Wie digitale Höhlenmenschen zum wahren Licht kommen. Predigt zum Christfest: „Am Heiligen Abend sind keine besonders schönen Bilder angesagt, sondern eine nackte Botschaft: Der Gottessohn ist in die Dunkelheit unseres menschlichen Lebens eingetreten, hat Fleisch und Blut angenommen, um unser irdisches Dasein ins wahre göttliche Licht zu bringen. Unser Leben ist bei Gott nicht zum ‚eingebildeten‘ Höhlendasein bestimmt. Als Gottes Geschöpfe, als seine Ebenbilder sind wir vielmehr von unserer Geburt her angelegt auf Begegnung und Berührung – Berührung, die in Liebe verbindet; die für uns verbindlich wird, die uns keine Wahl mehr lässt, die nicht einfach wie auf einem Smartphone fingerfertig weggewischt werden kann, damit ein neues, vermeintlich attraktiveres Bilderangebot sich vor uns auftut.“

Wie digitale Höhlenmenschen zum wahren Lichtkommen. Predigt zum Christfest Wir hier sind doch keine Höhlenmenschen. Wir leben in eigenen Häusern … Mehr

Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag: „Wollte Gott, dass in der Christenheit nur der Sonntag Feiertag wäre und man die Feste der Jungfrau Maria und der Heiligen alle auf den Sonntag legte! Dann unterblieben durch die Arbeit an den Werktagen viele schlimme Untugenden, würden auch die Länder nicht so arm und ausgezehrt. Aber nun sind wir mit vielen Feiertagen ge­plagt, zum Verderben der Seelen, Leiber und Güter, wovon viel zu sagen wäre.“

Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag In mehr als der Hälfte der Bundesländer – Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, … Mehr

Warum Weißwein zum Abendmahl ausgeschenkt bzw. als Messwein konsekriert wird: „Der maßgebliche Grund für den allgemeinen Wechsel auf Weißwein ist ein ‚hygienisch-ästhetischer‘: Es sind das weiße Altartuch bzw. das Korporale aus Leinen und insbesondere das weiße Kelchtüchlein (Purifikatorium), die bei Rotwein farblich in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn das Kelchtüchlein vom römisch-katholischen Priester im Anschluss an die Kommunion zur Kelchreinigung benutzt (seit dem Trienter Missale ist dies ausdrücklich vorgeschrieben) bzw. bei den Evangelischen zur ‚Laienkommunion‘ eingesetzt wird, ist dessen ‚Befleckung‘ unvermeidlich. Weißweinflecken auf weißen Tüchern lassen sich rauswaschen, aber Rotweinflecken …“

Warum Weißwein zum Abendmahl ausgeschenkt wird Wer die Mitteltafel des Wittenberger Reformationsaltar betrachtet, erkennt es mit eigenen Augen. Beim Abendmahl … Mehr

Warum Fremdenliebe mehr als Gastfreundschaft ist. Zu Hebräer 13,2 und Römer 12,13: „‚Gastfreundschaft‘ zu üben entspricht nicht wirklich der Herausforderung einer philoxenia. Diese griechische Wort meint nämlich Fremdenliebe bzw. Fremdenfreundlichkeit und ist der Gegenbegriff zur Xenophobie. Im Unterschied zum Fremden, der sich anderen unerwartet zumutet, bringt ja der geladene Gast bereits einen willkommensfähigen Status mit.“

Warum Fremdenliebe mehr als Gastfreundschaft ist In der neuen Luther-Bibel 2017 bleibt es dabei: „Gastfrei zu sein vergesst nicht“ (Hebräer … Mehr

Mein Kurzporträt Johann Michael Feneberg in Roland Werner/Johannes Nehlsen, Gesichter und Geschichten der Reformation: 366 Lebensbilder aus allen Epochen: „Auf Fenebergs Siegel lehnen Gehstock und Prothese am Kreuz. Er hatte in seinem Leben viel zu ertragen. Dennoch blieb er «seinem Christus bis ans Ende treu». Auch evangelische Christen können von einem katholischen Pfarrer lernen, aufzusehen zu Jesus, «dem Anfänger und Vollender des Glaubens» (Hebräer 12,2).“

  Für das jüngst erschienene Buch „Gesichter und Geschichten der Reformation: 366 Lebensbilder aus allen Epochen“ habe ich zwei Lebensbilder … Mehr

„Seht auf und erhebt eure Häupter“ – Predigt zu Lukas 21,25-33 mit Bezug auf Richard Oelzes Gemälde ‚Erwartung‘ (1935/36): „An dem gespenstisch dunklen Himmel zeigt sich eine Wolkenformation wie geschlossene Lippen – unheilvolles Schweigen, das sich dem Betrachter entgegenwirft. Wenn das Furchtbare sichtbar wäre, wäre es zum Davonlaufen, aber unsichtbares Unheil eröffnet keinen Ausweg. Die Menschen, die solchermaßen gefangen sind, zeigen uns meist den Rücken. Und wer sich von diesem kalyptischen Naturschauspiel abwendet, lässt nur in ein gesichtsloses Gesicht blicken.“

Predigt zu Lukas 21,25-33 mit Bezug auf Richard Oelze, „Erwartung“ Was braut sich da zusammen? Kopferhoben starrt eine Gruppe Menschen … Mehr