Hauses: „Die Seelsorge Blumhardts ist die Seelsorge eines Gastfreundes. Der Seelsorger ist Gastgeber, Hausherr und Diakonos zugleich, auch wenn er nicht eigenhändig am Tische dient. Er ist ein Aufnehmender: Sein Haus ist offen, sein Tisch gedeckt. Sofort wird die Kranke ins Privatge­mach der Familie gebettet.“

Die Hauskirche Johann Christoph Blumhardts. Anmerkungen zur seelsorgerlichen Funktion des Hauses Von Rudolf Bohren Wir sind genötigt, die Funktion des … Mehr

Rudolf Bohren, Das Wort und die Kraft von 1952: „Lessing antwortet: »Gewiß, lieber Herr Pfarrer Bohren, ich zweifle ja nicht, daß Sie und alle Ihre hier versammelten Kollegen sehr schön und rührend über die Seligen, die nicht sehen und doch glauben, zu predigen wüßten! Aber was soll dann ich Unseliger? Ich bin kein Gotteskind. Ich bin ein Zweifler. Ich muß schauen. Bin ich darum ewig verloren?«“

Das Wort und die Kraft[1] Von Rudolf Bohren I. Vorspiel Brauchen wir einmal unsere Phantasie. Stellen wir uns vor: hier … Mehr

Karl Steinbauers Brief an Bischof Meiser vom Dezember 1938: „Es geht hier um die Grundtatsachen unseres Chri­stus-Glaubens und Sie täten gut, sich von einem Bruder auf das Heil in dem einzig gültigen Opfer anreden zu lassen und nicht durch die Darbringung ihrer „Opfer“ zu erweisen, dass Sie nicht glauben an seine endgültige, d. h. bis zum Ende der Tage gültige Gültigkeit und Voll­kommenheit.“

Nachdem die Vorläufige Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) im Zusammenhang der sogenannten Sudetenkrise noch vor dem Münchner Abkommen für … Mehr

Erklärung der Kirchlich-Theologischen Sozietät zum Gebetsgottesdienst der Vorläufigen Leitung der DEK: „Die Gemeinde handelt darum nach Gottes Wort, wenn sie nach dieser GO in drohender Kriegsnot bittet, Gott wolle den Krieg von uns ab­wenden und den Regierenden in allen Völkern das Herz lenken, daß sie ihre Völker zum Frieden regieren.“

Als in der SS-Zeitung „Das Schwarze Korps“ vom 27. Oktober 1938 der Gebetsgottesdienst anlässlich drohender Kriegsgefahr am 30. September 1938 … Mehr

Kristlieb Adloff, GOTT? Nachdenkliches zum assistierten Suizid: „Kann jetzt ein Mensch, getragen von einem breiten gesellschaftlichen Konsens, darüber bestimmen, was ein menschenwürdiges Leben ist und was ‘lebensunwert’ heißen darf? Der den Schöpfer ehrende Mensch der Bibel weiß, dass er dazu, zu dieser Bestimmung, keine Freiheit hat.“

Eine lesenswerten Beitrag zur Frage des assistierten Suizids hat jüngst Kristlieb Adloff verfasst: GOTT? Nachdenkliches im Anschluss an das Urteil … Mehr

Paul Schempp, „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948: „Das fröhliche Ereignis der Schöpfung ist in seiner Tragweite und Bedeu­tung stärker als das Ereignis des Sündenfalls, und das fröhliche Ereignis von Ostern ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als das Ereig­nis der Kreuzigung Jesu, und das fröhliche Ereignis der Wiederkunft Christi ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als der Schrecken der Endzeit.“

Paul Schempps „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948 dürfte wohl als die erste evangelische Politische Ethik in der Nachkriegszeit … Mehr