Narrative Theologie Narrative Theology – dieses angloamerikanische Theologielabel verdankt sich einem Aufsatz des deutschen Romanisten Harald Weinrich aus dem Jahr … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
„Machen wir also unsere Seele zum Himmel!“ (Johannes Chrysostomos in seinen Homilien zum Hebräerbrief): „Der Himmel ist von Natur aus heiter, und auch bei Unwetter wird er nicht schwarz; denn er selbst verändert nicht sein Aussehen, sondern die ihn überziehenden Wolken verbergen ihn. Der Himmel besitzt die Sonne, auch wir haben die Sonne der Gerechtigkeit.“
Das ist nicht alles dogmatisch (im lutherischen Sinne) korrekt, was Johannes Chrysostomos in seinen Homilien zum Hebräerbrief (16,3) in Sachen … Mehr
Unfreiwillig und ungezwungen – der Glaube, das Evangelium und die guten Werke: „Das macht nämlich wahres Vertrauen aus: ein Geschehen, das mir zugutekommt. Ich entscheide eben nicht, ob und wem ich wirklich vertraue, sondern lebensentscheidendes Geschehen lässt mich vertrauen. Sobald ich jedoch meinen Glauben im Sinne einer eigenen Glaubensentscheidung verstünde, wäre ich im Glauben selbst am Werk und müsste ihn durch weitere Schritte des Glaubens mir jeweils neu rechtfertigen.“
Der unfreiwillige Glaube, das Evangelium und die guten Werke Luthers Auslegung des dritten Glaubensartikels aus seinem Kleinen Katechismus hat es … Mehr
‚Die mit Ernst Christen sein wollen‘ (Martin Luther, Vorrede zur Deutschen Messe) und Stanley Hauerwas’/William H. Willimons Programmschrift ‚Christen sind Fremdbürger‘ (Resident Aliens, 1989): „Wir glauben, dass sich in Anerkennung dieser Realität eine kopernikanische Wende in der Weltsicht von Christen abzeichnet, die das, was es heißt, heute Kirche in der Welt zu sein, auf eine völlig andere Grundlage stellt. Nun werden unsere Kirchen frei, ihre eigenen Wurzeln neu zu begreifen und der Synagoge ähnlicher zu werden – einer Glaubensgemeinschaft, die nicht die Welt darum bittet, zu tun, was nur die Glaubensgemeinschaft selbst tun kann. Was wir einst theologisch gelernt hatten, lernen wir nun auch praktisch: Christen kommen nicht auf natürliche Weise zur Welt in Orten wie Greenville oder anderswo; sie werden vielmehr erst ins Leben befördert durch eine abenteuerlustige Kirche, die es wieder gelernt hat, die richtigen Fragen zu stellen: Fragen, auf die allein Christus die rechten Antworten bereitstellt.“
„Die mit Ernst Christen sein wollen“ (Martin Luther) und Hauerwas-Willimon „Christen als Fremdbürger“ In seiner Vorrede zur Deutschen Messe von … Mehr
Gesinnungsethik als protestantische Selbstrechtfertigungslehre: „Unbeschadet aller politischen Verwerfungen und Konfliktkonstellationen muss für den ideologischen Protestantismus die eigene Gesinnungsethik auf Dauer Recht behalten. Andernfalls wäre man mit der eigenen Selbstrechtfertigung am Ende.“
Gesinnungsethik als protestantische Selbstrechtfertigungslehre Evangelische Rechtfertigungslehre ist ein unverschämtes Glaubensbekenntnis: „Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in … Mehr
„Jetzt sehen wir alles in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt“ (1. Korinther 13,12) – unser Leben im göttlichen Kaleidoskop: „Im Licht des menschgewordenen Gottessohnes fügen sich Bruchstücke meines Lebens zusammen. Wo im Rückblick auf den eigenen Lebensweg die göttliche Spur gefunden worden ist, haben verpasste Gelegenheiten, bittere Enttäuschungen, offene Wunden wie auch offene Rechnungen nicht das letzte Wort.“
Unser Leben im göttlichen Kaleidoskop Als Kinderspielzeug gilt das Kaleidoskop, das kleine Rohr mit einem Guckloch am einen und der … Mehr
Wie die Reformation vielen Völkern eine eigene Schriftsprache ermöglicht hat: „Entgegen dem gängigen Vorurteil hat sich die christliche Mission durch ihre Übersetzungsleistung nicht als kulturzerstörerisch, wohl aber als kulturverändernd erwiesen. Die eigens geschaffene Schriftsprache wurde für viele indigenen Völkern zum maßgeblichen Kulturträger, ermöglichte sie doch, die alten mündlichen Erzähltraditionen zu verschriftlichen und selbst literarisch tätig zu werden.“
Wie die Reformation vielen Völkern eine eigene Schriftsprache ermöglicht hat Dass das Porträt eines evangelischen Theologen, Primož Trubar (1508-1586), die … Mehr
Gerhard von Rad zur Josephsgeschichte (1.Mose 50,15-21): „Vergebung unter Menschen ist keine rein innermenschliche Regelung, sie reicht in jedem Fall tief hinein in das Verhältnis der Menschen zu Gott. Gott hat dieses ganze zwielichtige Gelände menschlicher Leidenschaften in sein Heilswalten einbezogen, ja, er hat die Brüder selbst zu Empfängern seiner »Errettung«, als Teilhaber des »großen Entrinnens« werden lassen. Darin ist auch seine Vergebung enthalten.“
Gerhard von Rad hat eine wunderbare biblische Besinnung zur Josephsgeschichte (1.Mose 37-50) geschrieben, die als Vorbereitung zur Predigt über 1.Mose … Mehr
Versprechen, die den Glauben neu herausfordern – Von der Sprachkraft der Dogmen: „Freimütige, verheißungsvolle, herausfordernde Gottesrede, die die menschlichen Rahmungen hoffnungsloser Weltbilder und Weltanschauungen sprengt – sie ist nur orthodox, also in der Bindung an kirchliche Dogmen und unter Verwendung des göttlichen Wortschatzes, also der Bibel zu führen. Dogmen lassen eben keine ideologischen Allgemeinbegriffe zu, sondern provozieren in der Anrede eine Metaphorik, die neu hören und sehen lässt.“
Versprechen, die den Glauben neu herausfordern. Von der Sprachkraft der Dogmen „Glaube lässt sich nicht in Dogmen verfestigen“ hat jüngst … Mehr