„Religion und Leben“ – Karl Barths expressive Abrechnung mit dem Religionsunterricht am Beispiel des Gleichnisses vom verlorenen Sohnes (1917): „Nicht wahr, ihr meint doch nicht etwa: dazu sei ich ein Lump geworden und unter die Säue geraten, dazu habe ich mich zur Umkehr entschlossen, dazu habe mich mein Vater in die Arme genommen, und dazu das gemästete Kalb für mich geschlachtet, damit ihr nach zweitausend Jahren im Kanton Aargau eure Künste an mir beweisen könnt? Was hat eure Religion und Psychologie und Moral, was haben eure rührenden und niedlichen Bilder mit dem zu tun, was ich eigentlich zu sagen hätte?“

Religion und Leben[1] Von Karl Barth Es ist eine gemeinsame Verlegenheit, die uns hier zusammengeführt hat. Sie haben an uns … Mehr

Gotthilf Schenkel, Der lebendige Christus und der Hitlersturm (1932): „Es hat den Anschein, als hätte der Rausch des Faschismus in den protestantischen Gegenden weithin all jene tiefere bußfertige Erkenntnis des neuerwachten christlichen Gewissens weggeblasen. Diejenigen, die sich in der Tat und Wahrheit zur Sache Christi bekennen, müssen sich darauf gefaßt machen, gleich dem Meister um der Gerechtigkeit willen Verfolgung zu erdulden.“

Was der württembergische Pfarrer Gotthilf Schenkel 1932 über den Nationalsozialismus schrieb, war hellsichtig. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten organisierte die … Mehr

Erhard Eppler über Gotthilf Schenkel: „Er gehörte zu den Theologen. die sich bereits gegen Ende der Zwanzigerjahre eindeutig und schroff gegen die Kollegen wandten, die sich dann bei den „Deutschen Christen“ sammelten und Hitler verehrten. Und doch wird er kaum genannt, wo es um Widerstand in der evangeli­schen Kirche geht.“

Über Gotthilf Schenkel Von Erhard Eppler Über Gotthilf Schenkel (1889-1960), promovierter Theologe, Pazifist, religiöser Sozialist, Freimaurer, Pfarrer an der Pauluskirche … Mehr