Zur Theodizeefrage: „All diese Theodizee-Versuche überzeugen nicht wirklich, nehmen Gott als Idee aus dem Geschehen heraus, lassen ihn wie einen Modelleisenbahnbauer denken, der zur seinen Werken keine lebendige Beziehung hat und selbst in das Geschehen nicht persönlich involviert ist. Wer die Theodizeefrage stellt, sitzt am Schreibtisch oder auf der Schulbank. Sind Menschen vom Leiden selbst eingeholt, klagen sie, verbittern, schweigen oder beten.“

Zur Theodizeefrage „Ist Gott dann nicht ungerecht, wenn er zürnt?“ (Römer 3,5) Die Frage nach der Theodizee – die Rechtfertigung … Mehr

Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt: „Da mag mancher sich die eigenen Zweifel ersparen wollen, indem er die überlieferten Glaubenshinhalte in das Sieb der eigenen Vernunft gibt. Das, was man vernünftigerweise durchgehen lassen kann, lässt sich in der Tat problemlos begreifen – eben wie feiner Sand. Aber wie soll man auf einem solchermaßen durchgesiebten Glaubenssand für die Ewigkeit bauen können? Mit der Zeit entrinnt der vernünftige Glauben unseren eigenen Händen.“

Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt Gibt es Gott … Mehr

Karl Barth, Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie (1922): „So gewiss wir irgendeinen Weg gehen müssen und so gewiss es sich wahrhaftig lohnt, wählerisch zu sein und nicht den ersten besten Weg zu gehen, so gewiss müssen wir bedenken, dass das Ziel unsrer Wege das ist, dass Gott selber rede, und dürfen uns also nicht wundern darüber, wenn uns überall am Ende unsrer Wege, und wenn wir unsre Sache noch so gut gemacht hätten, ja dann am meisten, der Mund verschlossen wird.“

Karl Barths Vortrag „Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie“ von 1922 ist ein theologischer Klassiker – expressive Sprache und … Mehr

Von verschiedenen Glaubensweisen unter Christen: „Der naive Glaube nimmt wörtlich, was göttlich ausgesprochen worden ist, hinterfragt nicht, sucht keinen höheren Sinn, sondern findet sich kindlich in einem göttlichen Vertrauensverhäl­tnis wieder und bittet ‚wie die lieben Kinder ihren lieben Vater‘ (Martin Luther, Kleiner Katechismus).“

Von verschiedenen Glaubensweisen unter Christen Wir reden gemeinhin vom christlichen Glauben. Aber was ist damit gemeint? Wenn es um Glaubensinhalte … Mehr

Karl Barth über die CDU im Brief an Gustav Heinemann vom Februar 1946: „Was ist das im Sinne des Na­mens und Anspruchs dieser Partei ‚Christliche‘? Hatte das einstige Zentrum nicht auch seinen starken konservativen Flügel, ist also von daher für das ‚Demo­kratische‘ der neuen Partei irgendeine Garantie geboten? Und was hat der protestantische Eheteil in dieser Sache beizu­steuern, wo man auch unter den besten BK-Theologen die meisten schon vor dem Wort ‚Demokratie‘ noch immer scheuen sieht wie die Kuh vor dem neuen Scheu­nentor? Was ergibt sich endlich daraus, daß diese Partei nun immerhin den äußersten rechten Flügel in der ganzen Konstellation bildet? Wer wird da ganz zwangsläufig Anschluß suchen und finden? Und was wird sich da unter Mißbrauch des ‚christlich‘ und unter Verhöhnung des ‚demokra­tisch‘ aufs neue breit zu machen wissen?“

Karl Barth über die CDU im Brief an Gustav Heinemann vom Februar 1946 Kann man christliche Politik machen, noch dazu … Mehr