Ein Jahr vor seiner Exkommunikation 1926 veröffentlichte Joseph Wittig (1879-1949) eine Pfingstbetrachtung, die ein beredetes Zeugnis für seine Freundschaft mit … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Elisabeth Schmitz, Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/36 (vollständiger Text): „Einer Judenverfolgung im Namen von Blut und Rasse muss eine Christenverfolgung notwendigerweise folgen. Einen Anfang davon hat die Bekennende Kirche, haben vor allem ihre Pfarrhäuser zu spüren bekommen. Aber trotz alles Leides wird es niemand einfallen, es in einen Vergleich setzen zu wollen zu dem Leid der deutschen Juden und Nichtarier. Und ganz abgesehen von der Größe des Leides bleibt der große Unterschied: Der Christ leidet persönlich, der Jude und Nichtarier mit Kindern und Enkeln. Und selbst wenn die Glieder der Bekennenden Kirche unter die Ariergesetzgebung gestellt würden, wären noch immer die Verwandten, die weitere Familie nicht mitbetroffen. Und die Hauptsache: Die Bekennende Kirche leidet – und darf das wissen – um ihres Glaubens willen, der Nichtarier wird verfolgt, weil Gott ihn in eine bestimmte Familie hat hineingeboren werden lassen.“
Im Sommer 1935 wurde der Bekennende Kirche sowohl vom Völkischen Beobachter wie auch vom Stürmer vorgeworfen, dass sie die nationalsozialistische … Mehr
Segen statt Segnung. Was die evangelische Liturgie der römisch-katholischen promissorisch voraushat: „Im aaronitischen Segen wird ja das HERRliche Gutheißen (ברך brk) mittels der Redefigur der Anhäufung (congeries) dynamisch entfaltet. Dieser Segen sagt dem Gesegneten einen umfänglichen Gegenwartsraum des dreieinigen Gottes zu, in dem sich das eigene Leben bewegen darf. Nicht die Faktizität der Segnung und auch nicht das Gebet um den göttlichen Segen stehen in der evangelischen Liturgie im Vordergrund, sondern die promissorische Wirklichkeit des Segens, was auch katholische Christen als Mitgesegnete zu schätzen wissen.“
Segen statt Segnung. Was die evangelische Liturgie der römisch-katholischen promissorisch voraushat Eine Stärke der evangelischen Liturgie ist der zugesprochene Segen, sei … Mehr
Hans Scholls Gedicht „Gott“ passend zu Erntedank: „Aus grauer Erde ließest du quellen / den Saft in funkelnde Trauben, / du sandtest Regen, dass Halme schwellen / mit Früchten wie goldene Hauben.“
Hans Scholl, Mitbegründer und prägendes Mitglied der 1942/43 aktiven studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, hatte 1938 als 19jähriger unter dem Titel … Mehr
Über das Gotteslob: „Wer Gott mit eigener Stimme lauthals lobt, lässt Seelentrübnis hinter sich. Das Gotteslob zündet in uns ein Freudenfeuer an. Mit jedem Halleluja drängt die Seele nach draußen, will ganz bei Gott sein. Wie eine Blüte, die sich dem Licht zuwendet und mit jedem Blütenblatt selbst erstrahlt, so blühen Menschen im Gotteslob auf.“
Über das Gotteslob „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem … Mehr
„Ein Theologe im Tod“ – Jorge Luis Borges‘ postmortale Melanchthon-Geschichte: „Um sie glauben zu machen, er sei im Himmel, verabredete er sich mit einem Hexenmeister von denen aus dem letzten Zimmer, und dieser täuschte sie mit allerlei Blendwerk von Glanz und Heiterkeit. Kaum jedoch zogen die Besucher sich zurück, so erschienen wieder die Armseligkeit und der Kalk, manchmal auch ein bißchen früher.“
Da hat sich Jorge Luis Borges geirrt, dass in Philipp Melanchthons Loci communes von 1521 die Loci „De caritate et … Mehr
Axel von Campenhausen über Kirche und Staat: „Dass die Toleranz, die Kraft, andere Meinungen und Arten der Lebensgestaltung zu ertragen, eine wesentliche Bürgertugend ist.“
Immer noch lesenswert ist der konzise Artikel von Axel von Campenhausen über Kirche und Staat aus dem Evangelischen Soziallexikon (1980): … Mehr
„Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt“ – Was die Skulptur ‚Obdachloser Jesus‘ Christen zu zeigen weiß: „Das ist die Herausforderung an uns Christen: Um Christi willen anderen Menschen in deren Notlage nach eigenem Vermögen zu helfen. Man macht es sich zu einfach, wenn angesichts der Hilfsbedürftigkeit fremder Menschen nach staatlicher Hilfe oder Abhilfe gerufen wird. Nächstenliebe lässt sich nicht wegdelegieren.“
Was die Skulptur „Obdachloser Jesus“ Christen zu zeigen weiß Genau hinschauen heißt es bei dieser Bronzeskulptur des kanadischen Bildhauers Timothy … Mehr
„Friday for Future“ heißt für die Kirche den Karfreitag als „Good Friday“ zu verkündigen
Im jüngsten Report „The Third Degree“ des australischen Breakthrough National Centre for Climate Restoration, verfasst von David Spratt und Ian … Mehr