Hans Jonas, Vorwort zu Das Prinzip Verantwortung (1979): „Der endgültig entfesselte Prometheus, dem die Wissenschaft nie gekannte Kräfte und die Wirtschaft den rastlosen Antrieb gibt, ruft nach einer Ethik, die durch freiwillige Zügel seine Macht da­vor zurückhält, dem Menschen zum Unheil zu werden. Dass die Verheißung der modernen Technik in Drohung umgeschlagen ist, oder diese sich mit jener unlösbar verbun­den hat, bildet die Aus­gangsthese des Buches. Sie geht über die Feststellung physischer Be­drohung hinaus. Die dem Menschenglück zugedachte Unterwer­fung der Natur hat im Übermaß ihres Erfolges zur größten Heraus­forderung geführt, die je dem menschlichen Sein aus eigenem Tun erwachsen ist.“

Vorwort zu Das Prinzip Verantwortung Von Hans Jonas Der endgültig entfesselte Prometheus, dem die Wissenschaft nie gekannte Kräfte und die … Mehr

Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten: „Das Buch der Psalmen lehrt uns, dass die Situation des Bittenden mit Gott selbst in Verbindung gebracht werden muss, entweder durch Verweis auf dessen früheren Taten oder durch Berufung auf dessen Charakter, insbesondere auf seine Gerechtigkeit, Treue und unerschütterliche Liebe. Psalmgebete wagen es, Gott daran zu erinnern, wer er in seiner Beziehung zu uns ist. Dass eine solche Beziehung zwischen Gott und den Bittstellern nicht zum Ausdruck kommt, ist ein Manko vieler heutiger Gebete.“

Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten Von Jochen Teuffel „Ich sage euch aber, dass die Menschen … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 – In der Zukunft Jesu Christi (1911): „Man betet viel, — du betest, dein Nachbar betet, dein Feind betet, deine Widersacher beten, alles betet; du betest in deiner Sünde, in deinem Stolz, in deiner Leidenschaft, du betest — und die Welt bleibt immer dieselbe, der Widersacher lacht uns aus über unser Beten. Nur dann nicht, wenn wir in der Zukunft Jesu Christi stehen!“

In der Zukunft Jesu Christi. Predigt über Lukas 18,1-8 (1911) Von Christoph Blumhardt Es ist eine Art Geschichte der Zukunft … Mehr

Johann Baptist Metz, Gott und die Übel dieser Welt. Vergessene, unvergeßliche Theodizee: „Das Christentum verlor jedoch sehr früh seine elementare Leidempfindlichkeit. Die die biblischen Traditionen beunruhi­gende Frage nach der Gerechtigkeit für die unschuldig Leidenden wurde zu schnell umgesprochen und verwandelt in die Frage nach der Erlösung für die Schuldigen. So glaubte die Theologie, dem Christentum den Stachel der Theodizeefrage ziehen zu können.“

Gott und die Übel dieser Welt. Vergessene, unvergeßliche Theodizee Von Johann Baptist Metz Das Thema dieses Heftes, „Rückkehr der Plagen“, … Mehr

Peter Brown, Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel (The Ransom of the Soul, 2015): „In der Tat konnten die Gläubigen mit den Geldern, die sie durch Wohltätigkeit auf der Erde in den Himmel brachten, sogar ihre eigenen Villen bauen. Der Himmel war nicht nur ein Ort mit großen Schatzkammern, sondern auch mit erstklassigen Immobilien, an denen aufgrund der guten Taten, die auf der Erde mit gewöhnlichem, grobem Geld vollbracht wurden, ständig gebaut wurde.“

Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel Von Peter Brown Als die … Mehr

Martin Luthers Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545): „»Singet dem Herrn ein neues Lied. Singet dem Herrn, alle Welt.« Denn Gott hat unser Herz und Gemüt fröhlich gemacht durch seinen lieben Sohn, welchen er für uns hingegeben hat zur Erlö­sung von Sünden, Tod und Teufel. Wer dies mit Ernst glaubt, der kann’s nicht lassen: Er muss fröhlich und mit Lust davon singen und sagen, damit es andere auch hören und herzukommen.“

Vorrede zum Leipziger Gesangbuch des Valentin Babst (1545) Von Martin Luther Der 96. Psalm spricht: »Singet dem Herrn ein neues … Mehr

Gerhard Sauter über Gerhard Sauter: „Von Martin Luther habe ich gelernt, daß Theologie weder erdacht noch handlungsmäßig hervorgebracht werden kann, son­dern erfahren werden will. Doch den Tod und seine Überwindung hat Jesus Christus allein erfahren, und indem wir in seine Geschichte ver­setzt werden, kommt Gottes richtendes und rettendes Urteil über die Wirklichkeit unseres Tuns und Lassens zum Zuge: das Urteil, welches als Verheißung über unserem Leben und Sterben steht.“

Gerhard Sauter über Gerhard Sauter In dem von Christian Henning und Karsten Lehmkühler herausgegebenen Band Systematische Theologie der Gegenwart in … Mehr

Martin Luther über die drei Stiftungen und Orden in Vom Abendmahl. Bekenntnis (1528): „Die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind diese drei: das Priesteramt, der Ehestand, die weltliche Obrigkeit. Dennoch ist kein solcher Orden ein Weg zur Seligkeit, sondern es bleibt der einzige Weg über diese alle (hinaus), nämlich der Glaube an Jesus Christus; denn es ist etwas ganz anderes: heilig und selig sein.“

Über die drei Stiftungen und Orden Von Martin Luther Aber die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind … Mehr