Clemens von Alexandrien über den rechten Weingenuss (Paidagogos): „Zuerst bewirkt der Wein, dass der Trinkende sich selbst mehr als früher eine Freude gönnt, und freundlicher gegen die Gäste und milder gegen die Diener und gütiger gegen Freunde wird. Da der Wein warm ist und süße Säfte enthält, so löst er in der richtigen Mischung durch seine Wärme die zähen Bestandteile der Ausscheidungsstoffe und vermischt die scharfen und schlechten Säfte mit den wohlriechenden. Trefflich ist ja jenes Wort gesagt: Als Ergötzung für Seele und Herz ist der Wein von Anfang an erschaffen, wenn er mit Maß getrunken wird.“

Über den rechten Weingenuss (Paidagogos) Von Clemens von Alexandrien 19.1. „Trink ein wenig Wein deines Magens wegen“,[1] sagt der Apostel … Mehr

Hans Jonas, Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist: „Mit jedem neuen Schritt (= »Fortschritt«) der Großtechnik setzen wir uns schon unter den Zwang zum nächsten und vermachen denselben Zwang der Nachwelt, die schließlich die Rech­nung zu zahlen hat. Aber auch ohne diese Fernsicht stellt schon das tyrannische Element als solches in der heutigen Technik, das unsere Werke zu unseren Herren macht und uns sogar zwingt, sie weiter zu vervielfachen, eine ethische Herausforderung an sich dar – jenseits der Frage, wie gut oder schlecht jene Werke im einzelnen sind.“

Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist Von Hans Jonas Daß, ganz allgemein gesprochen, die Ethik in … Mehr

Abraham Joshua Heschel, Über das Gebet (On Prayer, 1969): „Der Beginn des Gebets ist der Lobpreis. Die Kraft der Anbetung ist der Gesang. Erst singen wir, dann verstehen wir. Erst loben wir, dann glauben wir. Lobpreis und Gesang öffnen die Augen für die Größe der Wirklichkeit, die über das Selbst hinausgeht. Gesang stellt die Seele wieder her; Lobpreis behebt geistige Mängel.“

Über das Gebet (On Prayer, 1969) Von Abraham Joshua Heschel Mein Thema ist nicht in erster Linie die Liturgie, der … Mehr

Patrick D. Miller, Gebet als Überzeugungsakt. Rhetorik und Intention des Gebets im Alten Testament: „Die Gefühllosigkeit Gottes gehört nicht zum Gebetsverständnis Israels. In Form und Inhalt geht das Gebet um Hilfe davon aus, dass Gott bewegt werden kann und dass Gott über­zeugt wer­den kann, in der Situation zu handeln, damit sie zum Guten verändert wird.“

Gebet als Überzeugungsrede. Rhetorik und Intention des Gebets im Alten Testament Von Patrick D. Miller Das Gebet um Hilfe, das … Mehr

Rabbiner Adin Steinsaltz über die Kawwana (A Guide to Jewish Prayer): „Es gibt ein bekanntes Diktum, das die Bedeutung von Kawwana betont: ‚Das Gebet ohne Kawwana ist wie ein Körper ohne Seele.‘ Das bedeutet, dass das Gebet, das die Rede des Menschen an seinen Schöpfer ist, seine wesentliche Qualität verliert, wenn es nur noch aus dem Aufsagen von Worten besteht, ohne dass man sich innerlich auf die Bedeutung der gesprochenen Worte konzentriert.“

Über die Kawwana Von Rabbiner Adin Steinsaltz 1. Die Wichtigkeit von Kawwana Es gibt ein bekanntes Diktum, das die Bedeutung … Mehr